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Kettner Edelmetalle
19.03.2026
10:00 Uhr

Hormus-Blockade würgt deutsche Wirtschaft ab: Chemie, Landwirtschaft und Kliniken vor dem Kollaps

Hormus-Blockade würgt deutsche Wirtschaft ab: Chemie, Landwirtschaft und Kliniken vor dem Kollaps

Was jahrelange Fehlpolitik, explodierende Energiekosten und eine naive Abhängigkeit von globalen Lieferketten angerichtet haben, wird nun durch den Irankrieg in aller Brutalität offengelegt. Die Blockade der Straße von Hormus trifft die deutsche Wirtschaft ins Mark – und zwar dort, wo es am meisten wehtut: bei der Chemie, bei den Bauern und in den Krankenhäusern.

Die Chemiebranche am Abgrund

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) schlägt Alarm. Kritische Rohstoffe wie Ammoniak, Phosphat, Helium und Schwefel gelangen nicht mehr in ausreichenden Mengen nach Europa. Ein Fünftel des weltweiten Ammoniakhandels fließe durch die Straße von Hormus, beim Schwefel seien es sogar 50 Prozent. Die Prognose des VCI für das laufende Jahr 2026 wurde angesichts dieser Entwicklung kurzerhand kassiert. Man könne schlicht keine verlässlichen Vorhersagen mehr treffen.

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup brachte die Lage auf den Punkt: Strategische Planung sei kaum noch möglich, die Unternehmen führen nur noch auf Sicht. Eine Branche, die ohnehin seit Jahren unter den Folgen einer verfehlten Energiepolitik ächzt, wird nun von der geopolitischen Realität eingeholt. Und wer hat diese Abhängigkeit zugelassen? Wer hat es versäumt, Deutschland energiepolitisch unabhängiger zu machen, statt Kernkraftwerke abzuschalten und auf russisches Gas zu setzen?

Besonders brisant: Die Helium-Versorgung

Rund 40 Prozent der weltweit genutzten Heliumbestände stammen aus Katar. Helium ist kein Luxusgut für Luftballons – es wird für MRT-Scanner in Krankenhäusern, für die Halbleiterproduktion und in der Luft- und Raumfahrt dringend benötigt. Fällt diese Versorgung weg oder wird sie auch nur empfindlich gestört, hat das Konsequenzen, die weit über die Chemieindustrie hinausreichen. Die deutsche Hightech-Branche, die ohnehin im internationalen Wettbewerb strauchelt, könnte einen weiteren schweren Schlag erleiden.

BASF dreht an der Preisschraube – Bauern unter Druck

Der Chemiegigant BASF hat bereits reagiert und die Preise für zahlreiche Vorprodukte um mindestens 30 Prozent angehoben. Betroffen seien unter anderem Zulieferungen für die Kosmetikindustrie sowie die Wasch- und Reinigungsmittelproduktion. Hinzu kämen steigende Kosten für Logistik, Verpackungen und Energie. Wohlgemerkt: BASF hatte bis Ende 2025 bereits rund 4.800 Arbeitsplätze abgebaut. Die gesamte Branche hat in den vergangenen vier Jahren etwa ein Zehntel ihrer Produktionskapazitäten stillgelegt. Der Umsatz sank im Vorjahr um 1,4 Prozent auf 219,6 Milliarden Euro.

Doch die Preisexplosion trifft nicht nur die Industrie. Die deutsche Landwirtschaft steht vor einem massiven Problem. In den kommenden vier bis sechs Wochen müsse die Grunddüngung der Felder erfolgen, wie der Bauernverbandspräsident im Landkreis Wittenberg erklärte. Je teurer der Dünger werde, desto sparsamer müssten die Landwirte damit umgehen – mit der Konsequenz geringerer Erträge. Am Ende zahlt der Verbraucher die Zeche: an der Supermarktkasse, beim Bäcker, beim Metzger. Die Inflation, die man gerade erst mühsam einzudämmen versuchte, dürfte durch diese Entwicklung neuen Auftrieb erhalten.

Kliniken droht der Versorgungsengpass

Besonders alarmierend sind die Nachrichten aus dem Gesundheitssektor. Chinesische Chemiekonzerne hätten bereits Lieferverträge für medizinisches Verbrauchsmaterial unter Berufung auf höhere Gewalt aufgelöst. Betroffen seien Einweghandschuhe, Schutzkittel und Drainagen – nach Einschätzung von Brancheninsidern rund 70 Prozent des gesamten klinischen Verbrauchsmaterials. Für die noch verfügbaren Produkte seien Preisaufschläge von 20 bis 30 Prozent zu erwarten.

Noch seien die Lager der deutschen Krankenhäuser gefüllt, heißt es beschwichtigend. Doch wie lange noch? Wer die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie nicht vergessen hat, weiß, wie schnell aus vollen Lagern leere werden können. Damals fehlten plötzlich Masken und Schutzausrüstung – und Deutschland stand blamiert da, weil man die eigene Produktion längst nach Asien verlagert hatte. Hat man aus dieser Lektion gelernt? Offensichtlich nicht.

Ein Déjà-vu der Abhängigkeit

Die aktuelle Krise ist ein Spiegelbild jahrzehntelanger strategischer Kurzsichtigkeit. Erst machte man sich von russischem Gas abhängig, dann von chinesischen Lieferketten, und nun rächt sich die Vernachlässigung eigener Produktionskapazitäten in nahezu jedem kritischen Sektor. Die deutsche Politik hat es über Jahre hinweg versäumt, die wirtschaftliche Souveränität des Landes zu sichern. Stattdessen wurde ideologiegetrieben die Energiewende vorangetrieben, wurden Industriestandorte durch überbordende Bürokratie und horrende Energiekosten ins Ausland vertrieben.

Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz aufgelegt hat, mag für Infrastrukturprojekte gedacht sein – doch was nützt die schönste Brücke, wenn die Fabriken dahinter stillstehen? Die eigentliche Frage lautet: Wann beginnt Deutschland endlich, seine strategischen Abhängigkeiten systematisch abzubauen, anstatt von Krise zu Krise zu stolpern?

Gold und Silber als Fels in der Brandung

In Zeiten wie diesen, in denen geopolitische Verwerfungen die Märkte erschüttern, Lieferketten zusammenbrechen und die Inflation erneut anzuziehen droht, zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Während Aktien schwanken, Währungen an Kaufkraft verlieren und ganze Industriezweige ins Wanken geraten, bieten Gold und Silber das, was sie seit Jahrtausenden bieten: Stabilität und Werterhalt. Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, sollte physische Edelmetalle als unverzichtbaren Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen spiegeln ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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