Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Keine
Meldepflicht
Kettner Edelmetalle
Menü
04.08.2025
07:21 Uhr

Indien und Brasilien trotzen US-Drohungen: Russisches Öl bleibt heiß begehrt

Die Zeiten, in denen Washington mit dem Finger schnippte und die Welt sprang, scheinen endgültig vorbei zu sein. Indien und Brasilien zeigen dem neuen alten US-Präsidenten Donald Trump die kalte Schulter, wenn es um seine Forderungen geht, den Kauf russischen Öls einzustellen. Was für eine Überraschung – souveräne Staaten handeln tatsächlich im eigenen Interesse!

Die Zollkeule als stumpfe Waffe

Trump, der bekanntlich Zölle für das Allheilmittel gegen sämtliche wirtschaftliche Probleme hält, droht nun also Indien und Brasilien mit Strafmaßnahmen. Doch die beiden aufstrebenden Wirtschaftsmächte zeigen sich unbeeindruckt. Lu Xiang, Forscher an der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften, bringt es auf den Punkt: "Trumps Zölle haben verschiedenen Nationen schwere Schläge versetzt; anstatt passiv auf den Untergang zu warten, ist es besser, standhaft zu bleiben, um Verluste zu mindern."

Diese Haltung spiegelt eine fundamentale Verschiebung der globalen Machtverhältnisse wider. Die Zeiten, in denen die USA unilateral die Weltordnung diktierten, neigen sich dem Ende zu. Indien und Brasilien verfolgen eine unabhängige Außenpolitik – ein Konzept, das in Washington offenbar immer noch für Verwirrung sorgt.

Indiens pragmatische Energiepolitik

Besonders pikant ist die Situation für Indien. Als energiehungriges Land mit über 1,4 Milliarden Einwohnern kann es sich schlichtweg nicht leisten, auf kostengünstiges russisches Öl zu verzichten. Qian Feng, Direktor der Forschungsabteilung am National Strategy Institute der Tsinghua-Universität, erklärt die indische Position: Russisches Öl sei nicht nur kostengünstig und von hoher Qualität, sondern sichere auch Indiens wirtschaftliche Entwicklung.

"Jedes Land hat das Recht, seine legitimen Interessen zu wahren, und Brasilien und Indien handeln nach diesem Prinzip, was ihr Streben nach einer unabhängigen Außenpolitik widerspiegelt."

Die Ironie dabei? Washingtons Druckversuche könnten Neu-Delhi sogar dazu veranlassen, noch stärker zu einer Politik des Ausbalancierens zwischen den Großmächten zurückzukehren. Ein klassisches Eigentor der amerikanischen Diplomatie.

Brasiliens selbstbewusste Antwort

Auch Brasilien unter Präsident Lula da Silva zeigt sich kämpferisch. Der brasilianische Staatschef kündigte bereits an, eine Antwort auf die US-Zölle vorzubereiten. "Wir waren immer offen für einen Dialog", schrieb er auf X (ehemals Twitter) – eine höfliche, aber bestimmte Art zu sagen: Mit uns nicht!

Diese Entwicklung ist symptomatisch für eine neue Weltordnung, in der sich Schwellenländer nicht mehr von den traditionellen Hegemonialmächten herumkommandieren lassen. Sie handeln im eigenen nationalen Interesse und lassen sich dabei weder von Drohungen noch von moralischen Appellen beeindrucken.

Die Realität der Energiemärkte

Was Trump und seine Administration offenbar nicht verstehen wollen: Die globalen Energiemärkte folgen ihren eigenen Gesetzen. Indien beispielsweise kauft weder iranisches noch venezolanisches Öl – beides unter US-Sanktionen. Aber russisches Öl? Das ist legal, verfügbar und preiswert. Warum sollte ein Land darauf verzichten, nur um Washington einen Gefallen zu tun?

Die Zeiten, in denen die USA der Welt vorschreiben konnten, mit wem Handel getrieben werden darf und mit wem nicht, sind vorbei. Die multipolare Weltordnung ist keine Zukunftsvision mehr, sondern Realität. Und in dieser Realität müssen sich auch die Vereinigten Staaten daran gewöhnen, dass ihre Wünsche nicht automatisch Befehl sind.

Ein Blick in die Zukunft

Diese Entwicklung sollte auch für deutsche und europäische Politiker eine Lehre sein. Anstatt blind amerikanischen Vorgaben zu folgen und die eigene Wirtschaft durch Sanktionen zu ruinieren, wäre es an der Zeit, eine eigenständigere Außen- und Wirtschaftspolitik zu verfolgen. Indien und Brasilien machen es vor: Nationale Interessen first!

In einer Zeit, in der die deutsche Wirtschaft unter den Folgen der Sanktionspolitik ächzt und die Energiepreise in schwindelerregende Höhen klettern, während sie in den USA nur einen Bruchteil kosten, sollte man sich in Berlin fragen: Wessen Interessen vertreten wir eigentlich? Die Antwort darauf könnte unbequem sein – aber sie ist überfällig.

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Wir betreiben keine Anlageberatung. Jeder Leser ist selbst für seine Anlageentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Investition ausreichend recherchieren.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen