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Kettner Edelmetalle
24.02.2026
19:37 Uhr

Körperschaftsteuer bricht um 79 Prozent ein: Deutschlands Haushalt wankt bedenklich

Es sind Zahlen, die selbst hartgesottene Finanzexperten zusammenzucken lassen: Die Einnahmen des Bundes aus der Körperschaftsteuer sind im Januar 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um erschreckende 79 Prozent eingebrochen – auf klägliche 181 Millionen Euro. Was der jüngste Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums offenbart, ist nichts weniger als ein Alarmsignal für den Zustand der deutschen Wirtschaft und die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen.

Die Industrie schwächelt – und der Fiskus blutet

Die Ursachen für diesen dramatischen Rückgang sind vielschichtig, aber im Kern erschreckend simpel: Deutsche Unternehmen verdienen schlicht weniger Geld. Laut Bundesfinanzministerium seien die Nachzahlungen gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich zurückgegangen, während die Erstattungen zunahmen. Doch das ist nur die buchhalterische Oberfläche. Dahinter verbirgt sich eine tiefgreifende strukturelle Krise der deutschen Industrie, die seit Jahren an Wettbewerbsfähigkeit verliert – und die politische Klasse in Berlin scheint diesem Niedergang weitgehend tatenlos zuzusehen.

Bundeskanzler Friedrich Merz, der einst mit dem Versprechen angetreten war, keine neuen Schulden zu machen, steht nun vor einem Dilemma monumentalen Ausmaßes. Auf der einen Seite ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen, das Generationen von Steuerzahlern belasten wird. Auf der anderen Seite wegbrechende Steuereinnahmen. Wie soll diese Gleichung jemals aufgehen?

Experten uneins – doch die Warnsignale sind unübersehbar

Kristina van Deuverden vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mahnt zwar zur Vorsicht bei vorschnellen Schlüssen. Der Januar sei kein aussagekräftiger Steuermonat, die großen Zahlungseingänge kämen erst im März, Juni, September und Dezember. Die aktuellen Zahlen bildeten im Wesentlichen die Vergangenheit ab – die Jahre 2022 bis 2024. Man solle ein einzelnes Januarergebnis „auf keinen Fall überinterpretieren".

Doch selbst sie räumt ein, dass eine deutlich schwächere Entwicklung „natürlich immer ein Problem für die Finanzplanungen von Bund und Ländern" darstelle. Beide Ebenen sind jeweils zur Hälfte an der Körperschaftsteuer beteiligt – der Einbruch trifft also nicht nur Berlin, sondern auch die ohnehin klammen Länderhaushalte.

„Keine Besserung in Sicht" – Ökonom zeichnet düsteres Bild

Weitaus schärfer fällt die Analyse von Gunther Schnabl aus, Direktor des Flossbach von Storch Research Institute. Seine Diagnose liest sich wie ein wirtschaftspolitisches Armutszeugnis für Deutschland: Die Lohnstückkosten seien stark angestiegen und hätten die internationale Wettbewerbsfähigkeit untergraben. Hohe Steuer- und Abgabenlasten, eine erdrückende Regulierungsdichte, US-Zölle und eine schwächelnde Nachfrage aus China und Europa – all das zusammen ergebe einen toxischen Cocktail für die deutsche Wirtschaft.

„Deutschland hat kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem."

Dieser Satz Schnabls trifft den Nagel auf den Kopf. Seit 2008 seien die Einnahmen von Fiskus und Sozialkassen zwar kräftig gestiegen – die Ausgaben jedoch noch stärker. Der aufgeblähte Staatsapparat, die ausufernden Sozialausgaben, die ideologiegetriebene Regulierungswut bei Umwelt- und Sozialfragen: All das frisst die Substanz der deutschen Volkswirtschaft auf. Der Staatskonsum verdränge die Unternehmensinvestitionen als Wachstumsmotor, warnt Schnabl – und zieht einen Vergleich, der aufrütteln sollte: Die Situation erinnere „stark an Japan", wo selbst eine Staatsverschuldung von 235 Prozent des Bruttoinlandsprodukts keine nachhaltige Besserung gebracht habe.

Drei Jahrzehnte wirtschaftspolitisches Versagen

Schnabl identifiziert drei fundamentale wirtschaftspolitische Fehler seit 2008: eine zu expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, eine massive Ausweitung staatlicher Ausgabenverpflichtungen – insbesondere im Sozialbereich und beim Ausbau des öffentlichen Sektors – sowie eine immer weiter verschärfte Regulierung. Wer ehrlich ist, muss zugeben: Diese Fehler wurden nicht von einer einzelnen Regierung begangen, sondern von einer politischen Klasse, die sich über Parteigrenzen hinweg dem Wachstum des Staates verschrieben hat, statt den Bürger und die Wirtschaft zu entlasten.

Die Lösung, die Schnabl vorschlägt, klingt so einfach wie sie politisch unbequem ist: Der Staat müsse sich aus der Wirtschaft zurückziehen, grundlegende Reformen seien unabdingbar. Doch wer glaubt ernsthaft daran, dass eine Große Koalition aus CDU/CSU und SPD – jene Parteien also, die den Staat in den vergangenen Jahrzehnten systematisch aufgebläht haben – nun den Mut zu echten Strukturreformen aufbringt?

Das Sondervermögen als Rettungsanker? Ein frommer Wunsch

Van Deuverden vom DIW deutet an, das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der Merz-Regierung könnte sich stützend auf die Konjunktur auswirken. Doch seien wir ehrlich: Schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme sind nichts anderes als eine Hypothek auf die Zukunft. Sie mögen kurzfristig Wachstumsimpulse setzen, doch die Zinslast wird den Bundeshaushalt auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte belasten. Und wenn gleichzeitig die Steuereinnahmen wegbrechen, weil die Wirtschaft nicht in Schwung kommt, dann droht eine fiskalische Abwärtsspirale, aus der es kein leichtes Entkommen gibt.

Die Bürger dieses Landes sollten sich keine Illusionen machen: Was sich hier abzeichnet, ist das Ergebnis jahrelanger politischer Fehlsteuerung. Einer Politik, die lieber Geld umverteilt als Wohlstand zu schaffen. Die lieber reguliert als zu liberalisieren. Die lieber neue Schulden aufnimmt, als den Mut zu echten Reformen aufzubringen. Der Einbruch der Körperschaftsteuer ist nur ein Symptom – die Krankheit sitzt tiefer.

Edelmetalle als Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten

In einem Umfeld, in dem die Staatsverschuldung explodiert, die Steuereinnahmen einbrechen und die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands von Unsicherheit geprägt ist, gewinnen physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Instrument der Vermögenssicherung zunehmend an Bedeutung. Wer sein Vermögen vor den Folgen einer möglichen fiskalischen Krise und der schleichenden Geldentwertung schützen möchte, sollte eine Beimischung physischer Edelmetalle in einem breit gestreuten Anlageportfolio ernsthaft in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keine Haftung für individuelle Anlageentscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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