Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
04.03.2026
08:21 Uhr

Gestrandete Urlauber in der Golfregion: Bundesregierung startet verspätete Rückholaktion

Gestrandete Urlauber in der Golfregion: Bundesregierung startet verspätete Rückholaktion

Tränen, Umarmungen und das bange Warten auf ein Wiedersehen – Szenen, die man eher aus Kriegsgebieten kennt, spielten sich am späten Dienstagabend am Münchner Flughafen ab. Eine Sondermaschine der Emirates aus Dubai setzte gegen 21:20 Uhr auf der Landebahn auf und brachte die ersten deutschen Urlauber zurück in die Heimat. An Bord: rund 200 Gäste des Reisekonzerns Tui, die zuvor auf einem Kreuzfahrtschiff im Hafen von Abu Dhabi festgesessen hatten, als die iranischen Angriffe auf die Golfstaaten begannen.

„Wir wussten nicht, ob wir wieder rauskommen"

So beschrieb eine sichtlich erschütterte junge Frau ihre Erlebnisse. Ein Satz, der wie ein Faustschlag wirkt – und der die ganze Hilflosigkeit offenbart, in der sich Tausende deutsche Staatsbürger in der Region befinden. Ein Familienvater berichtete, sein kleiner Sohn sei gewissermaßen die „Eintrittskarte" zum Flughafen gewesen. Freunde der Familie hätten weniger Glück gehabt und seien lediglich auf einer Warteliste gelandet. Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Deutsche Bürger müssen im Ausland darum bangen, ob sie es überhaupt in ein Flugzeug schaffen.

Wadephul kündigt weitere Flüge an – doch reicht das?

Außenminister Johann Wadephul erklärte, die Bundesregierung wolle zunächst Kinder, Kranke und Schwangere mit einem Flug nach Maskat, der Hauptstadt des Oman, in Sicherheit bringen. Ein Airbus A340-300 der Lufthansa solle in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag starten. Weitere Flüge seien in den kommenden Tagen geplant. Doch die Logistik gestaltet sich offenbar schwierig: Die Passagiere müssten zunächst auf dem Landweg aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Oman ausreisen. „Aber es hängt natürlich auch davon ab: Wer schafft diesen Landweg. Wer kann sich ein Fahrzeug besorgen", räumte Wadephul gegenüber dem Sender Welt TV ein.

Man fragt sich unweigerlich: Ist das wirklich alles, was die Bundesrepublik Deutschland – immerhin die größte Volkswirtschaft Europas – für ihre Bürger in einer akuten Krisensituation aufzubieten hat? Die Vorwürfe, die Regierung tue nicht genug für die gestrandeten Urlauber, kommen nicht von ungefähr. Zehntausende deutsche Staatsangehörige befinden sich nach wie vor in der Region.

SPD fordert Ausweitung der Evakuierungsflüge

Der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic drängte die Bundesregierung, den Kreis der Berechtigten für Evakuierungsflüge deutlich zu erweitern. Besonders brisant sei die Lage junger Menschen, die im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres vor Ort seien – teilweise sogar im Auftrag der Bundesregierung selbst. Deren besorgte Eltern erwarteten zu Recht eine schnelle und sichere Lösung, so Ahmetovic gegenüber dem Magazin Focus.

Ein Déjà-vu der Unfähigkeit?

Wer sich an die chaotische Evakuierung aus Afghanistan im August 2021 erinnert, dem dürften die aktuellen Bilder erschreckend vertraut vorkommen. Auch damals reagierte die Bundesregierung viel zu spät, auch damals wurden deutsche Staatsbürger und Ortskräfte im Stich gelassen. Man hatte gehofft, dass die politische Führung aus diesem Desaster gelernt hätte. Die Realität zeichnet ein anderes Bild.

Während andere Nationen bereits eigene Evakuierungsflüge auf den Weg bringen, scheint Berlin einmal mehr hinterherzuhinken. Die Eskalation im Nahen Osten – mit israelischen Großangriffen auf iranische Atomanlagen und iranischen Vergeltungsschlägen – war keineswegs über Nacht gekommen. Die geopolitischen Spannungen hatten sich seit Monaten aufgebaut. Dass dennoch keine robusten Notfallpläne in der Schublade lagen, die sofort hätten aktiviert werden können, wirft ein bezeichnendes Licht auf den Zustand der deutschen Krisenvorsorge.

Wadephul gab sich dennoch optimistisch: Er sei „guter Dinge", dass in den nächsten Tagen die allermeisten deutschen Touristen nach Hause zurückkehren könnten. Optimismus ist schön und gut – doch die Menschen am Münchner Flughafen, die unter Tränen ihre Angehörigen in die Arme schlossen, hätten sich wohl eher Taten statt Worte gewünscht. Und zwar deutlich früher.

Geopolitische Unsicherheit als Warnsignal

Die aktuelle Krise in der Golfregion verdeutlicht einmal mehr, wie fragil die globale Sicherheitslage geworden ist. In Zeiten, in denen militärische Konflikte innerhalb weniger Stunden eskalieren können, in denen Handelsrouten bedroht und Flughäfen geschlossen werden, zeigt sich der wahre Wert krisensicherer Vermögenswerte. Es ist kein Zufall, dass der Goldpreis in den vergangenen Wochen erneut deutlich angezogen hat. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher in unsicheren Zeiten bewährt – und die Zeiten könnten kaum unsicherer sein als jetzt.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen