Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
04.03.2026
08:05 Uhr

Händedruck und Knieklaps: Was Merz' Washington-Trip wirklich gebracht hat

Dreieinhalb Stunden im Weißen Haus, 22 Stunden in Washington, ein fester Händedruck und ein joviales Klopfen aufs Knie – so lässt sich der dritte Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz bei US-Präsident Donald Trump zusammenfassen. Die Frage, die sich der deutsche Bürger stellen muss, lautet allerdings: Was hat dieses Treffen konkret gebracht? Die ernüchternde Antwort: erstaunlich wenig Greifbares.

Warme Worte statt harter Ergebnisse

Trump bezeichnete Merz als „sehr erfolgreichen Mann" und „ausgezeichneten Anführer" – Komplimente, die in der Welt der Diplomatie so viel wiegen wie Konfetti im Wind. Bemerkenswert war allerdings Trumps deutliche Abgrenzung von der Ära Merkel. Deutschland werde unter Merz anders wahrgenommen, so der US-Präsident. Man darf das durchaus als späte Bestätigung dessen lesen, was konservative Stimmen in Deutschland seit Jahren predigen: Die 16 Jahre unter Angela Merkel haben dem internationalen Ansehen Deutschlands massiv geschadet. Dass Merz nun in einem Atemzug mit Giorgia Meloni, Alexander Stubb und Viktor Orbán als geschätzter Gesprächspartner Trumps genannt wird, ist zumindest ein Zeichen dafür, dass konservative Führungspersönlichkeiten in Washington wieder Gehör finden.

Iran-Konflikt: Deutschland bleibt an der Seitenlinie

Das beherrschende Thema des Treffens war erwartungsgemäß der eskalierende Iran-Konflikt. Merz stellte unmissverständlich klar, dass Deutschland keine militärische Beteiligung leisten werde – eine Position, die Trump offenbar akzeptierte. Keine deutschen Bodentruppen, so die Übereinkunft. Doch was bedeutet das in der Praxis? Deutschland positioniert sich einmal mehr als Zuschauer auf der Weltbühne, während andere die geopolitischen Realitäten gestalten.

Der Kanzler äußerte die Hoffnung auf eine neue iranische Regierung, die Frieden und Freiheit fördere. Ein frommer Wunsch, gewiss. Gleichzeitig kritisierte er – und das verdient Anerkennung –, dass die USA bislang keine ausformulierte Strategie für die künftige politische Ordnung im Iran vorgelegt hätten. Die wirtschaftlichen Konsequenzen des Konflikts, insbesondere steigende Öl- und Gaspreise, treffen Europa und Deutschland mit voller Wucht. Gerade für die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft sind explodierende Energiekosten Gift – eine Lektion, die man spätestens seit dem Ukraine-Krieg hätte verinnerlicht haben müssen.

NATO-Ausgaben: Merz stimmt in Trumps Kritik ein

Pikant war Merz' Verhalten in der NATO-Debatte. Als Trump öffentlich Großbritannien und Spanien wegen mangelnder militärischer Kooperation angriff, schwieg der Kanzler zunächst diplomatisch. Auf Nachfrage stimmte er dann allerdings in die Kritik an Spanien ein – mit Verweis auf die Nichteinhaltung der NATO-Verteidigungsausgaben. Ein geschickter Schachzug? Oder ein Einknicken vor dem mächtigen Gastgeber? Hinter verschlossenen Türen soll Merz betont haben, dass bilaterale Abkommen über die Köpfe europäischer Partner hinweg nicht akzeptabel seien. Ob diese Worte in Washington auf fruchtbaren Boden fielen, darf bezweifelt werden.

Die unbequeme Wahrheit über Europas Verteidigungsfähigkeit

Trumps Kritik an den europäischen NATO-Partnern mag unbequem sein, sie trifft aber einen wunden Punkt. Jahrzehntelang hat Europa – und allen voran Deutschland – seine Verteidigung vernachlässigt und sich unter dem amerikanischen Schutzschirm bequem eingerichtet. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die neue Bundesregierung aufgelegt hat, ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, doch die Frage bleibt: Werden diese Mittel effizient eingesetzt, oder versickern sie in der berüchtigten deutschen Bürokratie?

Zollstreit: Keine Entwarnung für die deutsche Industrie

Im Handelskonflikt zwischen der EU und den USA gab es – wenig überraschend – keine substanziellen Fortschritte. Trump bestätigte seine Pläne für weltweite 15-prozentige Importzölle und prüft darüber hinaus differenzierte Zölle je nach Herkunftsland. Merz äußerte lediglich die Erwartung, dass die Zölle für europäische Produkte nicht über die vereinbarten 15 Prozent hinaus steigen würden. Eine Erwartung ist freilich kein Ergebnis.

Für die deutsche Exportwirtschaft, die bereits unter den 20-prozentigen EU-Zöllen ächzt, sind das keine guten Nachrichten. Die Automobilindustrie, der Maschinenbau, die Chemiebranche – sie alle blicken mit Sorge über den Atlantik. Und während Trump mit einem Augenzwinkern und einem Knieklaps über europäischen Unmut hinweggeht, stehen in Deutschland Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Ukraine: Europa will mitreden – darf es aber?

Merz machte deutlich, dass Europa in die Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Konflikts eingebunden werden müsse. Abkommen über die Köpfe der europäischen Partner hinweg seien nicht akzeptabel. Eine richtige Forderung – doch ob Trump sie ernst nimmt, steht auf einem anderen Blatt. Eine konkrete Reaktion des US-Präsidenten auf diesen Punkt ist nicht überliefert. Das Schweigen spricht Bände.

Ein Besuch mit Symbolkraft, aber ohne Substanz?

Das Treffen bestand aus einer knapp 40-minütigen Sitzung im Oval Office und einem anschließenden Mittagessen. Merz hatte, wie bei früheren Besuchen, nur wenige Minuten Redezeit vor laufenden Kameras. Man fragt sich unweigerlich: Reicht das, um die Interessen von 84 Millionen Deutschen angemessen zu vertreten?

Das persönliche Verhältnis zwischen Merz und Trump mag konstruktiv sein – und das ist zweifellos besser als die eisige Distanz der Merkel-Jahre. Doch warme Worte und freundliche Gesten ersetzen keine handfesten Vereinbarungen. Deutschland braucht Klarheit bei den Zöllen, eine Stimme in der Iran-Krise und einen Platz am Verhandlungstisch in der Ukraine-Frage. Ob Friedrich Merz all das in 22 Stunden Washington erreichen konnte, darf man getrost bezweifeln. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob hinter der diplomatischen Fassade tatsächlich Substanz steckt – oder ob es bei Händedruck und Knieklaps bleibt.

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit, steigender Energiepreise und drohender Handelskonflikte sollten Anleger mehr denn je über die Absicherung ihres Vermögens nachdenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher in Krisenzeiten bewährt und können als sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Portfolios dienen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen