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Kettner Edelmetalle
17.12.2025
16:57 Uhr

Historisches Abkommen: USA und Mexiko wollen jahrzehntelange Abwasserkrise am Tijuana-Fluss beenden

Was jahrzehntelang als unlösbares Problem galt, soll nun endlich einer Lösung zugeführt werden. Die Trump-Administration hat mit Mexiko ein wegweisendes Abkommen unterzeichnet, das die katastrophale Abwasserkrise am Tijuana-Fluss beenden soll – eine Krise, die Anwohner auf beiden Seiten der Grenze seit über dreißig Jahren plagt und zu einem regelrechten Gesundheitsnotstand geführt hat.

Ein Fluss als Kloake: Die erschreckende Realität

Der Tijuana-Fluss erstreckt sich über 120 Meilen, wobei der Großteil auf mexikanischem Territorium im Bundesstaat Baja California liegt. Nur die letzten fünf Meilen fließen durch US-amerikanisches Gebiet, bevor der Fluss bei San Diego in den Pazifischen Ozean mündet. Was romantisch klingen mag, ist in Wahrheit ein Albtraum für die Anwohner: Bereits 1993 rief der Stadtrat von San Diego den Notstand aus – wegen der verheerenden Verschmutzung durch Rohabwässer und Industrieabfälle.

Die Situation verschärfte sich dramatisch, als 2015 Mexikos Kläranlage San Antonio de los Buenos zusammenbrach. Seither ergossen sich täglich Millionen Gallonen unbehandelter Abwässer, Müll und Industrieabfälle in den Fluss. Die Anlage war bis Anfang 2025 außer Betrieb – ein Jahrzehnt der Verwahrlosung, das die Bewohner San Diegos mit giftigen Gasen wie Schwefelwasserstoff und Blausäure konfrontierte.

Das neue Abkommen: Konkrete Maßnahmen statt leerer Versprechen

Die am 15. Dezember unterzeichnete Vereinbarung mit dem Namen "Minute 333" unterscheidet sich fundamental von früheren Abkommen. Während vorherige Regierungen das Problem vor sich herschoben, setzt die Trump-Administration auf verbindliche Zeitpläne und konkrete Infrastrukturprojekte.

Die wichtigsten Eckpunkte des Abkommens umfassen:

Mexiko verpflichtet sich, innerhalb von sechs Monaten einen umfassenden Wasserinfrastrukturplan für Tijuana zu entwickeln. Die Kapazität der Kläranlage San Antonio de los Buenos soll um mindestens 25 Millionen Gallonen pro Tag erweitert werden – dringend notwendig, da die Anlage derzeit nur 18 Millionen Gallonen verarbeiten kann, aber täglich 40 bis 45 Millionen Gallonen erhält.

Besonders bemerkenswert: Alle Planungen müssen das künftige Bevölkerungswachstum Tijuanas berücksichtigen – ein entscheidender Aspekt, der bei früheren Vereinbarungen schlichtweg ignoriert wurde.

Neue Infrastruktur bis 2028

Bis zur Regenzeit 2026/2027 soll Mexiko ein Sedimentbecken nahe der internationalen Grenze am Matadero Canyon errichten. Eine neue Kläranlage in Tecolote-La Gloria, etwa acht Kilometer südlich der Grenze, soll bis Dezember 2028 fertiggestellt werden und täglich drei Millionen Gallonen Abwasser behandeln, das derzeit ungereinigt in den Pazifik fließt.

Keine zusätzliche Belastung für amerikanische Steuerzahler

EPA-Administrator Lee Zeldin betonte, dass das Abkommen keine zusätzlichen Mittel amerikanischer Steuerzahler erfordere – auch nicht für Projekte auf mexikanischer Seite. Die Finanzierung erfolgt über die Nordamerikanische Entwicklungsbank, wobei die jährlichen Mittel vom Kongress bewilligt werden und an die termingerechte Umsetzung der mexikanischen Projekte geknüpft sind.

"Ich habe die Frustration der Bewohner von San Diego bei meinem Besuch im April selbst erlebt. Ich habe ihnen eine hundertprozentige Lösung versprochen, und die Trump-EPA liefert."

Diese Worte Zeldins verdeutlichen den pragmatischen Ansatz der aktuellen US-Administration: Weniger Rhetorik, mehr Ergebnisse. Während europäische Regierungen – allen voran die deutsche – sich in ideologischen Debatten über Klimaneutralität und Gender-Sternchen verlieren, zeigt die Trump-Administration, wie man konkrete Umweltprobleme anpackt.

Ein Lehrstück für effektive Politik

Die Abwasserkrise am Tijuana-Fluss ist ein Paradebeispiel dafür, wie jahrzehntelange politische Untätigkeit zu einer humanitären Katastrophe führen kann. Strände wurden gesperrt, selbst die US-Marine musste ihre Wasserübungen einstellen, weil die Bakterienkonzentration gefährlich hohe Werte erreichte. Anwohner wurden angewiesen, Luftreiniger zu verwenden – in ihren eigenen Häusern.

Dass ausgerechnet eine konservative Administration dieses Problem nun entschlossen angeht, sollte all jenen zu denken geben, die Umweltschutz ausschließlich mit linker Politik gleichsetzen. Echter Umweltschutz bedeutet nicht, abstrakte Klimaziele zu proklamieren, sondern konkrete Probleme zu lösen, die Menschen hier und heute betreffen.

Die kommenden Jahre werden zeigen, ob Mexiko seine Verpflichtungen einhält. Doch eines steht fest: Mit "Minute 333" wurde ein Rahmenwerk geschaffen, das endlich Hoffnung auf sauberes Wasser und gesunde Luft für die geplagten Anwohner beider Länder bietet.

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