
Gates und OpenAI wollen Afrika mit KI-Gesundheitssystem beglücken – doch die Bilanz des Milliardärs ist verheerend

Wenn Bill Gates seine Schatulle öffnet, sollten die Empfänger seiner vermeintlichen Großzügigkeit eigentlich hellhörig werden. Die Bill & Melinda Gates Foundation hat gemeinsam mit dem KI-Unternehmen OpenAI eine 50-Millionen-Dollar-Partnerschaft angekündigt, die afrikanischen Ländern dabei helfen soll, künstliche Intelligenz in ihre Gesundheitssysteme zu integrieren. Das Projekt trägt den hochtrabenden Namen „Horizon1000" und soll zunächst in Ruanda starten. Klingt nach edler Philanthropie – doch ein Blick hinter die Kulissen offenbart ein ganz anderes Bild.
Die dunkle Seite der Gates-Philanthropie
Was auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos als bahnbrechende Initiative präsentiert wurde, reiht sich nahtlos in eine lange Liste umstrittener Gates-Projekte ein. Die sogenannte „Grüne Revolution" in Afrika, ebenfalls von der Gates Foundation finanziert, hat Kleinbauern in die Abhängigkeit von patentiertem Saatgut und chemieintensiven Monokulturen getrieben. Statt der versprochenen Ernährungssicherheit erhielten afrikanische Landwirte die Kontrolle westlicher Konzerne über ihre Anbauflächen. Kritiker sprechen unverhohlen von neokolonialen Strukturen, die unter dem Deckmantel der Entwicklungshilfe etabliert werden.
Besonders brisant ist der Einfluss der Gates Foundation auf die Weltgesundheitsorganisation. Eine umfassende Analyse der Zuschüsse zwischen 2000 und 2024 zeigt ein erschreckendes Muster: Die zweckgebundenen Mittel begünstigten vor allem Impfprogramme und die Bekämpfung von Infektionskrankheiten, während grundlegende Gesundheitssysteme, nicht übertragbare Krankheiten und strukturelle Gesundheitsfaktoren systematisch unterfinanziert blieben. Wer zahlt, bestimmt die Musik – und Gates dirigiert das Orchester nach seinen eigenen Vorstellungen.
Technokratische Scheinlösungen statt echter Hilfe
Das Grundproblem der Gates-Initiativen liegt in ihrer technokratischen Ausrichtung. Schnelle, messbare Ergebnisse stehen im Vordergrund – nicht etwa die Bekämpfung tieferliegender struktureller Probleme wie schwache Gesundheitssysteme, grassierende Armut oder marode Infrastruktur. Die betroffenen Gemeinschaften werden zu passiven Empfängern degradiert, während die Entscheidungsgewalt bei westlichen Gebern und Technologiekonzernen verbleibt.
Ein besonders eindrückliches Beispiel für diese Fehlentwicklung liefert die Malariabekämpfung. Während die Gates Foundation Millionen in gentechnisch veränderte Mücken investierte – ein Projekt, das Burkina Faso schließlich wegen Bedenken zur biologischen Sicherheit beendete –, existiert längst eine einfache und kostengünstige Lösung: Methylenblau. Für etwa 25 Euro können 500 Erkrankte geheilt oder bei Tausenden vorbeugend behandelt werden. Das seit 1891 bekannte Malariamittel ist hochwirksam, doch es passt offenbar nicht in das Geschäftsmodell des Pharma-Medizin-Komplexes.
Die Impfstoff-Kontroverse
Während der COVID-Pandemie geriet Gates massiv in die Kritik, weil er vehement Modelle zum Schutz geistigen Eigentums verteidigte. Diese Haltung begrenzte die globale Impfstoffproduktion und schuf massive Ungleichheiten beim Zugang – ausgerechnet in einer Zeit, als die Welt über Patentverzicht und Technologietransfer debattierte. Der selbsternannte Wohltäter der Menschheit stellte die Profitinteressen der Pharmaindustrie über das Wohl der Ärmsten.
Digitale Überwachung im Gewand der Gesundheitsfürsorge
Die neue KI-Initiative wirft weitere beunruhigende Fragen auf. Bei seiner Rede in Davos verwies Gates auf Indien als Vorbild und betonte, dass KI-Gesundheitssysteme in „verschiedene Systeme" integriert werden müssten – ein kaum verhüllter Hinweis auf Indiens „digitale öffentliche Infrastruktur", die Gesundheitsdaten, Identitätsnachweise und Finanzsysteme zusammenführt. Was als Verbesserung der Gesundheitsversorgung verkauft wird, könnte sich als Einfallstor für umfassende digitale Überwachung entpuppen.
Die Kombination aus OpenAI-Technologie und Gates-Finanzierung sollte jeden kritischen Beobachter alarmieren. Hier treffen zwei Akteure aufeinander, deren Interesse an Datensammlung und technologischer Kontrolle bestens dokumentiert ist. Dass ausgerechnet afrikanische Länder als Versuchsfeld dienen sollen, fügt sich nahtlos in das Muster ein: Was im Westen auf erheblichen Widerstand stoßen würde, lässt sich in wirtschaftlich abhängigen Regionen leichter durchsetzen.
Große Philanthropie bedeutet große politische Macht
Die Gates Foundation agiert längst wie ein globaler Machtbroker, der Politik und öffentlichen Diskurs nach eigenem Gutdünken formt. Kritiker bemängeln mangelnde Transparenz, verschachtelte Finanzierungsstrukturen über Zwischenhändler und Vertraulichkeitspraktiken, die eine Nachverfolgung der Geldströme nahezu unmöglich machen. Hinzu kommt die Scheinheiligkeit in Klimafragen: Trotz öffentlicher Bekenntnisse zum Umweltschutz hielt der Gates Foundation Trust Beteiligungen an Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie.
Bezeichnenderweise hat ein Gericht im niederländischen Leeuwarden kürzlich das Erscheinen von Gates und anderen hochrangigen Persönlichkeiten angeordnet – ein Zeichen dafür, dass die juristische Aufarbeitung der Gates-Aktivitäten möglicherweise erst am Anfang steht. Die 50 Millionen Dollar für afrikanische KI-Gesundheitssysteme mögen auf den ersten Blick großzügig erscheinen. Doch wer die Geschichte der Gates-Interventionen kennt, weiß: Geschenke des Milliardärs kommen selten ohne versteckte Kosten.
Afrika braucht keine technokratischen Experimente westlicher Milliardäre, sondern echte Unterstützung beim Aufbau eigenständiger, souveräner Gesundheitssysteme. Die Frage ist nur, ob die politischen Führungen des Kontinents den Mut aufbringen werden, dem verlockenden Angebot zu widerstehen – oder ob sie erneut in die Abhängigkeitsfalle tappen.
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