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Kettner Edelmetalle
17.02.2026
12:57 Uhr

Goldpreis unter Druck: Geopolitisches Kalkül und Fed-Signale verunsichern die Märkte

Der Goldpreis geriet am Dienstag spürbar unter Druck und fiel auf den tiefsten Stand seit über einer Woche. Ein erstarkender US-Dollar, die bevorstehende Veröffentlichung des Fed-Sitzungsprotokolls und gleich mehrere geopolitische Brennpunkte sorgten dafür, dass Anleger sich in eine abwartende Position zurückzogen. Doch wer glaubt, dass damit die Rallye des Edelmetalls beendet sei, könnte sich gewaltig irren.

Der Dollar drückt – aber wie lange noch?

Der US-Dollar-Index legte um 0,2 Prozent zu, was Gold für internationale Käufer verteuerte und die Nachfrage kurzfristig dämpfte. Ein Mechanismus, den erfahrene Edelmetall-Investoren nur zu gut kennen – und der sich in der Vergangenheit regelmäßig als vorübergehendes Phänomen entpuppt hat. Denn die fundamentalen Treiber für Gold haben sich keineswegs verflüchtigt. Im Gegenteil: Die Welt wird nicht sicherer, sie wird unsicherer.

Die Händler befänden sich in einer regelrechten „Abwartehaltung", wie ein Analyst treffend formulierte. Und tatsächlich gibt es gleich mehrere Ereignisse, die das Potenzial haben, die Märkte in die eine oder andere Richtung zu bewegen. Da wären zunächst die indirekten Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran in Genf – ein diplomatisches Minenfeld, das jederzeit eskalieren könnte. Hinzu kommen die von Washington vermittelten Friedensgespräche zwischen Vertretern der Ukraine und Russlands, deren Ausgang alles andere als gewiss ist.

Fed-Protokoll: Zinssenkung im Juni eingepreist

Besondere Aufmerksamkeit richtet sich auf das Protokoll der Fed-Sitzung vom Januar, das am Mittwoch veröffentlicht werden soll und weitere Hinweise auf die künftige Zinspolitik der US-Notenbank liefern dürfte. Die Märkte preisen laut dem FedWatch-Tool der CME Group derzeit die erste Zinssenkung des Jahres für Juni ein. Sollte sich diese Erwartung bestätigen, wäre dies ein massiver Katalysator für den Goldpreis. Niedrigere Zinsen machen das zinslose Edelmetall im Vergleich zu Anleihen und anderen festverzinslichen Anlagen deutlich attraktiver.

Man muss sich die Frage stellen: Was passiert, wenn die Fed tatsächlich die Zinswende einleitet, während gleichzeitig die geopolitischen Spannungen weiter zunehmen? Die Antwort liegt auf der Hand. Gold hat in solchen Konstellationen historisch betrachtet stets profitiert – und zwar massiv.

Silber, Platin und Palladium ebenfalls unter Druck

Nicht nur Gold musste Federn lassen. Silber verlor 2,5 Prozent, nachdem der Preis zuvor sogar um mehr als fünf Prozent eingebrochen war. Platin gab um 2,5 Prozent nach, Palladium fiel um 3,1 Prozent. Allerdings sind diese Rückgänge auch vor dem Hintergrund zu betrachten, dass die Handelsvolumina in weiten Teilen Asiens deutlich geringer ausfielen. Die Märkte in Festlandchina, Hongkong, Singapur, Taiwan und Südkorea blieben wegen der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest geschlossen – ein Umstand, der die Preisbewegungen verzerrt und kurzfristige Rücksetzer begünstigt.

Die wahren Treiber bleiben intakt

Trotz des jüngsten Rückgangs bleiben zahlreiche Analysten hinsichtlich der mittel- bis langfristigen Aussichten für Gold und Silber optimistisch. Und das aus gutem Grund. Die geopolitische Lage – vom Ukraine-Krieg über die Eskalation im Nahen Osten bis hin zu den Handelskonflikten unter US-Präsident Trump mit seinen drastischen Zollerhöhungen – bietet ein Umfeld, das geradezu nach sicheren Häfen schreit.

Auch die wirtschaftliche Unsicherheit nimmt nicht ab, sondern zu. In Deutschland plant die neue Große Koalition unter Kanzler Merz ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen – ein euphemistischer Begriff für das, was es tatsächlich ist: neue Schulden in historischem Ausmaß. Schulden, die kommende Generationen durch Steuern und Abgaben werden finanzieren müssen. Und das, obwohl Friedrich Merz im Wahlkampf vollmundig versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen. Wer angesichts solcher fiskalischen Abenteuer nicht über eine Absicherung seines Vermögens durch physische Edelmetalle nachdenkt, handelt fahrlässig.

Die anhaltende geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheit stützt die Nachfrage nach sicheren Anlagen – und Gold bleibt der ultimative sichere Hafen in Zeiten, in denen Regierungen weltweit die Gelddruckmaschinen auf Hochtouren laufen lassen.

Kurzfristige Schwäche, langfristige Stärke

Was wir derzeit erleben, ist kein Trendwechsel. Es ist eine Atempause. Eine Verschnaufpause in einem übergeordneten Bullenmarkt, der von Faktoren getrieben wird, die sich nicht über Nacht in Luft auflösen werden: explodierende Staatsverschuldung, geopolitische Instabilität, schleichende Enteignung der Sparer durch Inflation und eine Geldpolitik, die längst jedes Maß verloren hat. Wer in solchen Zeiten auf physische Edelmetalle als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio setzt, trifft eine kluge Entscheidung zur Vermögenssicherung.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen spiegeln ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir empfehlen, vor jeder Investitionsentscheidung einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Überlegungen entstehen könnten, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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