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23.01.2026
06:43 Uhr

Historisches Dreiertreffen in Abu Dhabi: Kommt jetzt endlich Bewegung in den Ukraine-Konflikt?

Historisches Dreiertreffen in Abu Dhabi: Kommt jetzt endlich Bewegung in den Ukraine-Konflikt?

Was sich noch vor wenigen Monaten kaum jemand vorstellen konnte, wird heute Realität: In den glitzernden Türmen von Abu Dhabi treffen sich erstmals Vertreter der USA, Russlands und der Ukraine an einem Tisch. Ein diplomatischer Paukenschlag, der die Weltpolitik in Atem hält – und gleichzeitig die Frage aufwirft, ob dieser Krieg tatsächlich seinem Ende entgegengeht oder ob es sich lediglich um ein weiteres Kapitel im endlosen Spiel der Großmächte handelt.

Moskau zeigt sich gesprächsbereit – mit Einschränkungen

Nach vierstündigen Gesprächen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem US-Gesandten Steve Witkoff in Moskau verkündete der Kreml seine Teilnahme an den trilateralen Verhandlungen. Der russische Präsidentenberater Juri Uschakow bezeichnete das Treffen als „in jeder Hinsicht nützlich" – eine Formulierung, die in der diplomatischen Sprache Moskaus durchaus als positives Signal gewertet werden darf.

Doch der Kreml wäre nicht der Kreml, wenn er nicht gleichzeitig die Muskeln spielen ließe. Die russischen Streitkräfte würden bis zu einer endgültigen Beilegung des Konflikts „weiter ihre Ziele auf dem Schlachtfeld erzielen", so die unmissverständliche Botschaft aus Moskau. Eine klassische Verhandlungstaktik: Mit der einen Hand den Olivenzweig reichen, mit der anderen das Schwert schwingen.

„Ohne eine Regelung der territorialen Frage ist nicht mit einer langfristigen Lösung zu rechnen."

Diese Aussage Uschakows macht deutlich, worum es Russland im Kern geht: Die Anerkennung der besetzten Gebiete, die mittlerweile rund 20 Prozent des ukrainischen Territoriums umfassen. Der Donbass bleibt der Dreh- und Angelpunkt aller Verhandlungen.

Selenskyj zwischen Hoffnung und Skepsis

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Entsendung einer Delegation in die Emirate, konnte sich dabei jedoch einen seiner typischen Seitenhiebe nicht verkneifen: „Ich hoffe, die Emirate wissen davon", kommentierte er die kurzfristige Ankündigung des Treffens mit kaum verhohlener Ironie. Eine Bemerkung, die zeigt, wie wenig Vertrauen Kiew in die Verlässlichkeit der Verhandlungspartner setzt.

Die Gespräche sollen zwei Tage andauern und finden laut Selenskyj auf „technischer Ebene" statt – ein diplomatischer Terminus, der üblicherweise auf Vertreter niedrigeren Ranges hindeutet. Keine Staatschefs also, sondern Unterhändler, die den Boden für mögliche Gipfeltreffen bereiten sollen.

Die Schlüsselfrage: Sicherheitsgarantien

Wenige Stunden vor den Moskauer Gesprächen hatte Selenskyj nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Davos eine Einigung über Sicherheitsgarantien verkündet. Die entsprechenden Dokumente seien „fast, fast fertig", so der ukrainische Präsident. Großbritannien und Frankreich hätten sich bereit erklärt, Bodentruppen zu entsenden – doch ohne die Vereinigten Staaten, so Selenskyjs unmissverständliche Botschaft, funktioniere keine Sicherheitsgarantie.

Hier zeigt sich das fundamentale Dilemma der Ukraine: Das Land ist existenziell auf westliche Unterstützung angewiesen, muss aber gleichzeitig befürchten, bei einem möglichen Deal zwischen Washington und Moskau unter die Räder zu kommen. Die Geschichte lehrt, dass kleine Nationen in den Verhandlungen der Großmächte selten als gleichberechtigte Partner behandelt werden.

Die Akteure am Verhandlungstisch

Die Zusammensetzung der Delegationen verrät einiges über die Prioritäten der beteiligten Parteien. Russland entsendet mit Igor Kostjukow den Chef des Militärgeheimdienstes GRU – ein Signal, dass Moskau die Gespräche primär unter sicherheitspolitischen Gesichtspunkten betrachtet. Parallel dazu soll ein separates Treffen zu wirtschaftlichen Fragen stattfinden, bei dem der Kreml-Gesandte Kirill Dmitriew mit Witkoff zusammenkommt.

Die amerikanische Seite hatte zuvor neben Witkoff auch Jared Kushner und den Berater des Weißen Hauses, Josh Gruenbaum, nach Moskau entsandt. Vor dem Putin-Treffen hatte Witkoff erklärt, es gebe nur noch „ein einziges Problem" zwischen beiden Seiten – welches dies sei, ließ er allerdings offen. Eine Aussage, die entweder von bemerkenswertem Optimismus oder von diplomatischer Naivität zeugt.

Ein langer Weg ohne Garantie auf Erfolg

Die Hoffnungen auf einen schnellen Durchbruch sollten gedämpft bleiben. Direkte Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine fanden bereits 2022 statt, und auch 2025 trafen sich beide Seiten mehrfach in Istanbul. Das Ergebnis? Lediglich Gefangenenaustausche und die Rückführung sterblicher Überreste – keine substanziellen Fortschritte bei den Kernfragen des Konflikts.

Die territoriale Frage bleibt das größte Hindernis. Kiew warnt davor, dass jede Gebietsabtretung Moskau zu weiteren Aggressionen ermutigen würde. Russland hingegen besteht auf der vollständigen Kontrolle über den Donbass. Zwischen diesen Positionen klafft ein Abgrund, den auch die schillerndste Kulisse Abu Dhabis nicht überbrücken kann.

Dennoch: Dass alle drei Parteien überhaupt an einem Tisch sitzen, ist ein Fortschritt. In der Diplomatie zählt manchmal allein die Tatsache, dass man miteinander spricht. Ob daraus mehr wird als symbolische Gesten und vage Absichtserklärungen, werden die kommenden Tage zeigen. Die Welt schaut nach Abu Dhabi – und hofft auf ein Ende des Blutvergießens, das Europa seit Jahren in Atem hält.

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