Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
22.01.2026
08:39 Uhr

Greentanamo: Trump sichert sich Militärstützpunkte auf Grönland – Ein Deal mit weitreichenden Folgen

Greentanamo: Trump sichert sich Militärstützpunkte auf Grönland – Ein Deal mit weitreichenden Folgen

Was für ein diplomatisches Schauspiel! Während die Welt gebannt auf das Weltwirtschaftsforum in Davos blickte, verkündete US-Präsident Donald Trump einen vermeintlichen Durchbruch in der Grönland-Frage. Die Märkte reagierten euphorisch, doch bei genauerer Betrachtung entpuppt sich der große Wurf als geschickte Inszenierung – mit durchaus realen geopolitischen Konsequenzen.

Der Deal: Souveränität über strategische Landstriche

Nach einem NATO-Treffen am Mittwoch, bei dem hochrangige Militäroffiziere der Allianz einen Kompromiss diskutierten, zeichnet sich folgendes Bild ab: Dänemark würde den Vereinigten Staaten die Souveränität über kleine Gebiete grönländischen Territoriums übertragen, auf denen die USA Militärstützpunkte errichten könnten. Das Modell erinnert an die britischen Basen auf Zypern, die als britisches Territorium gelten.

Die Ironie dabei? Die USA unterhalten bereits seit dem Zweiten Weltkrieg eine militärische Präsenz auf Grönland. Die Pituffik Space Base, ehemals Thule Air Base, beherbergt derzeit etwa 150 amerikanische Soldaten – ein Bruchteil der 6.000 Mann, die während des Kalten Krieges dort stationiert waren. Trump wechselt also im Grunde von einem Militärstützpunkt auf halbautonomem Territorium zu einem Stützpunkt auf autonomem Territorium. Ein Etikettenschwindel der Extraklasse?

Historischer Kontext: Die amerikanische Präsenz in der Arktis

Die Geschichte der US-Militärpräsenz auf Grönland reicht bis in die dunkelsten Stunden Europas zurück. Als die Nazis Dänemark besetzten, blieb die arktische Insel schutzlos zurück. Die Amerikaner sprangen ein, errichteten Flugplätze, Wetterstationen und Verteidigungsanlagen, überwachten deutsche U-Boote im Nordatlantik. Zehn Jahre später wurde diese Vereinbarung durch einen Verteidigungsvertrag mit Dänemark formalisiert.

Das Abkommen von 1951 erlaubte den USA den Betrieb der Basis unter NATO-Rahmenbedingungen. Eine bemerkenswerte Klausel: Die dänische Flagge muss auf dem Stützpunkt wehen, um die dänische Souveränität zu symbolisieren – die amerikanische Flagge darf lediglich daneben flattern. 2004 wurde das Abkommen modifiziert und gewährte den USA uneingeschränkten Zugang zur Pituffik-Basis.

Vizepräsident Vance als Vorbote

Bereits im März 2025 hatte Vizepräsident J.D. Vance eine US-Delegation zur Pituffik Space Base geführt. Der Stützpunkt liegt 1.500 Kilometer von Nuuk entfernt, 1.207 Kilometer nördlich des Polarkreises, und spielt eine essenzielle Rolle bei der amerikanischen Raketenabwehr. Die strategische Bedeutung dieser Position kann kaum überschätzt werden.

Trumps Davos-Auftritt: Zwischen Drohgebärden und Charmeoffensive

In seiner 90-minütigen Rede vor den versammelten Eliten in Davos zeigte sich Trump von seiner typischen Seite – großspurig, provokant und mit gezielten Seitenhieben auf europäische Staats- und Regierungschefs. Er verspottete den französischen Präsidenten Macron wegen dessen Sonnenbrille und bezeichnete Dänemark als "undankbar".

"Während des Zweiten Weltkriegs haben wir gekämpft, um Grönland für Dänemark zu retten. Nach dem Krieg haben wir es zurückgegeben – wie dumm waren wir eigentlich?"

Gleichzeitig betonte Trump, keine militärische Gewalt anwenden zu wollen: "Die Leute dachten, ich würde Gewalt anwenden. Das muss ich nicht. Das will ich nicht. Das werde ich nicht." Doch seine Worte trugen einen unmissverständlichen Unterton: "Sie haben die Wahl: Sie können Ja sagen, und wir werden sehr dankbar sein, oder Sie können Nein sagen, und wir werden uns daran erinnern."

Die Reaktion der Märkte und geopolitische Implikationen

Die Finanzmärkte reagierten erwartungsgemäß positiv auf die Nachricht. JPMorgan hatte bereits im Vorfeld prognostiziert, dass eine "verhandelte Vereinbarung" das wahrscheinlichste Ergebnis sei – ein Arrangement, das die US-Sicherheits- und Wirtschaftspräsenz in der Region ausbaut, während Dänemark formal die Souveränität behält.

Bemerkenswert ist, was in Trumps Ankündigung fehlte: Jegliche Erwähnung von Gesprächen mit Grönland selbst oder anderen EU-Nationen. Die Verhandlungen sollen von Vizepräsident Vance, Außenminister Marco Rubio und dem Sondergesandten Steve Witkoff geführt werden – direkt an Trump berichtend.

Kanadas scharfe Reaktion

Der kanadische Premierminister Mark Carney nutzte seinen Davos-Auftritt für eine historische Abrechnung mit der amerikanischen Politik. Er bezeichnete die von den USA geführte regelbasierte Ordnung als "angenehme Fiktion" und warnte: "Wir befinden uns inmitten eines Bruchs, nicht eines Übergangs." Seine Forderung an mittlere Mächte wie Kanada, sich zusammenzuschließen, um der Macht der USA, Chinas und Russlands entgegenzuwirken, erhielt stehende Ovationen.

Fazit: Symbolpolitik mit realen Konsequenzen

Der Grönland-Deal mag auf den ersten Blick wie viel Lärm um wenig erscheinen. Doch die geopolitischen Verschiebungen, die sich dahinter verbergen, sind real. Die Arktis wird zum neuen Schauplatz großmachtpolitischer Rivalitäten, und die USA positionieren sich aggressiv. Für Europa stellt sich die unbequeme Frage, wie lange man noch auf amerikanischen Schutz vertrauen kann – und zu welchem Preis.

In Zeiten, in denen traditionelle Bündnisse bröckeln und die Weltordnung neu verhandelt wird, gewinnen sichere Wertanlagen zunehmend an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher in geopolitisch unsicheren Zeiten bewährt und können eine sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Anlageportfolios darstellen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

Wissenswertes zum Thema

Magazin
05.11.2024
26 Min.

Wer ist Trumps Vize, JD Vance?

Wird JD Vance als Vizepräsidentschaftskandidat die konservative Basis stärken und neue Wählergruppen erreichen? Mit ihm könnte sich die politische Landschaft verändern. – Lesen Sie hier!
Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen