
Gaspreis explodiert: Europas Energie-Achillesferse liegt schmerzhaft offen

Es ist ein Lehrstück darüber, wie schnell die vermeintliche Versorgungssicherheit eines ganzen Kontinents ins Wanken geraten kann. Die Eskalation im Nahen Osten hat in dieser Woche eine neue, gefährliche Dimension erreicht – und Europas Gaspreise schießen in die Höhe, als hätte jemand ein Streichholz an ein Pulverfass gehalten. Die Huthi-Rebellen kündigten eine Blockade des Roten Meeres an, und prompt kletterte der Gaspreis in Europa auf den höchsten Stand seit dem Beginn des Irankriegs im Februar.
Fast eine Verdopplung binnen weniger Monate
Der richtungsweisende Terminkontrakt Amsterdam TTF, jener Preisindikator, an dem sich das gesamte europäische Preisniveau orientiert, wurde am Mittwochabend zu satten 62 Euro pro Megawattstunde gehandelt. Zum Vergleich: Das seien rund 94 Prozent mehr als noch vor den US-israelischen Angriffen auf den Iran. Fast eine Verdopplung – und das in einem Zeitraum, in dem europäische Politiker uns immer wieder versichern wollten, die Energiekrise sei doch längst überstanden.
Wer glaubte, die Zeiten explodierender Energiepreise seien Vergangenheit, wird gerade eines Besseren belehrt.
Leere Speicher, volle Nervosität
Besonders brisant: Die Füllstände der europäischen Gasspeicher lägen laut Fachleuten unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Genau das mache die Lage für europäische Staaten zu einem immer größeren Risiko. Man stelle sich das vor: Ein Kontinent, der seine Energiepolitik über Jahre hinweg auf Ideologie statt auf Vernunft gebaut hat, blickt nun auf halbleere Speicher – während im Nahen Osten die Lunte brennt.
Wie konnte es soweit kommen? Die Antwort liegt in einer Energiepolitik, die planwirtschaftliche Träumereien über die harte Realität physikalischer Gesetze stellte. Man hat funktionierende Kraftwerke abgeschaltet, sich in eine gefährliche Abhängigkeit von teurem Flüssiggas begeben und dabei geflissentlich übersehen, dass Versorgungssicherheit kein Selbstläufer ist. Der katarische LNG-Riese Ras Laffan hat seine Ausfallerklärungen bereits bis Oktober verlängert – ein weiteres Warnsignal, das man in Berlin und Brüssel geflissentlich zu überhören scheint.
Die geopolitische Erpressbarkeit Europas
Was sich hier abzeichnet, ist die bittere Quittung für eine strategische Blindheit. Ein einziger regionaler Konflikt, eine Ankündigung von Rebellen am anderen Ende der Welt – und schon zittert die europäische Wirtschaft um ihre Energieversorgung. Diese Abhängigkeit ist nicht vom Himmel gefallen. Sie ist das direkte Resultat einer Politik, die deutsche Interessen und die Sorgen der Bürger allzu oft hinter grüne Wunschvorstellungen zurückstellte.
Was bedeutet das für den Vermögensschutz?
Wenn Energiepreise derart wild ausschlagen und geopolitische Krisen die Märkte durchschütteln, zeigt sich einmal mehr, wie zerbrechlich das Fundament unserer scheinbar stabilen Wohlstandsgesellschaft ist. Steigende Energiekosten treiben die Inflation weiter an – und entwerten damit schleichend die Ersparnisse der Bürger. Gerade in solchen Zeiten der Unsicherheit haben physische Edelmetalle wie Gold und Silber über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie als krisenfester Anker dienen können. Als Ergänzung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie einen realen Sachwert, der sich nicht per Federstrich politischer Fehlentscheidungen entwerten lässt.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die volle Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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