
Israelische Luftangriffe erschüttern Beirut: Gezielte Tötung eines Hisbollah-Kommandeurs

Die brüchige Waffenruhe im Libanon scheint endgültig Geschichte zu sein. Am Mittwoch wurde die libanesische Hauptstadt Beirut Schauplatz schwerer israelischer Luftangriffe. Nach Angaben israelischer Offizieller handelte es sich um eine gezielte Operation zur Liquidierung eines hochrangigen Kommandeurs der Hisbollah. Es war der erste Angriff auf Beirut seit fast einem Monat – ein Zeitraum, in dem ein von den USA vermittelter Waffenstillstand zumindest oberflächlich Bestand hatte.
Schlag gegen die Radwan-Einheit
Wie der Sender Al Jazeera berichtet, wurden die südlichen Vororte Beiruts innerhalb weniger Stunden gleich zweimal getroffen. Eine laute Explosion erschütterte das dicht besiedelte Viertel Haret Hreik, wo nach Angaben der nationalen libanesischen Nachrichtenagentur drei Raketen eine Wohnung trafen. Die israelischen Streitkräfte (IDF) bestätigten den Einsatz umgehend und erklärten, das Ziel sei der Kommandeur der sogenannten Radwan-Einheit gewesen – einer Eliteeinheit der Hisbollah.
Verteidigungsminister Israel Katz machte die Mitglieder dieser Truppe für Raketenangriffe auf israelische Ortschaften und Attacken gegen IDF-Soldaten verantwortlich. In einer offiziellen Stellungnahme hieß es sinngemäß, kein Terrorist genieße Immunität und der lange Arm Israels werde jeden Feind erreichen. Premierminister Benjamin Netanjahu bestätigte ferner, dass er den Tötungsbefehl persönlich erteilt habe.
Tiefflüge über der Bekaa-Ebene
Augenzeugen berichteten zudem von israelischen Kampfjets, die in extrem niedriger Höhe über die Bekaa-Ebene flogen – ein traditionelles Rückzugsgebiet der Hisbollah. Die Vorgänge deuten darauf hin, dass sich der Libanon erneut am Rande einer umfassenden Auseinandersetzung zwischen Israel und der schiitischen Miliz befinden könnte. Während im Süden des Landes seit Wochen Gefechte registriert werden, scheint Israel seine Luftoperationen nun wieder auf das gesamte Land auszudehnen.
Historischer Kontext und regionale Sprengkraft
Die aktuelle Eskalation reicht zurück bis zu den Ereignissen vom 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Gaza-Krieg. Die Hisbollah hatte sich damals an der Seite der Hamas an dem Konflikt beteiligt und ihre Angriffe auch im Zuge der jüngsten amerikanisch-israelischen Operation gegen den Iran wieder verstärkt. Beobachter weisen darauf hin, dass der erneute Schlag gegen Beirut zu einem heiklen Zeitpunkt erfolgt: Berichten zufolge nähern sich Washington und Teheran einem möglichen Rahmenabkommen zur Beendigung der Kampfhandlungen am Persischen Golf.
Eine Rückkehr zu massiven Bombardements auf die libanesische Hauptstadt könnte erhebliche Konsequenzen für diese fragile Verhandlungsarchitektur haben. Viele Libanesen, die die Angriffswellen der vergangenen Monate erschöpft erduldet haben, dürften zudem mit wachsendem Unmut auf eine erneute Eskalation reagieren.
Auswirkungen auf die Märkte
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