
Goldpreis auf Rekordkurs: Geopolitische Eskalation treibt Edelmetalle in schwindelerregende Höhen

Der Goldpreis kennt derzeit nur eine Richtung – steil nach oben. Zum Wochenstart jagte das gelbe Edelmetall auf ein neues Allzeithoch und näherte sich der magischen Marke von 4.700 US-Dollar je Feinunze. Doch was treibt diese beispiellose Rally an, und wie weit kann sie noch gehen? Die Antwort liegt, wie so oft, in der zunehmend chaotischen Weltpolitik.
Grönland-Konflikt als Zündstoff für die Märkte
Im Zentrum der aktuellen Turbulenzen steht der eskalierende Streit um Grönland. US-Präsident Donald Trump, der die zu Dänemark gehörende Arktisinsel den Vereinigten Staaten einverleiben möchte, hat am Wochenende zusätzliche Strafzölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische NATO-Partner angekündigt. Ab dem 1. Februar sollen demnach 10 Prozent Zoll auf in die USA exportierte Waren fällig werden, ab dem 1. Juni sogar 25 Prozent.
Die Reaktion der Märkte ließ nicht lange auf sich warten. Im asiatischen Handel schoss der Goldpreis um bis zu zwei Prozent auf etwa 4.690,79 US-Dollar nach oben. Zwar konnte dieses Niveau nicht ganz gehalten werden, doch am Montagmorgen europäischer Zeit notierte das Edelmetall mit rund 4.665 US-Dollar immer noch satte 1,5 Prozent im Plus.
Silber übertrifft alle Erwartungen
Noch spektakulärer entwickelte sich der Silberpreis. Das oft unterschätzte Edelmetall legte im frühen Handel um bis zu 4,4 Prozent zu und erreichte mit 94,12 US-Dollar ein neues Rekordhoch. Zuletzt notierte Silber bei 93,48 US-Dollar – ein Plus von 3,7 Prozent.
Die Dynamik bei Silber erklärt sich durch seine Doppelfunktion: Einerseits profitiert es wie Gold von seinem Status als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten. Andererseits ist Silber ein unverzichtbares Industriemetall, das für zahlreiche Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Robotik und erneuerbare Energien benötigt wird. Diese Kombination verstärkt die Preisbewegungen erheblich.
Eine beeindruckende Jahresbilanz
Die Zahlen sprechen für sich: Im vergangenen Jahr stieg der Goldpreis um 65 Prozent – der stärkste Anstieg seit 1979. Bei Silber fiel das Jahresplus mit fast 150 Prozent noch deutlich höher aus. Im laufenden Jahr hat sich Gold bereits um weitere acht Prozent verteuert, während Silber um 30 Prozent zulegte.
Europa auf Konfrontationskurs mit Washington
In der EU werden bereits Gegenzölle diskutiert. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürften milliardenschwere Gegenmaßnahmen auf der Tagesordnung stehen. Diese Mischung aus geopolitischem Konflikt und handelspolitischer Eskalation erhöht die Nervosität an den Finanzmärkten erheblich.
Hinzu kommen Erwartungen an sinkende US-Zinsen. Weichere Konjunkturdaten und nachlassende Inflation haben Spekulationen über Zinssenkungen befeuert. Niedrigere Zinsen reduzieren die Opportunitätskosten für das Halten von Edelmetallen, die keine laufende Verzinsung bieten – ein weiterer Faktor, der sowohl Gold als auch Silber stützt.
Steht der Sprung auf 5.000 US-Dollar bevor?
Die Frage, die sich viele Anleger stellen: Kann der Goldpreis tatsächlich die 5.000-Dollar-Marke erreichen? Die aktuelle Gemengelage aus Strafzöllen, geopolitischen Spannungen und massiven Zentralbankkäufen spricht dafür. Die immensen Goldkäufe der Notenbanken weltweit bleiben ein maßgeblicher Preistreiber.
Sollte sich dieser Trend fortsetzen und die Gold-ETF-Käufe angesichts des eskalierten Grönland-Konflikts weiter zunehmen, könnte dies dem Edelmetall den entscheidenden Schub in Richtung 5.000 US-Dollar geben.
Physische Edelmetalle als Stabilitätsanker
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Bestandteil eines ausgewogenen Anlageportfolios. Während Aktienmärkte nervös auf jede neue Schlagzeile reagieren und Währungen unter dem Druck geopolitischer Spannungen schwanken, bewähren sich Gold und Silber als bewährte Instrumente zur Vermögenssicherung. Eine Beimischung physischer Edelmetalle kann gerade in unsicheren Zeiten zur Stabilisierung des eigenen Portfolios beitragen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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