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17.09.2026
16:08 Uhr
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Golf in Flammen: Trump lÀsst die Saudis im Jemen allein

Golf in Flammen: Trump lÀsst die Saudis im Jemen allein
Symbolbild: KI-generiert

WĂ€hrend im Nahen Osten Raketen fliegen und Pipelines brennen, lĂ€dt Donald Trump nĂ€chste Woche am Rande der UN-Generalversammlung in New York die Staatschefs der Golfstaaten zum GesprĂ€ch. Thema laut Medienberichten: amerikanische Ideen fĂŒr eine Nachkriegsordnung in der Region. Nur: Der Krieg tobt weiter.

Am selben Tag wurde bekannt, dass US-Vertreter am Wochenende in der amerikanischen Botschaft in Muscat mit einer Delegation der jemenitischen Ansar Allah – im Westen meist „Huthis“ genannt – zusammengetroffen sind. Ergebnis: Washington verzichtet vorerst auf ein militĂ€risches Eingreifen an der Seite Saudi-Arabiens.

Ein Deal in Oman – und Riad steht im Regen

Berichten von Nachrichtenagenturen zufolge versicherte die Delegation, sich weiter an die von Oman vermittelte Waffenruhe mit den USA zu halten. Man werde ausschließlich saudische StreitkrĂ€fte und saudische Schiffe angreifen, die ins Rote Meer einlaufen wollten.

FĂŒr das Königshaus in Riad ist das ein diplomatischer Faustschlag. Der vierjĂ€hrige Waffenstillstand zwischen Saudi-Arabien und Ansar Allah endete am 13. Juli, als saudische Kampfjets den Flughafen der von Ansar Allah kontrollierten Hauptstadt Sanaa bombardierten. Die Gegenreaktion kam prompt: Blockade saudischer Schiffe, Eroberung der restlichen jemenitischen WestkĂŒste – und damit eine Position direkt am Nadelöhr Bab al-Mandab.

Rund 80 Prozent der jemenitischen Bevölkerung leben im Einflussgebiet der Gruppe. Saudi-Arabien bat Trump um Hilfe. Und bekam, so die Berichte, eine Abfuhr.

Schwere VorwĂŒrfe – bislang unbelegt

In einem US-Podcast behauptete ein Kommentator, der sich auf eigene Quellen im Weißen Haus beruft, Trump habe Kronprinz Mohammed bin Salman zum Angriff auf den Flughafen erst angestachelt und sich spĂ€ter aus der Verantwortung gezogen. Wörtlich sagte er:

„MBS fĂŒhlt sich verraten
 es war Trumps Idee, das wieder anzufangen.“

Eine BestĂ€tigung dieser Darstellung durch offizielle Stellen liegt nicht vor. Sie bleibt damit eine Behauptung – bemerkenswert ist allerdings, wie tief das Misstrauen zwischen Washington und seinen Golf-Partnern offenbar reicht.

Wenn MilitÀrbasen zum Magneten werden

Die Bilanz des Krieges gegen Iran fĂ€llt fĂŒr die Golfstaaten bitter aus: Einbrechende Exporterlöse, kollabierende Investitionsbereitschaft, periodischer Raketenbeschuss. Die US-StĂŒtzpunkte auf ihrem Boden erwiesen sich nicht als Schutzschild, sondern als Zielscheibe.

Saudi-Arabien fehlen dem Bericht zufolge Abfangraketen; Frankreich, Großbritannien, Pakistan und Ägypten seien um Luftverteidigung gebeten worden. Auch die US-BestĂ€nde schmelzen: Bei einem einzigen Gefecht in Jordanien sollen 60 bis 80 Interceptoren im Wert von rund einer halben Milliarde Dollar verschossen worden sein.

Nach dem Angriff einer iranisch verbĂŒndeten irakischen Miliz auf die Ost-West-Pipeline steht das Königreich wirtschaftlich unter Druck – Anfang des Monats sondierte es Berichten zufolge einen Kredit ĂŒber acht Milliarden Dollar. Rund die HĂ€lfte der Pipeline-KapazitĂ€t soll binnen Tagen wieder verfĂŒgbar sein. Sofern nicht erneut Raketen einschlagen.

Was das fĂŒr Europas Sparer bedeutet

Die Straße von Hormus bleibt weitgehend lahmgelegt, Brent notierte zuletzt nahe der 100-Dollar-Marke. Gold lag laut Marktdaten im August im Schnitt bei etwa 4.600 Dollar je Feinunze – ein Kurs, der die NervositĂ€t der MĂ€rkte prĂ€ziser abbildet als jede RegierungserklĂ€rung.

FĂŒr deutsche Verbraucher heißt das: Energie bleibt teuer, Lieferketten fragil. Und Berlin? Diskutiert weiter ĂŒber Klimaziele im Grundgesetz, wĂ€hrend sich die geopolitische Statik der Welt verschiebt. Physische Edelmetalle waren in solchen Phasen historisch ein bewĂ€hrter Anker zur Vermögenssicherung – als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser ist fĂŒr seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigene Recherchen anstellen.

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