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Job-Beben bei Metall: 42 Prozent der Betriebe wollen Stellen streichen!

Job-Beben bei Metall: 42 Prozent der Betriebe wollen Stellen streichen!
Symbolbild: KI-generiert

Alarmstufe Rot im Maschinenraum der Republik: 42 Prozent der Unternehmen der deutschen Metall- und Elektroindustrie rechnen damit, in den kommenden sechs Monaten Personal abzubauen. Das geht aus einer Umfrage des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall hervor, die am Freitag, dem 23. Oktober 2026, in Berlin vorgestellt wurde. Fast vier von zehn Betrieben bezeichnen ihre Lage als schlecht.

Ein Branchenriese verliert den Glauben

Die Zahlen lesen sich wie ein Krankenbericht. 39 Prozent der befragten Firmen bewerten ihre Geschäftslage negativ, weitere 40 Prozent nur als befriedigend. Gute Laune? Fehlanzeige.

Und es soll noch schlimmer werden: Jedes fünfte Unternehmen (21 Prozent) rechnet für das kommende Halbjahr mit einer weiteren Verschlechterung. Befragt wurden zwischen dem 7. und 16. Oktober insgesamt 1.461 Unternehmen mit zusammen rund 800.000 Beschäftigten. Eine Stichprobe also, die man kaum als Randnotiz abtun kann.

Dabei ist der Aderlass längst im Gange. Laut offiziellen Daten, auf die sich Gesamtmetall beruft, schrumpft die Beschäftigung in der Branche saisonbereinigt seit 35 Monaten am Stück. Allein binnen eines Jahres gingen bis August rund 94.100 Arbeitsplätze verloren. Seit 2019 summiert sich der Abbau auf fast 350.000 Stellen.

„Inlandsaufträge bedeuten nicht Inlandproduktion“

Besonders bitter ist ein Satz von Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander. Selbst wenn Aufträge aus Deutschland kämen, entstehe die Produktion dafür nicht zwangsläufig hierzulande, warnte er. Seine Formel bringt es auf den Punkt:

„Inlandsaufträge bedeuten nicht Inlandproduktion.“

Niedrigere Personalkosten und bessere Rahmenbedingungen machten Standorte im Ausland für viele Firmen attraktiver, so Zander. Übersetzt heißt das: Deutsches Geld fließt, aber die Fabrikhallen stehen woanders. Wie passend, dass zeitgleich Meldungen über Milliarden-Werke deutscher Konzerne in den USA die Runde machen.

Schon im Frühjahr hatte Zander laut Medienberichten von einer „Deindustrialisierung“ gesprochen und zu hohe Energiekosten, Unternehmenssteuern, Sozialabgaben sowie überbordende Bürokratie beklagt. Seit 2020 investieren die Betriebe dem Verband zufolge weniger in neue Maschinen, als sie abschreiben. Der Maschinenpark veraltet – und mit ihm die Wettbewerbsfähigkeit.

Rüstung als Rettungsanker? Viel zu klein!

Lichtblicke gibt es – aber nur punktuell. Rüstungsindustrie und Gesundheitstechnik profitieren von prall gefüllten Auftragsbüchern. Doch die Rüstungsbranche beschäftigt nach Verbandsangaben lediglich rund 200.000 Menschen. In der gesamten Metall- und Elektroindustrie sind es etwa 3,7 Millionen.

Ein Tropfen auf den heißen Stein also. Und einer, der überwiegend aus Staatskassen gespeist wird. Die Große Koalition unter Friedrich Merz setzt auf schuldenfinanzierte Milliardenprogramme – echte Strukturreformen, die privates Kapital zurück an den Standort locken, lassen aus Sicht vieler Kritiker weiter auf sich warten.

Tarifpoker mit Sprengkraft

Ausgerechnet jetzt laufen die Tarifverhandlungen. Die IG Metall fordert unter anderem fünf Prozent mehr Lohn. Die erste regionale Runde Anfang Oktober endete ohne Ergebnis, kommende Woche wird weiterverhandelt.

Am 31. Oktober endet die Friedenspflicht. Ab November könnte die Gewerkschaft also zu Warnstreiks aufrufen. Ob kräftige Lohnsprünge in einer Branche, die ohnehin schon Produktion ins Ausland verlagert, die Jobs sichern – oder den Exodus eher beschleunigen? Diese Frage dürfte am Verhandlungstisch für reichlich Zündstoff sorgen.

Was bleibt für die Bürger?

Für Millionen Familien geht es um Existenzen, um Eigenheime, um Altersvorsorge. Wenn das industrielle Herz Deutschlands schwächer schlägt, wächst die Unsicherheit. Wer vorsorgen will, setzt sinnvollerweise auf breite Streuung – physisches Gold und Silber können dabei als krisenerprobte Beimischung zur Vermögenssicherung eine Rolle spielen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte eigenständig recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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