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Kettner Edelmetalle
17.04.2026
05:55 Uhr

Lula und Merz beschwören den Multilateralismus – doch wem nützt diese Partnerschaft wirklich?

Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat sich in einem Gastbeitrag für deutsche Medien mit großen Worten an die europäische Öffentlichkeit gewandt. Der linke Staatschef des südamerikanischen Riesenlandes will gemeinsam mit Bundeskanzler Friedrich Merz eine „strategische Partnerschaft" schmieden, die den Multilateralismus stärken soll. Klingt edel, klingt nach Diplomatie auf höchstem Niveau. Doch hinter den wohlklingenden Phrasen verbergen sich handfeste wirtschaftliche Interessen – und die Frage, ob Deutschland bei diesem Geschäft tatsächlich auf der Gewinnerseite steht.

Hannover Messe als Bühne für politische Inszenierung

Anlass für Lulas diplomatische Charmeoffensive ist die Hannover Messe, bei der Brasilien erstmals seit über 40 Jahren wieder als Partnerland auftritt – mit stolzen 140 Unternehmen im Gepäck. Am Sonntag sollen Merz und Lula die Industriemesse gemeinsam eröffnen. Der brasilianische Präsident habe die Einladung des Bundeskanzlers „gerne angenommen", wie er schreibt. Man wolle die Partnerschaft zwischen beiden Ländern „weiter vertiefen".

Lula da Silva zeichnet dabei ein düsteres Bild der Weltlage. Man erlebe einen „besonders kritischen Moment der Weltpolitik", der Unilateralismus nehme zu, das Recht des Stärkeren dränge sich vor. Die globalen Militärausgaben hätten mit rund 2,7 Billionen US-Dollar einen neuen Rekord erreicht – wobei, so Lula, bereits vier Prozent dieses Betrags genügen würden, um den Hunger in der Welt zu beenden. Eine Rechnung, die sich auf dem Papier wunderbar liest, in der Realität aber an der Komplexität geopolitischer Machtstrukturen scheitert.

Das Mercosur-Abkommen: Segen oder Trojanisches Pferd?

Besonderes Augenmerk legt der brasilianische Präsident auf das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem südamerikanischen Wirtschaftsblock Mercosur, das im Januar unterzeichnet wurde und ab dem 1. Mai 2026 vorläufig angewendet werden soll. Das Abkommen erweitere den Zugang zu Märkten, schaffe „klare, vorhersehbare Regeln" und biete Raum für die Ausweitung von Investitionen und Produktionsketten auf beiden Seiten des Atlantiks, so Lula.

Sein „wahrer Erfolg" werde daran gemessen, wie schnell die Vorzüge „Fabriken, Landwirtschaft, Supermarktregale und die Geldbörsen der Bürger" erreichten. Schöne Worte. Doch gerade deutsche Landwirte und mittelständische Unternehmer dürften diese Euphorie mit erheblicher Skepsis betrachten. Denn während brasilianische Agrarkonzerne von erleichterten Exportbedingungen nach Europa profitieren, stehen deutsche Bauern vor der Herausforderung, mit Billigimporten aus Südamerika konkurrieren zu müssen – Produkte, die häufig unter deutlich niedrigeren Umwelt- und Sozialstandards hergestellt werden.

Zollstreitigkeiten und die neue Weltunordnung

Lula beklagt in seinem Beitrag, dass Zollstreitigkeiten das globale Handelsgefüge durcheinanderbringen und Ungleichheiten vertiefen würden. Ein kaum verhüllter Seitenhieb auf die aggressive Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump, der mit seinen massiven Importzöllen – 20 Prozent auf EU-Waren, 34 Prozent auf chinesische Produkte – die Weltwirtschaft in Aufruhr versetzt hat. Dass Brasilien in dieser Situation verstärkt den Schulterschluss mit Europa sucht, ist weniger Idealismus als vielmehr nüchternes Kalkül. Wer von Washington abgestraft wird, sucht sich eben neue Partner.

Und Friedrich Merz? Der Bundeskanzler, der im Wahlkampf noch mit markigen Worten eine wirtschaftliche Erneuerung Deutschlands versprochen hatte, scheint in der Realpolitik angekommen zu sein. Statt die deutsche Industrie konsequent zu stärken und bürokratische Fesseln zu lösen, inszeniert er sich auf internationalen Messen als Weltpolitiker. Dabei wäre es dringender denn je, zunächst die hausgemachten Probleme anzugehen: explodierende Energiekosten, eine marode Infrastruktur und ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro, das kommende Generationen mit Schulden belastet.

Multilateralismus als Allheilmittel? Eine gefährliche Illusion

„Ich bin überzeugt, dass der Multilateralismus alternativlos ist", schreibt Lula da Silva. Das Wort „alternativlos" – es erinnert fatal an die politische Rhetorik einer anderen Ära deutscher Politik. Natürlich ist internationale Zusammenarbeit wichtig. Natürlich braucht die Welt Dialog statt Konfrontation. Doch der naive Glaube, dass multilaterale Institutionen und Freihandelsabkommen automatisch zu „geteiltem Wohlstand" führen, hat sich in der Vergangenheit allzu oft als Trugschluss erwiesen.

Deutschland hat in den vergangenen Jahrzehnten schmerzlich erfahren müssen, was passiert, wenn man nationale Interessen zugunsten internationaler Harmonie vernachlässigt. Die Energieabhängigkeit von Russland, die industrielle Aushöhlung durch chinesische Billigkonkurrenz, die unkontrollierte Migration – all das waren Folgen einer Politik, die das Wohl des eigenen Landes hinter vermeintlich höheren Zielen zurückstellte.

Es wäre daher wünschenswert, wenn Bundeskanzler Merz bei seinem Treffen mit Lula da Silva nicht nur diplomatische Floskeln austauscht, sondern knallhart deutsche Interessen vertritt. Die deutschen Steuerzahler, die unter steigenden Abgaben und einer galoppierenden Inflation ächzen, haben ein Recht darauf, dass ihre Regierung zuerst an sie denkt – und nicht an die Befindlichkeiten südamerikanischer Handelspartner.

Gold als Anker in unsicheren Zeiten

In einer Welt, in der geopolitische Spannungen zunehmen, Handelsströme umgelenkt werden und Währungen unter Druck geraten, erweist sich einmal mehr physisches Gold als verlässlicher Wertspeicher. Während Politiker auf beiden Seiten des Atlantiks große Reden schwingen und Abkommen unterzeichnen, deren langfristige Auswirkungen niemand seriös vorhersagen kann, bieten Edelmetalle das, was kein multilaterales Abkommen garantieren kann: echte Wertbeständigkeit, unabhängig von politischen Launen und diplomatischen Winkelzügen.

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