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Kettner Edelmetalle
24.07.2026
15:01 Uhr

Lawrow zeigt, wie Diplomatie geht – während Europas Politiker in kriegstrunkener Selbstüberschätzung taumeln

Lawrow zeigt, wie Diplomatie geht – während Europas Politiker in kriegstrunkener Selbstüberschätzung taumeln

Es ist ein bemerkenswertes Schauspiel: Während sich die politische Führungsriege Europas in immer schrillere Kriegsrhetorik hineinsteigert, hält Moskau ausgerechnet an dem fest, was in der internationalen Politik eigentlich selbstverständlich sein sollte – dem Gespräch. Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte am Rande der ASEAN-Treffen, sein Land betrachte die zwischen Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr in Anchorage erzielten Verständigungen weiterhin als Fundament für eine mögliche Friedenslösung in der Ukraine. Man wolle die Position Washingtons in einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio erneut ausloten.

Frieden statt Waffenruhe – ein Konzept, das Europa fremd geworden ist

Lawrow betonte, Russland gehe davon aus, dass die Vereinigten Staaten weiterhin ein dauerhaftes Friedensabkommen anstrebten und sich nicht mit einer bloßen Waffenpause zufriedengäben. Die Mehrheit der ASEAN-Staaten – so seine Darstellung – begreife, dass eine Lösung des Ukraine-Konflikts nur dann tragfähig sei, wenn dessen tieferliegende Ursachen beseitigt würden. Gleichzeitig warf der russische Chefdiplomat den USA vor, durch Waffenlieferungen, Geheimdienstinformationen und die Bereitstellung des Starlink-Systems unmittelbar in ukrainische Angriffe auf russisches Territorium verstrickt zu sein.

Man muss diese Sätze nicht in Gänze teilen, um zu erkennen, worin der eigentliche Skandal besteht: Nicht Moskau, nicht Washington, sondern ausgerechnet die selbsternannten Wertegemeinschaftler in Brüssel und Berlin scheinen die Kunst des Verhandelns verlernt zu haben.

Die EU rüstet auf – während die Bürger die Rechnung zahlen

Besonders scharf ins Gericht ging Lawrow mit der Europäischen Union. Diese, so seine Kritik, stelle die militärische Aufrüstung über die sozialen und wirtschaftlichen Interessen der eigenen Bevölkerung. Russland nehme diese Entwicklung ernst und passe seine Militärplanung entsprechend an. Sollte Europa erneut den Versuch unternehmen, Russland militärisch anzugreifen, werde dies – so die unmissverständliche Warnung – "keine konventionelle Kriegführung" mehr sein.

Wer die Sorgen der eigenen Bürger gegen Panzer, Raketen und Milliardenkredite eintauscht, hat den Kompass verloren – und mit ihm das Mandat, im Namen des Volkes zu sprechen.

Man muss sich diesen Punkt auf der Zunge zergehen lassen. Während in Deutschland Rentner ihre Heizkosten kaum noch stemmen können, während der Mittelstand unter der Last von Steuern, Abgaben und explodierenden Energiepreisen ächzt, fließen Milliarden in ein Fass ohne Boden. Und die Regierung Merz-Klingbeil, angetreten mit dem Versprechen solider Finanzen, hat längst die Schuldenschleuse geöffnet – 500 Milliarden Euro Sondervermögen, verankert im Grundgesetz, zu zahlen von Generationen, die noch gar nicht geboren sind.

Wenn Geschichtsvergessenheit zur Staatsräson wird

Lawrow äußerte sich auch zum eskalierenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Moskau wünsche eine rasche Beendigung der Kämpfe, da der Krieg erhebliche Folgen für die Weltwirtschaft habe. Russland habe kein Interesse an dauerhaft hohen Ölpreisen, sondern an stabilen Energiemärkten. Zugleich warnte der Außenminister, die Angriffe auf den Iran könnten weitere Staaten zu der bitteren Erkenntnis führen, dass nur der Besitz von Atomwaffen ihre Souveränität garantiere. Berichte russischer Geheimdienste über mögliche deutsche Nuklearambitionen bezeichnete er als besorgniserregend.

Gerade dieser letzte Punkt sollte aufhorchen lassen. Ausgerechnet Deutschland – jenes Land, das zweimal im vergangenen Jahrhundert in den Abgrund geführt wurde – flirtet offenbar wieder mit dem Feuer. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass jene, die sich lautstark als moralische Instanz aufspielen, mit dem gefährlichsten aller Spiele liebäugeln. Ein großer Teil der deutschen Bevölkerung teilt diese Sorge längst: Was auf dem Spiel steht, ist nicht abstrakte Geopolitik, sondern das nackte Leben der Bürger.

Der Blick nach Osten: Russland verschiebt die Gewichte

Für Ostasien kündigte Lawrow eine bemerkenswerte Kursänderung an. Moskau unterstütze nicht länger die Forderungen nach einer Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel und habe Verständnis dafür, dass Nordkorea seine nukleare Abschreckung angesichts der US-geführten Militäraktivitäten ausbaue. Zugleich warb der Minister für einen Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit den ASEAN-Staaten. Das Handelsvolumen von zuletzt rund 22 Milliarden Dollar solle bis 2036 verdoppelt werden.

Das Bild, das sich hier abzeichnet, ist unmissverständlich: Während Europa sich zunehmend isoliert und in einer selbstgefälligen Blase moralischer Überlegenheit einigelt, knüpft Russland fleißig neue Handelsnetze im pulsierenden Wirtschaftsraum Asiens. Die Weltordnung verschiebt sich – und der alte Kontinent droht dabei zum Zuschauer der eigenen Bedeutungslosigkeit zu werden.

Was bleibt für den Bürger? Die Flucht in bleibende Werte

In einer Welt, in der Kriegsgefahr, ungebremste Staatsverschuldung und geopolitische Umbrüche zum Alltag geworden sind, stellt sich für jeden verantwortungsbewussten Bürger die Frage nach dem Schutz des eigenen Vermögens. Papiergeld verliert an Wert, wenn die Notenpressen heißlaufen und Regierungen Schuldenberge auftürmen, die kaum noch zu bewältigen sind. In solchen Zeiten haben sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber über Jahrhunderte hinweg als verlässlicher Anker bewährt – als Wertspeicher, der weder durch politische Fehlentscheidungen noch durch Inflation einfach entwertet werden kann. Eine kluge Beimischung physischer Edelmetalle zu einem breit gestreuten Vermögen ist deshalb gerade in unsicheren Zeiten eine überlegenswerte Form der Vermögenssicherung.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Er ersetzt keine individuelle Beratung durch qualifizierte Fachleute. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig ausreichend zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Für etwaige Verluste wird keine Haftung übernommen.

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