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Kettner Edelmetalle
16.02.2026
15:00 Uhr

Kubas legendäres Zigarrenfestival fällt der Wirtschaftskrise zum Opfer

Was jahrzehntelang als eines der prestigeträchtigsten Genuss-Events der Welt galt, ist nun ein weiteres Opfer geopolitischer Machtspiele geworden: Das berühmte Zigarrenfestival in Havanna, organisiert vom staatlichen Monopolisten Habanos S.A., wurde auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Die offizielle Begründung klingt dabei fast schon zynisch – man wolle die „höchsten Standards an Qualität, Exzellenz und Erfahrung" bewahren. Die Wahrheit ist weitaus ernüchternder.

Ein Inselstaat am Rande des Zusammenbruchs

Kuba durchlebt derzeit seine schwerste Krise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Das kommunistisch regierte Land kämpft mit einer verheerenden Treibstoffknappheit, die das öffentliche Leben zunehmend lähmt. Auslöser ist eine von der Trump-Administration verschärfte Ölblockade, die den karibischen Inselstaat faktisch von seinen venezolanischen Öllieferungen abgeschnitten hat.

Seit US-Präsident Donald Trump Anfang Januar eine Militäroperation zur Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro einleitete, versiegt der Ölstrom nach Kuba. Trump bezeichnete die kubanische Regierung als „ungewöhnliche und außerordentliche Bedrohung" und drohte jedem Land, das Kuba mit Öl beliefere, mit Strafzöllen. Eine Drohkulisse, die offenbar Wirkung zeigt.

Rekordverkäufe und dennoch am Abgrund

Die Ironie könnte kaum größer sein: Noch im vergangenen Jahr vermeldete Habanos S.A. einen Rekordumsatz von 827 Millionen Dollar – ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Kubanische Premium-Zigarren gelten weltweit als Inbegriff höchster Handwerkskunst und gehören zu den wichtigsten Exportgütern des Landes. Sie sind eine der wenigen verlässlichen Quellen für Devisen in einer Volkswirtschaft, die ansonsten kaum international wettbewerbsfähige Produkte hervorbringt.

Das Festival selbst hatte in der Vergangenheit regelmäßig über tausend Gäste aus rund 80 Ländern angezogen. Auktionen edler Humidore, Besuche auf Tabakplantagen und das unvergleichliche Flair Havannas machten die Veranstaltung zu einem Pflichttermin für Aficionados und Geschäftsleute gleichermaßen. Dass ausgerechnet dieses Aushängeschild kubanischer Wirtschaftskraft nun gestrichen werden musste, spricht Bände über den Ernst der Lage.

Die Vereinten Nationen warnen vor humanitärer Katastrophe

Die schwindenden Ölreserven haben mittlerweile auch die Vereinten Nationen auf den Plan gerufen. UN-Sprecher Stéphane Dujarric erklärte, der Generalsekretär sei „äußerst besorgt" über die humanitäre Situation in Kuba. Sollte der Ölbedarf des Landes nicht gedeckt werden, drohe ein regelrechter „Zusammenbruch". Die kubanische Regierung hat bereits Maßnahmen ergriffen, um essenzielle Dienstleistungen zu schützen und Treibstoff für Schlüsselsektoren zu rationieren – ein Eingeständnis der Hilflosigkeit.

Geopolitisches Schachspiel auf dem Rücken der Bevölkerung

Man muss kein Freund des kubanischen Regimes sein, um zu erkennen, dass hier ein ganzes Volk zwischen den Fronten zerrieben wird. Die jahrzehntealte US-Handelsblockade – kubanische Zigarren sind in den Vereinigten Staaten nach wie vor illegal – hat das Land über Generationen hinweg wirtschaftlich stranguliert. Trumps verschärfter Kurs gegenüber Venezuela und Kuba mag innenpolitisch Applaus ernten, doch die humanitären Konsequenzen sind verheerend.

Für Europa und Deutschland sollte dies ein mahnendes Beispiel sein: Wirtschaftliche Abhängigkeiten von einzelnen Handelspartnern oder Energielieferanten können sich in Krisenzeiten als existenzbedrohend erweisen. Eine Lektion, die auch wir nach der Energiekrise infolge des Ukraine-Krieges schmerzlich lernen mussten – und die offenbar immer noch nicht ausreichend verinnerlicht wurde. Wer seine wirtschaftliche Souveränität aufgibt, riskiert am Ende alles. Kuba ist dafür nur das jüngste, besonders drastische Beispiel.

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