
Golfstaaten auf Distanz zu Washington: Amerikas Nahostdominanz bröckelt
Während die Welt gebannt auf die Bombeneinschläge im Iran starrt, vollzieht sich hinter den Kulissen der Weltpolitik ein tektonischer Wandel, der weitaus gravierendere Konsequenzen haben dürfte als jeder einzelne Raketenschlag. Die Golfstaaten – jahrzehntelang treue Vasallen unter dem Schutzschirm Washingtons – beginnen offenbar, ihre sicherheitspolitische Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten grundlegend zu hinterfragen. Eine Entwicklung, die nicht nur die geopolitische Landkarte des Nahen Ostens neu zeichnen könnte, sondern auch massive Auswirkungen auf den globalen Energiemarkt und damit auf jeden einzelnen Bürger in Deutschland hätte.
Reuters bestätigt: Die Golfmonarchien suchen neue Partner
Ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters vom 11. März 2026 legt offen, was viele Beobachter schon lange vermutet haben: Der von den USA und Israel geführte Angriffskrieg gegen den Iran hat die Golfstaaten dazu veranlasst, ihre Sicherheitsarchitektur grundlegend zu überdenken. Und das Pikante daran – sie erwägen ausgerechnet neue regionale Sicherheitsarrangements mit Teheran, also jenem Land, das Washington gerade mit Bomben überzieht. Man muss sich diese Ironie auf der Zunge zergehen lassen.
Abdulaziz Sager, Vorsitzender des saudischen Gulf Research Center, wird mit vernichtenden Worten zitiert: Die USA hätten es versäumt, auch nur eine einzige Sicherheitsgarantie für ihre Verbündeten zu schaffen. Die Kosten für die Golfstaaten seien „erschütternd". Seit 1991 unterhalten die Vereinigten Staaten Militärbasen in der Region – 35 Jahre vermeintlicher Schutz, der sich nun als hohle Fassade zu entpuppen droht. Denn was nützen Militärbasen, wenn sie im Ernstfall selbst zu Zielscheiben werden?
Trumps Stärke-Demonstration als Bumerang
Es entbehrt nicht einer gewissen tragischen Komik, dass ausgerechnet Donald Trump – der Mann, der Amerika wieder groß machen wollte – mit seiner brachialen Vorgehensweise das Gegenteil erreicht haben könnte. Die Golfstaaten wurden weder vorab konsultiert noch in die strategische Planung einbezogen. Stattdessen finden sie sich als Kollateralschäden eines Krieges wieder, den sie nie gewollt haben. Iranische Raketen und Drohnen trafen Flughäfen, Häfen und Ölanlagen in der Golfregion – und Washingtons vielgepriesener Schutzschirm erwies sich als löchrig wie ein Schweizer Käse.
Die Golfstaaten hatten dem Iran zuvor zugesichert, ihr Territorium nicht für US-Angriffe nutzen zu lassen. Nun fühlen sie sich von beiden Seiten bedroht – eingeklemmt zwischen einem aggressiven Amerika und einem verwundeten Iran. Teheran beteuert zwar, ausschließlich US-amerikanische und israelische Interessen angegriffen zu haben, doch das dürfte den Herrschern in Riad, Abu Dhabi und Doha nur ein schwacher Trost sein.
Die Petrodollar-Frage: Spekulation oder reale Gefahr?
Im Netz kursieren bereits dramatische Szenarien, die den vollständigen Zusammenbruch der amerikanischen Nahostdominanz in fünf Schritten prognostizieren: bilaterale Sicherheitsabkommen der Golfstaaten mit China und Russland, die Akzeptanz des Yuan als Ölwährung durch Saudi-Arabien, die schleichende Räumung der US-Militärbasen, die Rehabilitation des Iran als regionaler Partner und schließlich der endgültige Kontrollverlust Amerikas über die energiereichste Region der Erde. Klingt apokalyptisch – und ist es in dieser Absolutheit auch.
Denn man darf eines nicht vergessen: Die Herrscher der Golfmonarchien haben einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens in westlichen Staaten, insbesondere in den USA, angelegt. So schnell gibt man diese Vermögenswerte nicht auf. Eine vollständige Abkehr von Washington wäre für die Golfstaaten selbst mit enormen finanziellen Risiken verbunden. Auch gibt es bislang keine bestätigten Berichte über neue bilaterale Sicherheitsabkommen mit dem Iran, keine Yuan-Umstellung im Ölhandel und keine offizielle Überprüfung der US-Basen mit dem Ziel einer Räumung.
Die Straße von Hormus als Schicksalsfrage
Alles deutet darauf hin, dass die USA eine Bodenoffensive planen, um die Kontrolle über den strategisch entscheidenden Bereich um die Meerenge von Hormus auf iranischer Seite zu erlangen. Hier wird sich das Schicksal der amerikanischen Hegemonie im Nahen Osten entscheiden. Gelingt es Washington, einen dauerhaften Pufferbereich auf iranischem Boden zu etablieren und Teherans Fähigkeit zur Kontrolle der Meerenge zu neutralisieren, wäre die Vormachtstellung gesichert – zumindest vorerst.
Doch die Skepsis ist berechtigt. Mehr als 250 Kilometer iranische Küste müssten besetzt werden, gegen einen Staat mit über 90 Millionen Einwohnern und beachtlichen maritimen Fähigkeiten. Selbst aus dem Landesinneren könnte der Iran mit Raketen Seeminen in die Straße von Hormus einbringen. Ein Himmelfahrtskommando, wie kritische Beobachter warnen? Die Geschichte lehrt, dass Großmächte, die sich in asymmetrischen Konflikten verzetteln, selten als Sieger hervorgehen.
Was bedeutet das für Deutschland und Europa?
Für Deutschland und Europa hätte eine fundamentale Neuordnung der Golfregion weitreichende Konsequenzen. Die Energiepreise, ohnehin bereits durch die Sanktionspolitik gegen Russland auf einem schmerzhaft hohen Niveau, könnten weiter explodieren. Und während die neue Große Koalition unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen plant und die Staatsverschuldung in schwindelerregende Höhen treibt, droht von der geopolitischen Flanke zusätzlicher Gegenwind für die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft.
Bemerkenswert ist auch, dass die USA Luftabwehrsysteme aus Südkorea abgezogen haben, um sie im Nahostkonflikt einzusetzen. Die amerikanische Hegemonie gerät damit nicht nur in der Golfregion unter Druck, sondern auch im pazifischen Raum. Eine Überdehnung der militärischen Kapazitäten, die an die letzten Jahre des Römischen Reiches erinnert – als die Legionen an zu vielen Fronten gleichzeitig kämpfen mussten.
Die Börsen als trügerischer Indikator
Erstaunlicherweise reagieren die internationalen Finanzmärkte bislang kaum auf die Eskalation. Keine Panik, keine nennenswerten Einbrüche, Kursrückgänge werden sofort wieder aufgekauft. Im Vergleich zum Beginn des Ukraine-Krieges 2022, als die Börsen einbrachen und der Ölpreis über 130 Dollar schoss, herrscht geradezu gespenstische Ruhe. Das sogenannte „smarte Kapital" scheint davon auszugehen, dass die USA den Konflikt schnell und entscheidend gewinnen werden. Doch die Börsen haben sich in der Vergangenheit schon häufiger geirrt – und wer sein Vermögen ausschließlich auf die Weisheit der Märkte stützt, könnte ein böses Erwachen erleben.
In Zeiten derartiger geopolitischer Unsicherheit zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Gold und Silber haben über Jahrtausende hinweg ihre Funktion als Krisenwährung und Vermögenssicherung bewiesen – unabhängig davon, welche Großmacht gerade aufsteigt oder fällt, welche Währung dominiert oder kollabiert. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen ergänzt, schafft sich einen Anker der Stabilität in einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät.
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