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Kettner Edelmetalle
02.02.2026
06:55 Uhr

Machtverschiebung im Persischen Golf: US-Flugzeugträger weicht vor chinesischem Superzerstörer zurück

Machtverschiebung im Persischen Golf: US-Flugzeugträger weicht vor chinesischem Superzerstörer zurück

Was sich derzeit in den Gewässern rund um den Iran abspielt, könnte als historischer Wendepunkt in die Geschichtsbücher eingehen. Der amerikanische Flugzeugträger USS Abraham Lincoln hat offenbar Kurs auf den Indischen Ozean genommen – und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem China sein mächtigstes Kriegsschiff in der Region positioniert hat. Ist dies das Ende der unangefochtenen US-Hegemonie am Golf?

Chinas Tarnkappen-Zerstörer: Eine neue Ära der Seekriegsführung

Die Präsenz des chinesischen Zerstörers vom Typ 055 – konkret der CNS Nanchang – in unmittelbarer Nähe zur iranischen Küste ist alles andere als ein routinemäßiges Manöver. Westliche Militäranalysten, darunter das renommierte International Institute for Strategic Studies in London, bezeichnen diesen Schiffstyp als das möglicherweise leistungsfähigste Mehrzweck-Überwasserkampfschiff, das derzeit auf den Weltmeeren operiert. Mit 112 vertikalen Abschusszellen, Hyperschall-Anti-Schiffs-Raketen vom Typ YJ-20 und einem hochmodernen Dualband-Radar mit Überhorizont-Erkennungsfähigkeiten stellt ein einziger dieser Zerstörer ein größeres Kampfpotenzial dar als manche komplette Marinestreitkräfte kleinerer Nationen.

Die Botschaft Pekings könnte kaum deutlicher sein: Die Zeiten, in denen Washington nach Belieben militärische Drohkulissen im Nahen Osten aufbauen konnte, neigen sich dem Ende zu.

Trilaterale Flottenmanöver als geopolitisches Statement

Seit Anfang Februar finden erneut gemeinsame iranisch-chinesisch-russische Flottenmanöver statt – bereits die achte Auflage der Übungsreihe „Maritime Security Belt". Die Schauplätze sind strategisch gewählt: die Straße von Hormuz, der Golf von Oman und der nördliche Indische Ozean. Durch diese Meerenge fließen etwa 20 Prozent des weltweiten Öltransports. Jeder militärische Konflikt in dieser Region würde unweigerlich zu einer internationalen Krise eskalieren.

Bemerkenswert ist die vergleichsweise bescheidene amerikanische Präsenz. Während bei früheren Spannungen zwischen Israel und dem Iran zwei US-Flugzeugträger-Kampfgruppen in der Region stationiert waren, operiert diesmal nur ein einziger Träger mit einer überschaubaren Eskorte von drei Zerstörern. Ein Zeichen der Schwäche? Oder kalkulierte Zurückhaltung?

Chinas Satellitenaugen verändern das Machtgefüge

Ein wesentlicher Faktor, der in der öffentlichen Debatte oft unterschätzt wird, ist die Rolle der chinesischen Aufklärungssatelliten. Diese überwachen die Region intensiv und erfassen Truppenbewegungen in Echtzeit. Die Übermittlung dieser Daten an den Iran verschafft Teheran einen entscheidenden strategischen Vorteil. Washington kann seine militärische Präsenz zwar vorübergehend reduzieren, doch der ständigen Beobachtung durch chinesische und russische Satelliten entgeht es nicht.

Diese technologische Realität verändert das Machtgleichgewicht fundamental und sorgt für wachsende Besorgnis in amerikanischen Militärkreisen.

Kurswechsel der Trump-Administration?

Während Trump seit Wochen mit Angriffen auf den Iran drohte, mehren sich nun die Anzeichen für einen Kurswechsel. US-Botschafter Matt Whitaker erklärte, die Vereinigten Staaten würden keinen Regimewechsel im Iran anstreben – man wolle „kein weiteres Libyen-Szenario". Die Forderungen seien bescheiden: Der Iran solle aufhören, sein Volk zu töten, und seine nuklearen Ambitionen aufgeben.

Kritiker sprechen bereits von einem klassischen „TACO" – Trump Always Chickens Out. Doch vielleicht ist es auch schlicht nüchterner Realismus. Die Warnungen arabischer Staaten, allen voran Saudi-Arabiens, ihren Luftraum nicht für Angriffsoperationen zur Verfügung zu stellen, dürften in Washington nicht ungehört verhallt sein. Hinzu kommt der im Entstehen begriffene Militärpakt zwischen der Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien – eine Entwicklung, die weder Israel noch den USA Anlass zur Freude geben dürfte.

Das Ende der unipolaren Weltordnung

Was wir derzeit im Persischen Golf beobachten, ist nichts Geringeres als die sichtbare Manifestation einer sich wandelnden Weltordnung. Die Ära der einseitigen militärischen Hegemonie am Golf geht ihrem Ende entgegen. China und Russland demonstrieren unmissverständlich, dass sie bereit sind, ihre strategischen Partner zu schützen – notfalls auch mit militärischen Mitteln.

Für Europa und insbesondere für Deutschland sollte diese Entwicklung ein Weckruf sein. Die blinde Gefolgschaft gegenüber amerikanischer Außenpolitik könnte sich als zunehmend kostspielig erweisen. Eine eigenständige, an deutschen und europäischen Interessen orientierte Außenpolitik wäre dringend geboten – doch davon ist die aktuelle Bundesregierung meilenweit entfernt.

Ob der Rückzug des US-Flugzeugträgers tatsächlich eine dauerhafte Deeskalation einleitet oder nur ein taktisches Manöver darstellt, bleibt abzuwarten. Eines jedoch steht fest: Die geopolitischen Karten werden neu gemischt, und Deutschland täte gut daran, sich auf diese neue Realität einzustellen – mit Gold und anderen Sachwerten als Absicherung gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend multipolaren Welt.

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