
Krieg am Golf: 17 Tage Bombardement und kein Ende in Sicht

Der Nahe Osten versinkt im Chaos. Seit nunmehr 17 Tagen tobt ein Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran, der mit jedem Tag an Brutalität zunimmt und die gesamte Region in einen Flächenbrand zu verwandeln droht. Während westliche Medien den Nebel der Propaganda kaum zu durchdringen vermögen, zeichnet sich ein Bild ab, das an die dunkelsten Kapitel der jüngeren Kriegsgeschichte erinnert.
Die Straße von Hormus: Völkerrecht als Spielball der Mächtigen
Besonders aufschlussreich ist die Debatte um die Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran. Was in westlichen Medien reflexartig als „illegale Blockade" gebrandmarkt wird, erweist sich bei nüchterner juristischer Betrachtung als weitaus komplexer. Der Iran hat das UN-Seerechtsübereinkommen (UNCLOS) von 1982 zwar unterzeichnet, jedoch nie ratifiziert. Bei der Unterzeichnung habe Teheran ausdrücklich erklärt, das Transit-Passage-Regime nur gegenüber Staaten anzuwenden, die UNCLOS selbst ratifiziert hätten. Damit sei der Iran vertraglich nicht an UNCLOS gebunden.
Das Genfer Übereinkommen über das Küstenmeer von 1958, das der Iran tatsächlich ratifiziert hat, sehe lediglich ein Recht auf „unschädliche Durchfahrt" vor – ein deutlich schwächeres Instrument als das UNCLOS-Transit-Passage-Regime. Die Durchfahrt müsse „unschädlich" sein und dürfe den Frieden, die Ordnung oder die Sicherheit des Küstenstaats nicht gefährden. Mit anderen Worten: Der Iran verstößt nach dieser Lesart gegen keine Verträge, wenn er die Meerenge für Schiffe feindlich gesinnter Staaten sperrt.
Die Doppelmoral des Westens offenbart sich hier in geradezu grotesker Weise. Dieselben Regierungen, die ukrainische Angriffe auf russische Tanker in internationalen Gewässern als legitim erachten, verurteilen nun das iranische Vorgehen in den eigenen Hoheitsgewässern. Man fragt sich unwillkürlich: Gilt das Völkerrecht nur dann, wenn es den eigenen geopolitischen Interessen dient?
Eskalation auf allen Fronten
Die militärische Lage hat sich seit dem 15. März 2026 weiter dramatisch verschärft. Der Iran habe erstmals im aktuellen Konflikt eine Sejjil-Ballistikrakete auf Israel abgefeuert. Einschläge seien in Ramla, Ramat Gan, Bnei Brak und Tel Aviv gemeldet worden, wo ein Sprengkopf ein Wohnhaus getroffen und mindestens zwei Personen verletzt habe. Die israelische Armee habe ihrerseits mit Luftangriffen auf iranische Ziele in den Provinzen Khuzestan, Hormozgan und nahe Teheran reagiert.
Besonders beunruhigend: Bei den nächtlichen Bombardements sei unter anderem eine Einrichtung des Roten Halbmonds beschädigt worden. Angriffe auf medizinische Einrichtungen – ein Muster, das bereits aus dem Gaza-Konflikt bekannt ist und das nach humanitärem Völkerrecht eindeutig als Kriegsverbrechen einzustufen wäre. Doch wer klagt an, wenn die Ankläger selbst die Bomben werfen?
Iranische Drohnen- und Raketenangriffe richteten sich derweil gegen US-Interessen in den Golfstaaten. In Dubai habe ein Drohnenangriff auf einen Treibstofftank ein Feuer ausgelöst, der Flughafen musste vorübergehend Flüge umleiten. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien hätten Dutzende Geschosse abgefangen – wie viele ihr Ziel erreichten, werde bezeichnenderweise nicht berichtet.
Spanien zieht Konsequenzen – Deutschland schweigt
Während Spanien seine Spezialkräfte vorsorglich aus dem Irak abzog und sich klar gegen den Irankrieg positionierte, sucht man eine vergleichbar souveräne Haltung der deutschen Bundesregierung vergeblich. Unter Friedrich Merz scheint Berlin einmal mehr dem transatlantischen Reflex zu folgen, statt eigenständige außenpolitische Akzente zu setzen. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das ohnehin schon die Schuldenlast künftiger Generationen ins Unermessliche treibt, dürfte durch die Auswirkungen dieses Konflikts auf die Energiepreise noch schwerer wiegen als bisher angenommen.
Der Irak zwischen den Fronten
Eine bemerkenswerte Rolle spielt der Irak. Der irakische Premierminister Mohammed Shia' al-Sudani habe nach einem iranischen Angriff auf die US-Botschaft in Bagdad klargestellt, dass der Irak kein Recht auf Vergeltung habe, da ein Angriff auf eine Botschaft nach internationalem Recht als direkter Angriff auf das vertretene Land gelte. Eine diplomatisch geschickte Positionierung, die zeigt, dass sich Bagdad nicht in einen Krieg gegen den Nachbarn Iran hineinziehen lassen will.
Die historischen Parallelen sind dabei kaum zu übersehen. Nach der US-Invasion 2003 hatte ein breiter irakischer Widerstand die amerikanische Besatzung letztlich politisch unhaltbar gemacht – über 4.000 tote US-Soldaten, Zehntausende Verletzte und immense finanzielle Kosten zwangen Washington schließlich zum Abzug bis Ende 2011. Nun scheint sich ein zweiter Guerillakrieg anzubahnen, der ähnliche Konsequenzen haben könnte.
Der Iran lehnte erneut Gespräche mit den USA über ein Kriegsende ab und erklärte, es sei derzeit keine Verhandlungsgrundlage vorhanden.
Trumps NATO-Appell: Verzweiflung oder Kalkül?
Dass US-Präsident Trump nun NATO-Verbündete und andere Staaten auffordert, Schiffe zur Sicherung der Straße von Hormus zu entsenden, lässt tief blicken. Der Mann, der mit dem Versprechen angetreten war, Amerika aus endlosen Kriegen herauszuführen, bittet nun um militärische Unterstützung für genau einen solchen. Seine Behauptung, der Iran wolle „dringend einen Deal", wurde von Teheran umgehend zurückgewiesen.
Für den deutschen Bürger bedeutet dieser Konflikt vor allem eines: steigende Energiepreise, wachsende Unsicherheit an den Finanzmärkten und die reale Gefahr, durch NATO-Bündnisverpflichtungen in einen Krieg hineingezogen zu werden, der nicht der unsere ist. Die Aktienmärkte dürften weiter unter Druck geraten, während sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als das erweisen, was sie seit Jahrtausenden sind: ein sicherer Hafen in Zeiten des Wahnsinns.
Was bleibt?
17 Tage Krieg, und kein Ende in Sicht. Explosionen über Teheran, Raketen auf Tel Aviv, brennende Treibstofftanks in Dubai. Die Welt schaut zu, wie sich der Nahe Osten in ein Schlachtfeld verwandelt, das an Ausmaß und Brutalität alles zu übertreffen droht, was die Region in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Und Deutschland? Deutschland zahlt – wie immer. Mit Geld, mit Wohlstand, und womöglich bald mit dem Leben seiner Soldaten. Es wäre an der Zeit, dass die Bundesregierung endlich den Mut aufbringt, deutsche Interessen über transatlantische Loyalitäten zu stellen. Doch darauf zu hoffen, gleicht wohl dem Warten auf Godot.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keinerlei Haftung. Wir empfehlen, sich im Zweifelsfall von einem qualifizierten Finanzberater beraten zu lassen.

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