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13.05.2026
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Kretschmanns Corona-Beichte, die keine ist: „Habe mir nichts vorzuwerfen"

Kretschmanns Corona-Beichte, die keine ist: „Habe mir nichts vorzuwerfen"

Es gibt Momente im politischen Leben, die offenbaren mehr über den Charakter eines Mannes als ganze Wahlkampfreden. Der Auftritt von Winfried Kretschmann bei Markus Lanz war ein solcher Moment. Der scheidende grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg, der nach fünfzehn Jahren im Amt am Mittwoch von seinem Parteifreund Cem Özdemir abgelöst werden soll, nutzte die Bühne des öffentlich-rechtlichen Fernsehens nicht etwa zu einer ehrlichen Bilanz – sondern zu einer trotzigen Verteidigung der wohl umstrittensten Politik der jüngeren deutschen Geschichte.

„Da habe ich mir echt nichts vorzuwerfen"

Mit einer Selbstgewissheit, die an Verstocktheit grenzt, wies Kretschmann jede Forderung nach Entschuldigung zurück. Er werde, so klagte er beinahe, „oft aufgefordert" sich zu entschuldigen. Doch davon könne keine Rede sein: In der damaligen Lage habe er richtig gehandelt. Punkt. Allenfalls die nachgeschobene Floskel „Hinterher ist man immer schlauer" gestand er sich zu – jene Allzweckwaffe, mit der politisch Verantwortliche jede unbequeme Aufarbeitung im Keim ersticken.

Dabei war es ausgerechnet Kretschmann, der gemeinsam mit dem damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in einem aufsehenerregenden FAZ-Gastbeitrag eine allgemeine Impfpflicht für sämtliche Bürger gefordert hatte. Heute räumt er ein, dass dieser Artikel bereits „nach drei Wochen" falsch gewesen sei – weil die Impfstoffe eben doch nicht so wirkten, wie man der Bevölkerung versprochen hatte. Eine bemerkenswerte Konstruktion: Falsch lag man demnach nicht aus moralischen, sondern aus rein technischen Gründen.

Die Schuldigen sitzen woanders

Besonders aufschlussreich wurde es, als Lanz die naheliegende Frage stellte, ob sich die Gesellschaft in der Corona-Zeit irgendwie verloren habe. Statt eines selbstkritischen Eingeständnisses richtete Kretschmann den Finger reflexartig auf andere: Die Schuld an den gesellschaftlichen Verwerfungen trügen vor allem die Maßnahmengegner. „Verschwörungserzählungen" hätten sich ausgebreitet, sogar in Kreisen, die er „selber für völlig undenkbar gehalten" habe. Mit anderen Worten: Nicht die Politik, die das Land in einen Ausnahmezustand versetzte, Schulkinder isolierte, Existenzen vernichtete und Ungeimpfte aus weiten Teilen des öffentlichen Lebens ausschloss, sei das Problem gewesen – sondern jene Bürger, die sich diesem Regime widersetzten.

Der wohltuende Kontrast

Wie anders klang da der ebenfalls in der Sendung anwesende ehemalige niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil. Der SPD-Politiker, selbst nicht zimperlich in der damaligen Debatte, fand zumindest Ansätze von Selbstkritik. Manches von dem, was er damals gesagt habe, würde er heute nicht mehr so sagen, gestand Weil. „Ne, das war nicht richtig." Ein Satz, der bei Kretschmann offenbar nicht über die Lippen kommen will. Auch die Funke-Journalistin Melanie Amann zeigte sich sichtlich irritiert über die kompromisslose Haltung des Grünen-Politikers und konfrontierte ihn mit der Notwendigkeit eines kommunikativ angemessenen Umgangs mit den damaligen Spannungen. Kretschmann widersprach: Man habe „ganz andere Ängste" gehabt. Die Pandemie habe eben nicht nur aus „Kollateralschäden" bestanden.

Die Hybris der Unfehlbarkeit

Doch genau hier liegt der Skandal: Wer von „Kollateralschäden" spricht, hat den Maßstab längst verloren. Hinter diesem sterilen Begriff verbergen sich zerstörte Kinderzimmer, einsam verstorbene Großeltern hinter Plexiglasscheiben, ruinierte Mittelständler, traumatisierte Schüler, gespaltene Familien, beendete Freundschaften – und eine Bevölkerung, die noch heute mit den psychischen und sozialen Folgen jener Jahre kämpft. Eine echte Aufarbeitung dieser Phase steht in Deutschland noch immer aus. Während andere Länder Untersuchungsausschüsse einsetzten und Verantwortliche Fehler einräumten, regiert hierzulande das Schweigen – oder im Falle Kretschmanns: der trotzige Selbstfreispruch.

Es passt ins Bild einer politischen Klasse, die sich selbst nicht mehr als dienend, sondern als unfehlbar versteht. Dass ausgerechnet ein Vertreter jener Partei, die wie keine zweite den moralischen Zeigefinger für sich gepachtet hat, nun nicht in der Lage ist, auch nur ein leises Bedauern zu artikulieren, ist symptomatisch. Die Grünen verlassen die Regierungsverantwortung in Baden-Württemberg – und mit Kretschmann geht ein Mann, der lieber als Märtyrer einer angeblich alternativlosen Politik in die Geschichte eingehen will, statt als jemand, der menschliche Größe gezeigt hätte.

Was bleibt für die Bürger?

Die Lehre aus diesem Auftritt ist bitter, aber wichtig: Wer auf eine späte Einsicht der politisch Verantwortlichen wartet, wartet vergebens. Die Aufarbeitung muss von den Bürgern selbst eingefordert werden – durch unabhängige Untersuchungen, durch eine kritische Öffentlichkeit, durch politischen Druck an der Wahlurne. Die Ereignisse jener Jahre haben gezeigt, wie schnell Grundrechte zur Verhandlungsmasse werden können, wenn der politische Wille fehlt, sie zu verteidigen. Sie haben auch gezeigt, wie wichtig es ist, sich nicht ausschließlich auf staatliche Institutionen oder auf das Wohlwollen von Regierungen zu verlassen.

Genau deshalb erinnern uns die vergangenen Jahre daran, wie wertvoll persönliche Unabhängigkeit ist – sei es in geistiger, finanzieller oder materieller Hinsicht. Wer sein Vermögen breit aufstellt und einen Teil davon in krisenfeste Werte wie physische Edelmetalle investiert, schafft sich einen Anker, der unabhängig von politischen Stimmungslagen und staatlichen Eingriffen Bestand hat. Gold und Silber kennen keine Lockdowns, keine Sondersitzungen und keine politischen Selbstgerechtigkeiten.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung der Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wieder. Anlageentscheidungen sollten stets eigenverantwortlich und gegebenenfalls nach Konsultation eines qualifizierten Beraters getroffen werden.

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