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Kettner Edelmetalle
11.03.2026
11:44 Uhr

Krieg am Persischen Golf: Iran pumpt Millionen Barrel Öl nach China – und der Westen schaut zu

Während die Straße von Hormus, jene schmale Wasserader, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gastransports fließt, unter dem Donner des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran praktisch zum Erliegen gekommen ist, vollzieht sich im Schatten der Eskalation ein bemerkenswertes Schauspiel: Teheran verschifft weiterhin in großem Stil Rohöl – und der einzige Abnehmer ist Peking.

11,7 Millionen Barrel seit Kriegsbeginn – alle für China

Seit dem Ausbruch der Kampfhandlungen am 28. Februar sollen mindestens 11,7 Millionen Barrel iranisches Rohöl durch die umkämpfte Meerenge transportiert worden sein. Sämtliche Lieferungen hätten China als Ziel gehabt, wie die Analysefirma TankerTrackers unter Berufung auf Satellitenbilder mitteilte. Der Datenanbieter Kpler schätzt die Menge sogar auf rund 12 Millionen Barrel. Drei der sechs seit Kriegsbeginn per Satellit erfassten Tanker seien unter iranischer Flagge gefahren.

Was diese Zahlen besonders brisant macht: Viele Schiffe haben ihre Ortungssysteme abgeschaltet – im Fachjargon spricht man davon, dass sie „dunkel geworden" sind. Kein Wunder, denn Teheran hatte unverhohlen gedroht, jedes Schiff anzugreifen, das die Meerenge zu passieren versuche. Weniger als zwei Wochen nach Kriegsbeginn wurden bereits zehn Schiffe in oder nahe der Straße von Hormus attackiert, wobei mindestens sieben Seeleute ums Leben kamen.

Trumps markige Worte und die bittere Realität

US-Präsident Donald Trump zeigte sich von der Blockade wenig beeindruckt und forderte die Besatzungen gestrandeter Schiffe auf, „etwas Mut zu zeigen" und die Passage zu erzwingen. „Es gibt nichts zu befürchten, sie haben keine Marine, wir haben alle ihre Schiffe versenkt", erklärte Trump in einem Interview. Tatsächlich meldeten US-Streitkräfte die Versenkung von 16 iranischen Minenlegern. Doch die Realität auf dem Wasser zeichnet ein anderes Bild: Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist auf ein Rinnsal zusammengeschrumpft.

Während Trump also mit der Faust auf den Tisch schlägt, baut China in aller Stille seine strategischen Reserven aus. In den ersten beiden Monaten des Jahres stiegen Pekings Rohölimporte um satte 15,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die iranischen Rohölverladungen erreichten in der Woche vom 16. Februar sogar einen Rekordwert von 3,78 Millionen Barrel pro Tag – mehr als das Doppelte des üblichen Wochendurchschnitts.

Chinas strategische Vorratshaltung: 1,2 Milliarden Barrel in der Hinterhand

Die Volksrepublik hat über Jahre hinweg gewaltige Ölvorräte aufgebaut. Schätzungen zufolge lagerten im Januar rund 1,2 Milliarden Barrel in chinesischen Speichern – genug, um die Nachfrage drei bis vier Monate lang zu decken. Diese Bevorratung gewann in diesem Jahr zusätzlich an Dringlichkeit, nachdem Trump zwei von Pekings wichtigsten Lieferquellen ins Visier nahm: Venezuela und den Iran. Die Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro durch einen US-Militärschlag zu Jahresbeginn und die Tötung des iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei im Zuge des Krieges haben die geopolitische Landschaft fundamental verändert.

Jask-Terminal: Teherans Plan B mit Schönheitsfehlern

Bemerkenswert ist auch, dass der Iran begonnen hat, das Jask-Ölterminal am Golf von Oman wieder zu nutzen – südlich der Straße von Hormus gelegen und damit die einzige iranische Exportmöglichkeit, die die umkämpfte Meerenge vollständig umgeht. Ein iranischer Tanker wurde dort beim Laden von zwei Millionen Barrel Rohöl beobachtet – erst das fünfte Mal in fünf Jahren, dass diese Anlage überhaupt genutzt wurde.

Doch die Euphorie über diesen alternativen Exportweg dürfte sich in Grenzen halten. Das Beladen eines einzigen Supertankers der VLCC-Klasse dauert in Jask bis zu zehn Tage – verglichen mit ein bis zwei Tagen auf der Insel Kharg, Irans Hauptexportterminal. „Es hat einen guten Propagandawert für den Inlandsgebrauch, aber logistisch bringt es wenig", so die nüchterne Einschätzung von Branchenexperten. Dennoch signalisiere die Wiederaufnahme der Aktivitäten in Jask, dass Teheran aktiv nach Alternativen zur Straße von Hormus suche.

Ölpreis-Explosion und die Angst vor dem Versorgungsschock

Die Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte sind bereits dramatisch spürbar. Der Ölpreis schoss am Montag auf fast 120 Dollar pro Barrel – ein Niveau, das seit vier Jahren nicht mehr erreicht wurde. Mehrere Öl produzierende Staaten am Persischen Golf haben ihre Förderung gedrosselt, während der Verkehr durch die Straße von Hormus praktisch zum Stillstand gekommen ist. Die G7-Staaten erwägen offenbar die größte koordinierte Freigabe strategischer Ölreserven in der Geschichte.

Zwar haben sich die Preise zuletzt etwas beruhigt – US-Rohöl der Sorte WTI notierte bei rund 84,90 Dollar, die Nordseesorte Brent bei 88,90 Dollar pro Barrel. Doch die Lage bleibt hochexplosiv. Der Krieg im Nahen Osten zeigt keinerlei Anzeichen einer Entspannung, und die Spannungen rund um die Straße von Hormus halten die globalen Energiemärkte in Atem.

Was bedeutet das für den deutschen Bürger?

Für Deutschland, das ohnehin unter einer verfehlten Energiepolitik der vergangenen Jahre leidet, sind diese Entwicklungen ein weiterer Weckruf. Während China strategisch vorsorgt und seine Energieversorgung mit kühlem Kalkül absichert, hat sich die Bundesrepublik durch den überhasteten Ausstieg aus der Kernenergie und die ideologiegetriebene „Energiewende" in eine Position der Verwundbarkeit manövriert. Steigende Ölpreise treffen deutsche Verbraucher und Unternehmen mit voller Wucht – an der Zapfsäule, bei den Heizkosten und in der industriellen Produktion.

Die geopolitischen Verwerfungen am Persischen Golf verdeutlichen einmal mehr, wie fragil die globalen Lieferketten sind und wie wenig Kontrolle Europa über seine Energieversorgung hat. In Zeiten solcher Unsicherheit suchen viele Anleger Zuflucht in physischen Edelmetallen wie Gold und Silber, die seit Jahrtausenden als Krisenwährung dienen und keinem Gegenparteirisiko unterliegen. Als Beimischung in einem breit diversifizierten Portfolio können sie einen wertvollen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten – gerade wenn geopolitische Krisen die Märkte erschüttern.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Konsultation eines unabhängigen Finanzberaters getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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