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Kettner Edelmetalle
05.02.2026
09:55 Uhr

Kahlschlag bei der Washington Post: Ein Drittel der Redaktion muss gehen

Die einst so stolze „Washington Post", jene Zeitung, die mit der Aufdeckung des Watergate-Skandals Geschichte schrieb, erlebt einen beispiellosen Niedergang. Am Mittwoch verkündete das Traditionsblatt aus der US-Hauptstadt den Abbau von rund 800 Journalistenstellen – ein Drittel der gesamten Belegschaft wird schlichtweg vor die Tür gesetzt. Was für ein Absturz für ein Medium, das einst als Leuchtturm des investigativen Journalismus galt!

Bezos' Prestigeprojekt in der Dauerkrise

Der geschäftsführende Chefredakteur Matt Murray versuchte die bittere Pille in einer internen Mitteilung mit wohlklingenden Phrasen zu vergolden. Von einer „schmerzhaften" Umstrukturierung sprach er, die notwendig sei, um die Zukunft der Zeitung zu sichern. Doch hinter den diplomatischen Worten verbirgt sich eine brutale Realität: Die Washington Post schreibt seit Jahren rote Zahlen, und selbst die tiefen Taschen von Amazon-Gründer Jeff Bezos, der das Blatt 2013 übernahm, scheinen keine dauerhafte Lösung zu bieten.

Besonders hart trifft es die Auslandsberichterstattung. Nach Informationen von AFP müssen die meisten Auslandskorrespondenten ihre Koffer packen. Die Berichterstattung über den Nahen Osten – gerade in Zeiten eskalierender Konflikte zwischen Israel und Iran von enormer Bedeutung – werde drastisch eingeschränkt, wie ein Korrespondent unter dem Schutz der Anonymität verriet.

Glaubwürdigkeit auf dem Spiel

Die hauseigene Gewerkschaft findet deutliche Worte für das Desaster: „Eine Redaktion kann nicht ausgehöhlt werden, ohne dass dies Konsequenzen für ihre Glaubwürdigkeit, ihre Reichweite und ihre Zukunft hat." Eine Warnung, die man ernst nehmen sollte. Denn was bleibt von einer Zeitung, wenn ihre besten Köpfe zur Konkurrenz abwandern?

Bereits 2024 hatte eine erste Umstrukturierung für erhebliche Unruhe gesorgt. Zahlreiche erfahrene Journalisten kehrten dem Blatt den Rücken. Und dann war da noch die denkwürdige Entscheidung, im Präsidentschaftswahlkampf 2024 entgegen aller Tradition keinen Leitartikel zur Unterstützung der demokratischen Kandidatin Kamala Harris zu veröffentlichen. Ein Zeichen der Neutralität? Oder eher ein Symptom der Orientierungslosigkeit?

Ein Symptom der Medienkrise

Der Niedergang der Washington Post ist kein Einzelfall, sondern steht exemplarisch für die tiefgreifende Krise der traditionellen Medienlandschaft. In einer Zeit, in der das Vertrauen der Bevölkerung in etablierte Medien kontinuierlich sinkt, rächt sich offenbar eine jahrelange Vernachlässigung journalistischer Grundtugenden. Statt ausgewogener Berichterstattung dominierten oft ideologische Scheuklappen – und die Leser stimmten mit den Füßen ab.

Auch die Lokalnachrichten, die Sportseiten sowie die Buchbeilage sind von den Kürzungen massiv betroffen. Was einst ein journalistisches Vollsortiment war, wird zum Rumpfbetrieb zusammengestutzt. Die Pulitzer-Preise der Vergangenheit werden die Zukunft nicht retten können.

Ob die verbliebenen Journalisten das Ruder noch herumreißen können, bleibt fraglich. Eines steht jedoch fest: Die goldenen Zeiten der Washington Post, als sie noch Präsidenten zu Fall brachte, gehören endgültig der Vergangenheit an.

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