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Kettner Edelmetalle
20.02.2026
19:32 Uhr

Gallium-Monopol: Chinas strategische Waffe bedroht Amerikas Hightech-Industrie

Während sich US-Präsident Donald Trump auf einen möglichen China-Besuch im April vorbereitet, schwebt ein unsichtbares, aber höchst brisantes Damoklesschwert über den Verhandlungen: Gallium. Jenes unscheinbare Metall, ohne das weder Halbleiter noch Solarzellen noch Elektrofahrzeuge funktionieren, könnte zum entscheidenden Druckmittel Pekings werden – und Washington steht mit dem Rücken zur Wand.

Ein Metall, das die Welt regiert

Die Zahlen sind so ernüchternd wie erschreckend: China kontrolliert nahezu 99 Prozent der weltweiten Primärproduktion von Gallium. Die Vereinigten Staaten importieren das strategisch unverzichtbare Metall zu 100 Prozent aus dem Ausland – und rund 95 Prozent dieser Importe stammen direkt aus dem Reich der Mitte. Man muss kein Geostratege sein, um zu erkennen, welch explosive Abhängigkeit sich hier über Jahrzehnte aufgebaut hat.

Im November vergangenen Jahres hatten Peking und Washington im Rahmen eines sogenannten Handels-Waffenstillstands vereinbart, dass China sein Exportverbot für Gallium, Germanium und Antimon gegenüber den USA für ein Jahr aussetzt. Doch diese Gnadenfrist läuft am 27. November 2026 aus. Danach könnte das Verbot theoretisch wieder in Kraft treten – und Amerika stünde ohne realistische Alternativquelle da.

Trumps heikle Mission in Peking

Analysten warnen bereits, dass die Gallium-Frage einen „langen Schatten" über Trumps bevorstehende Verhandlungen werfen dürfte. Das unmittelbare Ziel der US-Administration sei es demnach, eine weitere Eskalation im Bereich der kritischen Mineralien zu vermeiden – schlicht um Zeit zu gewinnen, während man fieberhaft nach alternativen Bezugsquellen sucht. Doch genau hier liegt das Problem: Solche Alternativen existieren derzeit schlichtweg nicht in ausreichendem Maßstab.

Die strategische Verwundbarkeit der USA bei kritischen Rohstoffen ist kein neues Phänomen. Bereits im Verlauf des Handelskrieges hatte Peking schrittweise Kontrollen und schließlich offene Exportverbote für mehrere strategische Materialien verhängt. Die Folgen waren verheerend: Zahlreiche westliche Großunternehmen kämpften im vergangenen Jahr mit gravierenden Engpässen bei essenziellen Vorprodukten wie Seltenerd-Magneten.

Eine Lektion, die auch Europa betrifft

Was für die USA gilt, trifft in ähnlicher Weise auf Europa und Deutschland zu. Die westlichen Industrienationen haben sich über Jahrzehnte hinweg in eine gefährliche Abhängigkeit von chinesischen Rohstofflieferungen manövriert – getrieben von Kostenoptimierung und dem naiven Glauben, globale Lieferketten würden ewig reibungslos funktionieren. Dass Peking diese Abhängigkeit nun als geopolitisches Druckmittel einsetzt, sollte niemanden überraschen. Es ist die logische Konsequenz einer kurzsichtigen Industriepolitik, die strategische Souveränität dem kurzfristigen Profit geopfert hat.

Chinas Exportkontrollregime bleibt derweil vollständig intakt. Die Aussetzung des Verbots war stets als temporäre Geste gedacht – nicht als dauerhafte Lösung. Peking hält alle Trümpfe in der Hand und weiß das auch. Die Frage ist nicht, ob China diese Karte ausspielen wird, sondern wann und zu welchem Preis.

Physische Werte als Anker in unsicheren Zeiten

In einer Welt, in der Rohstoffabhängigkeiten zu geopolitischen Waffen werden und globale Lieferketten jederzeit zusammenbrechen können, gewinnt die Frage der Vermögenssicherung durch physische Werte eine ganz neue Dimension. Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als krisenfeste Wertanlage bewährt – unabhängig von politischen Launen, Handelsembargos oder dem Wohlwollen fremder Mächte. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen ergänzt, schafft sich einen Anker, der auch dann Bestand hat, wenn die geopolitischen Stürme an Intensität zunehmen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Für individuelle Anlageentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich. Wir empfehlen, im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren.

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