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Kettner Edelmetalle
12.02.2026
05:26 Uhr

Gasspeicher auf historischem Tiefstand: Deutschland schlittert sehenden Auges in die Versorgungskrise

Gasspeicher auf historischem Tiefstand: Deutschland schlittert sehenden Auges in die Versorgungskrise

Während die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz gebetsmühlenartig die Sicherheit der Gasversorgung beschwört, sprechen die nackten Zahlen eine völlig andere Sprache. Die deutschen Erdgasspeicher waren am 10. Februar 2026 nur noch zu 25,5 Prozent gefüllt – ein historischer Tiefstand für dieses Datum. Zum Vergleich: Vor genau einem Jahr lag der Füllstand noch bei komfortablen 48,7 Prozent. Typisch für Mitte Februar wären Werte von deutlich über 40 Prozent. Doch was tut das zuständige Bundeswirtschaftsministerium? Es beschwichtigt.

Ministerium ohne Überblick – aber voller Zuversicht

Das Bundeswirtschaftsministerium unter Katherina Reiche (CDU) lässt verlauten, die Gasversorgung sei sicher. Man verfüge über Instrumente, um „gegebenenfalls kurzfristig intervenieren zu können", halte dies aber im laufenden Winter für nicht erforderlich. Die Speicherbefüllung an den Markt zu übergeben, sei „gelungen". Man fragt sich unwillkürlich: Gelungen – gemessen woran? An den niedrigsten Füllständen seit der Energiekrise 2022?

Besonders alarmierend ist, was das Ministerium offenbar nicht weiß. Weder Lieferverträge noch die Anzahl verfügbarer LNG-Tanker, Lieferfristen oder wetterbedingte Importschwierigkeiten seien der Bundesregierung im Detail bekannt. Die Kriterien und Indikatoren, die der eigene Notfallplan Gas vorsieht, würden in der offiziellen Lagebewertung schlicht ignoriert. Ein Ministerium, das die Lage nicht kennt, aber die Lage für sicher erklärt – das hat etwas von einem Kapitän, der ohne Seekarte in den Sturm steuert und dabei fröhlich pfeift.

Ein Blick in die Vergangenheit offenbart das ganze Ausmaß

Um ähnlich niedrige Gesamtfüllstände zu finden, muss man bis ins Jahr 2018 zurückblicken. Damals erreichten die Speicher ihr Jahrestief allerdings erst am 3. April – also fast zwei Monate später als der aktuelle Tiefpunkt droht. Am 10. Februar 2018 lag der Füllstand noch bei 44,3 Prozent. Zwischen Mitte Februar und dem Saisonende wurden damals noch über 30 Prozent der Gesamtkapazität verbraucht. Das ist mehr, als heute überhaupt noch in den Speichern vorhanden ist. Diese Rechnung sollte selbst dem optimistischsten Beamten im Wirtschaftsministerium zu denken geben.

Im Krisenjahr 2022, als Russland seine Lieferungen schrittweise drosselte, lag das Jahrestief bei 24,6 Prozent – erreicht allerdings erst Mitte März. Die aktuellen Werte nähern sich diesem Niveau bereits Anfang Februar. Und 2021? Da betrug der Tiefststand 24,3 Prozent, wurde aber erst am 20. April erreicht, nachdem die Speicher zuvor auf über 95 Prozent gefüllt worden waren – ganz ohne staatliche Eingriffe. Vor der Energiekrise war die Gasspeicherung eben keine Zitterpartie, sondern eine verlässliche Bevorratung für den Ernstfall.

Prognosemodelle zeichnen düsteres Bild

Ein Prognosetool des Branchenverbands der Gaswirtschaft DVGW zeigt, dass ein vollständiges Leerlaufen der Speicher keineswegs ein Horrorszenario aus dem Reich der Fantasie ist. Sollten die Temperaturen im März und April nur zwei Grad unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre liegen, würden die Speicher rechnerisch im April einen Stand von null Prozent erreichen. In der Praxis käme es freilich schon deutlich vorher zu massiven Versorgungseinschränkungen. Zwei Grad – das ist keine arktische Kältewelle, das ist eine ganz normale Wetterlaune.

Die Ernte einer verfehlten Energiepolitik

Was wir hier erleben, ist nichts anderes als die bittere Quittung für Jahre ideologiegetriebener Energiepolitik. Erst hat die Ampelregierung unter grüner Federführung den Ausstieg aus russischem Gas vorangetrieben, ohne für ausreichende Alternativen zu sorgen. Dann wurde die Kernenergie endgültig abgeschaltet, obwohl sie als grundlastfähige Energiequelle dringend gebraucht worden wäre. Und nun steht die neue Große Koalition vor einem Scherbenhaufen, den sie offenbar lieber ignoriert als aufzukehren.

Die Grünen, die maßgeblich für diese Misere mitverantwortlich sind, fordern nun scheinheilig, Wirtschaftsministerin Reiche im Bundestag zur Rede zu stellen. Man könnte fast lachen, wäre die Situation nicht so ernst. Diejenigen, die den Karren in den Dreck gefahren haben, wollen jetzt diejenigen belehren, die ihn herausziehen sollen. Das Ministerium hat die Kritik nach eigener Auskunft „zur Kenntnis genommen", prüfe aber noch, ob eine Teilnahme der Ministerin „terminlich möglich" sei. Terminlich möglich – bei einer drohenden Versorgungskrise. Man fasst es kaum.

Deutschland braucht Realismus statt Durchhalteparolen

Was Deutschland jetzt bräuchte, wäre eine schonungslose Bestandsaufnahme und der Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Die Abhängigkeit von LNG-Importen zu Weltmarktpreisen, die fehlende Pipeline-Infrastruktur als Ersatz für die zerstörten Nord-Stream-Leitungen, die astronomischen Energiekosten, die unsere Industrie in die Knie zwingen – all das sind Probleme, die sich nicht mit Beschwichtigungsformeln lösen lassen. Stattdessen wäre es an der Zeit, alle verfügbaren Optionen auf den Tisch zu legen, auch solche, die politisch unbequem sein mögen.

Die deutschen Bürger und Unternehmen haben ein Recht darauf zu erfahren, wie es wirklich um ihre Energieversorgung steht. Sie haben ein Recht auf eine Regierung, die Probleme benennt, statt sie zu vernebeln. Und sie haben ein Recht auf Politiker, die handeln, bevor es zu spät ist – nicht erst dann, wenn die Heizungen kalt bleiben und die Fabriken stillstehen. Die Geschichte lehrt uns, dass Krisen selten dadurch gelöst werden, dass man sie leugnet. Doch genau das scheint die aktuelle Strategie des Bundeswirtschaftsministeriums zu sein.

In Zeiten wie diesen, in denen die Kaufkraft schwindet, die Energiepreise explodieren und die wirtschaftliche Unsicherheit wächst, zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Instrument der Vermögenssicherung. Während politische Fehlentscheidungen ganze Volkswirtschaften erschüttern können, haben Gold und Silber über Jahrtausende hinweg ihren Wert bewahrt – unabhängig von der Kompetenz oder Inkompetenz der jeweiligen Regierung.

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