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Kettner Edelmetalle
29.01.2026
06:44 Uhr

Goldfieber in China eskaliert: Proteste und Handelsaussetzungen erschüttern den Markt

Goldfieber in China eskaliert: Proteste und Handelsaussetzungen erschüttern den Markt

Was sich derzeit in China abspielt, gleicht einem Finanzthriller der besonderen Art. Während die Edelmetallpreise weltweit in schwindelerregende Höhen klettern, geraten chinesische Anleger zunehmend in die Bredouille. Die Gier nach Gold und Silber hat ein Ausmaß erreicht, das selbst die Behörden auf den Plan ruft – und erste Investoren bereits auf die Barrikaden treibt.

Proteste vor Handelsplattform: Anleger fordern ihr Geld zurück

In der südchinesischen Metropole Shenzhen kam es zu tumultartigen Szenen, die das Ausmaß der Krise verdeutlichen. Rund 100 aufgebrachte Nutzer der Goldhandelsplattform Jiewo Rui versammelten sich vor dem Firmensitz, nachdem sie Schwierigkeiten hatten, ihre Gelder abzuheben. Videos zeigen Handgemenge mit der Polizei – ein Bild, das man sonst eher von Bankenstürmen aus vergangenen Jahrhunderten kennt.

Die Behörden des Bezirks Luohu reagierten prompt und richteten eine Sondereinheit ein, um die Geschäfte der Plattform zu überwachen. Doch der Schaden ist bereits angerichtet. Die Plattform lockte Anleger mit einem verlockenden, aber hochriskanten Angebot: Mit einer Marge von lediglich einem Vierzigstel des Spotpreises konnten Kunden Goldpreise für zukünftige Lieferungen fixieren – ein Hebel von satten 40:1. Ein Spiel mit dem Feuer, das nun offenbar außer Kontrolle geraten ist.

Silberfonds kapituliert vor Anlegeransturm

Nicht nur dubiose Handelsplattformen geraten unter Druck. Selbst etablierte Finanzprodukte können dem Ansturm kaum noch standhalten. Der UBS SDIC Silver Futures Fund, Chinas einziger reiner Silberfonds, musste den Handel zeitweise aussetzen und nimmt keine neuen Anleger mehr auf. Der Aufschlag gegenüber den Silberkontrakten an der Shanghai Futures Exchange liegt bei erschreckenden 36 Prozent – ein Niveau, das die Fondsgesellschaft selbst als "nicht nachhaltig" bezeichnet.

Die Warnung der Verantwortlichen könnte deutlicher kaum sein: Sollte der Markt plötzlich drehen, drohen den Anlegern "erhebliche Verluste". Seit Anfang Dezember veröffentlicht der Fonds nahezu täglich Risikowarnungen – ein Alarmzeichen, das offenbar viele Investoren geflissentlich ignorieren.

Rekordpreise befeuern die Spekulation

Der Hintergrund dieser Entwicklung ist ein beispielloser Preisanstieg bei den Edelmetallen. Gold durchbrach die Marke von 5.300 Dollar je Unze und legte allein in diesem Jahr um mehr als ein Fünftel zu. Noch dramatischer entwickelte sich Silber: Ein Anstieg von rund 60 Prozent in nur vier Wochen spricht Bände über die Nervosität an den Märkten.

Die Flucht aus dem schwächelnden US-Dollar und das schwindende Vertrauen in Staatsanleihen treiben die Anleger scharenweise in die vermeintlich sicheren Häfen. In China liegen die lokalen Preise sogar noch über den internationalen Benchmarks – selbst nach Berücksichtigung der 13-prozentigen Mehrwertsteuer für Importeure.

Shenzhens Goldmarkt: Ein Pulverfass

Shenzhen beherbergt den größten physischen Goldmarkt Chinas, und genau dort häufen sich die Probleme. Die lokale Branchenvereinigung warnte bereits im Oktober vor unseriösen Praktiken und ging gegen drei Unternehmen vor. Im Januar sorgte zudem ein großer Silberhändler im Shuibei-Markt für Schlagzeilen, als er Lieferungen nicht mehr bedienen konnte. Mehr als 350 Geschädigte warten seither auf Entschädigung.

Was diese Entwicklung für Anleger bedeutet

Die Ereignisse in China sind ein Lehrstück über die Gefahren spekulativer Exzesse. Während die fundamentalen Gründe für steigende Edelmetallpreise – Inflation, Währungsabwertung, geopolitische Unsicherheiten – durchaus nachvollziehbar sind, zeigt sich einmal mehr: Wer mit extremen Hebeln spekuliert oder auf intransparente Plattformen setzt, riskiert alles.

Für konservative Anleger, die ihr Vermögen langfristig absichern möchten, bleibt physisches Gold und Silber eine bewährte Option. Anders als gehebelte Finanzprodukte oder dubiose Handelsplattformen bieten echte Edelmetalle in der Hand des Besitzers keine Gegenparteirisiken. In Zeiten, in denen selbst etablierte Fonds unter dem Ansturm der Anleger ächzen, gewinnt diese alte Weisheit neue Aktualität.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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