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Kettner Edelmetalle
30.01.2026
00:30 Uhr

Kriegstrommeln in Washington: Saudi-Arabien und Israel ringen um Trumps Iran-Strategie

Die Flure des Pentagon und des Weißen Hauses gleichen dieser Tage einem diplomatischen Taubenschlag. Hochrangige Vertreter aus Saudi-Arabien und Israel geben sich die Klinke in die Hand, während die Trump-Administration ernsthaft über militärische Schläge gegen den Iran nachdenkt. Was sich hier abspielt, ist nichts Geringeres als ein geopolitisches Schachspiel mit möglicherweise verheerenden Konsequenzen.

Israelische Geheimdienstler präsentieren Zieldaten im Pentagon

Der Chef des israelischen Militärgeheimdienstes, Generalmajor Shlomi Binder, hat diese Woche persönlich Geheimdienstinformationen über potenzielle iranische Ziele vor Vertretern des Pentagon, der CIA und des Weißen Hauses ausgebreitet. Man stelle sich das vor: Ein ausländischer Militäroffizier marschiert in amerikanische Sicherheitsbehörden und erklärt, wo die Bomben fallen sollen. Die Dreistigkeit dieser Vorgehensweise ist bemerkenswert – und sie wirft fundamentale Fragen über die Souveränität amerikanischer Außenpolitik auf.

Bereits während des kurzen Iran-Israel-Konflikts im vergangenen Sommer sollen israelische Soldaten regelrecht in Besprechungen des US-Militärs geplatzt sein, um Forderungen zu stellen und amerikanischen Offizieren Anweisungen zu erteilen. Die Pentagon-Beamten hätten schweigend danebengestanden. Ein verstörendes Bild, das die Frage aufwirft, wer hier eigentlich wen führt.

Saudi-Arabien als unerwarteter Bremser

Während Israel auf Eskalation drängt, versuchen die Saudis einen gänzlich anderen Kurs zu fahren. Verteidigungsminister Prinz Khalid bin Salman, Bruder des mächtigen Kronprinzen Mohammed bin Salman, wird noch diese Woche mit Außenminister Marco Rubio und Trump-Gesandtem Steve Witkoff zusammentreffen. Die saudische Botschaft ist unmissverständlich: Kein Krieg in der Nachbarschaft.

Gemeinsam mit den Vereinigten Arabischen Emiraten hat Riad dem Pentagon bereits untersagt, seinen Luftraum für etwaige Angriffe zu nutzen. Eine bemerkenswerte Entwicklung, bedenkt man die traditionell enge Sicherheitspartnerschaft zwischen Washington und den Golfstaaten. Die Saudis wissen offenbar besser als mancher amerikanische Stratege, was ein Flächenbrand in der Region für ihre eigene Stabilität bedeuten würde.

Irans unmissverständliche Warnung

Teheran lässt derweil keinen Zweifel an seiner Entschlossenheit. Ali Shamkhani, ein enger Berater des obersten Führers, formulierte es mit erschreckender Klarheit:

„Ein ‚begrenzter Schlag' ist eine Illusion. Jede militärische Aktion der USA – von welchem Ursprung und auf welcher Ebene auch immer – wird als Kriegshandlung betrachtet. Die Antwort wird sofort, umfassend und beispiellos sein und das Herz von Tel Aviv sowie alle Unterstützer des Aggressors treffen."

Diese Worte sollte man nicht als bloße Rhetorik abtun. Der Iran verfügt über ein beträchtliches Raketenarsenal und hat im vergangenen Juni bewiesen, dass er bereit ist, es einzusetzen. Israel musste damals einen erheblichen Teil seiner Raketenabwehrbestände aufbrauchen – ein Umstand, der die israelische Nervosität erklären dürfte.

Die absurde Logik der „Verhandlungen"

Was Washington als Diplomatie verkauft, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Farce. Die amerikanische Forderung lautet im Kern: Der Iran soll auf jegliche Raketenfähigkeit verzichten, die Israel erreichen könnte. Israel hingegen darf sein komplettes Arsenal behalten – einschließlich der Atomwaffen, von deren Existenz die ganze Welt weiß, die aber offiziell nicht existieren.

Mit anderen Worten: Washington verlangt einseitige Abrüstung, die den Iran wehrlos gegen israelische Luft- und Raketenangriffe machen würde. Totale Kapitulation – oder Krieg. Dass Teheran unter diesen Bedingungen nicht verhandeln will, überrascht niemanden mit einem Funken Verstand.

Das wandernde Kriegsmotiv

Besonders aufschlussreich ist die Beobachtung, wie sich die Begründungen für einen möglichen Militärschlag ständig verschieben. Noch im vergangenen Sommer prahlte Trump damit, das iranische Atomprogramm sei durch amerikanische Angriffe „ausgelöscht" worden. Nun ist plötzlich wieder von einer nuklearen Bedrohung die Rede, weil der Iran seine Anlagen angeblich tiefer unter der Erde wiederaufbaut.

Außenminister Rubio sprach vor dem Senat davon, die USA müssten „präventiv verhindern", dass der Iran amerikanische Streitkräfte in der Region angreift. Eine interessante Verdrehung der Kriegslogik: Man muss angreifen, um einen Angriff zu verhindern, der noch gar nicht stattgefunden hat. Wer sich an die Rechtfertigungen für den Irak-Krieg erinnert, dem dürfte dieses Muster bekannt vorkommen.

Die Lehren aus Irak, Libyen und Syrien

„Free Iran" bedeutet exakt das, was „Free Iraq", „Free Libya" und „Free Syria" bedeuteten – nämlich von den USA orchestrierte Zerstörung. Diese nüchterne Analyse eines Kommentators trifft den Kern der Sache. Die Geschichte der amerikanischen „Befreiungskriege" im Nahen Osten ist eine Geschichte von Chaos, Leid und gescheiterten Staaten.

Der Irak liegt nach über zwei Jahrzehnten noch immer in Trümmern. Libyen ist ein failed state mit rivalisierenden Milizen. Syrien wurde zum Schlachtfeld internationaler Mächte. Und nun soll der Iran an der Reihe sein? Die Vorstellung, ein Land mit 85 Millionen Einwohnern, einer jahrtausendealten Zivilisation und erheblichen militärischen Fähigkeiten ließe sich einfach „befreien", zeugt von einer erschreckenden Realitätsferne.

Was bedeutet das für Deutschland und Europa?

Ein Krieg gegen den Iran würde unweigerlich auch Europa treffen. Flüchtlingsströme, explodierende Energiepreise, terroristische Vergeltungsschläge – die Konsequenzen wären unabsehbar. Umso wichtiger wäre es, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz eine eigenständige Position entwickelt, statt blind der amerikanischen Linie zu folgen.

Doch angesichts der traditionellen Nibelungentreue deutscher Außenpolitik gegenüber Washington darf man skeptisch sein. Die Ampel-Koalition hat es versäumt, deutsche Interessen im Nahen Osten zu definieren. Ob die Große Koalition es besser macht, bleibt abzuwarten.

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und drohender Konflikte erweist sich einmal mehr die Bedeutung von physischen Edelmetallen als Vermögenssicherung. Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als Krisenwährung bewährt – unabhängig davon, welche Kriege geführt und welche Währungen entwertet wurden. Eine Beimischung zum Portfolio erscheint angesichts der aktuellen Weltlage mehr als ratsam.

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