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Kettner Edelmetalle
06.07.2026
05:54 Uhr

Made in Germany am Boden: Nächster Traditionshersteller geht unter – während IKEA und China lachen

Es ist ein trauriges Ritual geworden in diesem Land: Ein weiterer deutscher Traditionsbetrieb schließt seine Tore, und kaum jemand nimmt noch Notiz davon. Diesmal trifft es den Bielefelder Matratzenhersteller Bönning + Sommer. Das Amtsgericht Bielefeld hat einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, 109 Menschen bangen um ihre Existenz. Ihre Gehälter seien immerhin für die kommenden drei Monate gesichert – ein schwacher Trost in Zeiten, in denen die deutsche Industrie reihenweise wegbricht.

Ein Verdrängungswettbewerb, den Deutschland verliert

Rund acht Millionen Matratzen würden pro Jahr in Deutschland verkauft, erklärte der zuständige Insolvenzverwalter gegenüber der Bild. Und um jedes einzelne Stück tobe ein gnadenloser Kampf. „In der Matratzenbranche findet seit Jahren ein Verdrängungswettbewerb statt“, so seine nüchterne Analyse. Doch wer verdrängt hier eigentlich wen? Die Antwort ist so unbequem wie offensichtlich: Deutsche Hersteller werden von ausländischer Konkurrenz gnadenlos aus dem Markt gedrängt.

Als einen wesentlichen Grund nannte der Insolvenzverwalter die aggressive Expansion des schwedischen Möbelriesen IKEA – mit neuen Produktionsstätten und Zulieferern aus Osteuropa. Allein 2021 habe IKEA weltweit 12,4 Millionen Matratzen abgesetzt. Wie viele davon in deutschen Schlafzimmern landeten, verrät der Konzern lieber nicht. Von den in Deutschland verkauften Matratzen werde nur noch etwa die Hälfte hierzulande produziert, der Rest komme aus dem Ausland. Und dank verbesserter Transportwege und Dumpingpreisen lohne sich für viele Verbraucher inzwischen sogar der Kauf aus China.

Wenn der Bürger sparen muss, weil ihm der Staat nichts mehr lässt

Doch es wäre zu einfach, allein IKEA und chinesische Billigimporte zum Sündenbock zu machen. Die eigentliche Ursache liegt tiefer – und sie ist hausgemacht. Der Insolvenzverwalter brachte es auf den Punkt: „Man überlegt mittlerweile, ob die alte Matratze nicht doch noch zwei weitere Jahre hält.“ Ein Satz, der wie ein Menetekel über der gesamten deutschen Konsumlandschaft schwebt.

Der Grund für diese Kaufzurückhaltung ist kein Geheimnis. Wenn Energiepreise explodieren, die Inflation am Ersparten nagt und der Staat dem Bürger über Steuern und Abgaben immer tiefer in die Tasche greift, dann bleibt am Monatsende schlichtweg nichts mehr übrig für neue Anschaffungen. Der deutsche Verbraucher spart nicht aus Laune – er spart aus purer Not.

„Die Insolvenzzahlen dürften vor dem Hintergrund der geopolitischen Unsicherheit in den kommenden Monaten auf einem hohen Niveau bleiben“, warnte der Leiter der ifo-Umfragen.

Die drei tödlichen Faktoren – und ein politisches Versagen

Das ifo-Institut benennt drei Problemfelder, die den deutschen Mittelstand systematisch erwürgen: fehlende Aufträge und schwache Nachfrage, explodierende Betriebs- und Energiekosten sowie eine erdrückende Bürokratie. Jedes zwölfte Unternehmen sieht laut einer Aprilumfrage seine schiere Existenz bedroht. Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen.

Und die Reihe der Opfer wird länger. Erst kürzlich meldete auch der Thüringer Matratzenhersteller Breckle aus Weida Insolvenz an. Dabei hatte Bönning + Sommer selbst noch im November 2024 unternehmerischen Mut bewiesen und den insolventen Schaumstoffproduzenten LaPur übernommen, um einen Produktionsstandort in Deutschland langfristig zu sichern. Ein löblicher Versuch – der nun im allgemeinen Abwärtsstrudel unterzugehen droht.

Wer räumt endlich mit den Fesseln des Mittelstands auf?

Man fragt sich unweigerlich: Wie lange soll das noch so weitergehen? Während die Politik in Berlin lieber über Gendersternchen und milliardenschwere Klimaprogramme debattiert, verblutet der industrielle Kern dieses Landes. Die Bürokratie wächst, die Energiekosten bleiben im internationalen Vergleich astronomisch, und statt echter Entlastung gibt es Sonntagsreden. Es ist kein Zufall, dass ein Betrieb nach dem anderen kapituliert – es ist die logische Folge einer Politik, die den eigenen Standort seit Jahren vernachlässigt.

Was uns dieser Fall lehrt

Der Untergang eines Matratzenherstellers mag auf den ersten Blick unbedeutend erscheinen. Doch er ist ein weiteres Symptom einer gefährlichen Krankheit: der schleichenden Deindustrialisierung Deutschlands. Wenn selbst solide Mittelständler dem Druck aus Dumpingimporten und heimischer Kostenlast nicht mehr standhalten, dann steht mehr auf dem Spiel als ein paar Arbeitsplätze in Bielefeld.

Für jeden vernünftigen Bürger stellt sich in solchen Zeiten die Frage, wie er sein hart erarbeitetes Vermögen vor Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit schützen kann. Während Papierwerte und Unternehmensbeteiligungen in einem solchen Umfeld schnell an Wert verlieren können, haben physische Edelmetalle wie Gold und Silber über Jahrhunderte hinweg ihre Rolle als krisensicherer Wertspeicher bewiesen. Eine sinnvolle Beimischung physischer Edelmetalle kann daher eine kluge Ergänzung für ein breit gestreutes und gesundes Vermögensportfolio darstellen – gerade in Zeiten, in denen ein Betrieb nach dem anderen ins Wanken gerät.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist selbst verpflichtet, ausreichend zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen eigenständig. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Verluste oder Schäden, die aus getroffenen Entscheidungen resultieren.

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