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Kettner Edelmetalle
09.02.2026
15:06 Uhr

Königshaus in der Bredouille: Epstein-Skandal entlarvt die wahren Kosten der britischen Monarchie

Was passiert, wenn jahrhundertealte Privilegien auf die harte Realität moderner Transparenzforderungen treffen? Der Fall des in Ungnade gefallenen Andrew Mountbatten-Windsor – einst als Prinz Andrew bekannt – liefert darauf eine ebenso ernüchternde wie aufschlussreiche Antwort. Die Verbindungen des Königssohns zum verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein erschüttern nicht nur das Ansehen der Krone, sondern rücken nun auch die finanzielle Sonderstellung des britischen Königshauses ins grelle Scheinwerferlicht der parlamentarischen Kontrolle.

Spottmiete für ein 30-Zimmer-Anwesen – auf Kosten der Steuerzahler

Es klingt wie ein schlechter Witz, ist aber bittere Realität: Andrew und seine Ex-Frau Sarah Ferguson sollen über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg eine geradezu lächerlich niedrige Miete für die Royal Lodge gezahlt haben – ein imposantes 30-Zimmer-Anwesen auf dem Gelände von Schloss Windsor. Dieses Gelände gehört zum britischen Krongut, einem Unternehmen, dessen sämtliche Einnahmen dem Staatshaushalt zugutekommen. Jeder Pfennig, der hier zu wenig eingenommen wird, fehlt also letztlich dem britischen Steuerzahler.

Genau diese Erkenntnis hat nun den Finanzkontrollausschuss des Parlaments auf den Plan gerufen. Der Ausschussvorsitzende Geoffrey Clifton-Brown formulierte seine Bedenken in einem Brief an das Krongut unmissverständlich: Die Abgeordneten seien „besorgt" darüber, ob die Mietvereinbarungen tatsächlich das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis erzielt hätten. Eine parlamentarische Untersuchung wurde angekündigt.

Neue Akten, alte Vorwürfe – und ein König unter Zugzwang

Die Vorgeschichte ist bekannt, doch sie wird immer düsterer. König Charles III. hatte seinem Bruder bereits Ende vergangenen Jahres sämtliche Titel und Ehren entzogen – ein beispielloser Schritt in der jüngeren Geschichte der Monarchie. Auslöser waren die posthum veröffentlichten Memoiren des Epstein-Opfers Virginia Giuffre, in denen sie ihren Vorwurf erneuerte, der damalige Prinz Andrew habe sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen, als sie erst 17 Jahre alt gewesen sei.

Doch damit nicht genug. In kürzlich vom US-Justizministerium freigegebenen Akten zum Fall Epstein erhebt ein weiteres Missbrauchsopfer schwere Anschuldigungen: Sie sei 2010 von Epstein nach Großbritannien geschickt worden, um in der Royal Lodge mit Andrew Sex zu haben. Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um zu erkennen, dass hier ein System der Vertuschung und des Privilegienmissbrauchs offengelegt wird, das weit über den Einzelfall hinausreicht.

Umzug nach Sandringham – zu wenig, zu spät

Mittlerweile musste Andrew die Royal Lodge nach über 20 Jahren räumen. Er lebt nun auf dem königlichen Anwesen Sandringham in Norfolk, das sich im Privatbesitz des Königs befindet. Charles III. hat den Umzug seines Bruders aus eigener Tasche bezahlt und kommt auch für dessen Lebenshaltungskosten auf. Doch für den parlamentarischen Finanzkontrollausschuss kommt dieser Schritt viel zu spät. Der Argwohn ist geweckt, die Büchse der Pandora geöffnet.

Eine Grundsatzdebatte über königliche Privilegien

Die Rechtswissenschaftlerin Francesca Jackson von der Universität Lancaster sieht in der angekündigten Untersuchung nichts Geringeres als eine „Verschiebung des verfassungsmäßigen Gleichgewichts zwischen Parlament und Monarchie". Sehr lange sei die Krone jeglicher genaueren Überprüfung entgangen – doch die Zeiten änderten sich.

Und tatsächlich: Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Der staatliche Zuschuss für die Royals, seit 2011 an die Einnahmen des Kronguts gekoppelt, ist von damals 7,9 Millionen Pfund auf mittlerweile stolze 132,1 Millionen Pfund jährlich explodiert. Eine Versechzehnfachung in nur 14 Jahren. Der frühere Parlamentsabgeordnete Norman Baker von den Liberaldemokraten bringt es auf den Punkt: „Man muss kein Monarchie-Gegner sein, um einen solchen Anstieg schamlos zu finden."

Monarchisten halten dagegen, das Krongut habe im vergangenen Jahrzehnt immerhin fünf Milliarden Pfund an das Finanzministerium überwiesen. Royal-Kommentator Richard Fitzwilliams bezeichnet die Monarchie gar als „absolutes Schnäppchen" und verweist auf die unschätzbare „Soft Power" des Königshauses. Ob diese Argumentation angesichts der Epstein-Verstrickungen noch verfängt, darf bezweifelt werden.

Was uns der Fall lehrt – auch diesseits des Ärmelkanals

Der Fall Andrew zeigt exemplarisch, was geschieht, wenn Eliten sich über Jahrzehnte hinweg der demokratischen Kontrolle entziehen können. Es ist ein Lehrstück über Privilegien, die niemand hinterfragt, über Kosten, die stillschweigend auf den Steuerzahler abgewälzt werden, und über eine politische Klasse, die erst dann reagiert, wenn der öffentliche Druck unerträglich wird.

Parallelen zur deutschen Situation drängen sich geradezu auf. Auch hierzulande erleben wir, wie politische Eliten Milliarden an Steuergeldern umverteilen – man denke nur an das jüngst beschlossene 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen –, ohne dass eine echte demokratische Kontrolle stattfindet. Ob königliche Spottmieten in Windsor oder schuldenfinanzierte Infrastrukturpakete in Berlin: Am Ende zahlt immer der Bürger die Zeche. Es wäre an der Zeit, dass Parlamente auf beiden Seiten des Kanals ihre Kontrollfunktion endlich ernst nehmen – bevor die nächste Affäre das Vertrauen in die Institutionen noch weiter untergräbt.

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