
Fulda: Wenn die Polizei den Falschen festnimmt – Pressefreiheit unter Beschuss bei Antifa-Gegendemo
Was sich am 28. März 2026 in Fulda abspielte, liest sich wie ein Lehrstück darüber, wie es um die Pressefreiheit in Deutschland tatsächlich bestellt ist. Bei der Gründungsveranstaltung des hessischen Landesverbands der AfD-Jugend im Bürgerhaus Johannesberg versammelten sich draußen die üblichen Verdächtigen: Antifa, linksextreme Gruppierungen und ein breites, steuerfinanziertes Bündnis aus DGB, ver.di und GEW. Mittendrin: ein unabhängiger Livestreamer, der nichts weiter tat, als das Geschehen mit seiner Kamera zu dokumentieren. Am Ende des Tages war nicht etwa einer der aggressiven Gegendemonstranten in Polizeigewahrsam – sondern der Mann mit der Kamera.
Beleidigungen, Drohungen und Schirmbarrieren gegen einen Journalisten
Der Livestreamer, der unter dem Namen „Weichreite" bekannt ist, dokumentiert regelmäßig politische Veranstaltungen und Demonstrationen. An jenem Samstag in Fulda stellte er Teilnehmern der Gegendemo eine simple Frage zur Parole „Kein Mensch ist illegal". Die Antwort? Keine sachliche Auseinandersetzung, kein demokratischer Diskurs. Stattdessen: „Halt die Fresse", „Verpiss dich" und schließlich die unmissverständliche Ansage „Ich krieg dich". So viel zum Thema Toleranz und Vielfalt, das sich dieses Milieu so gerne auf die Fahnen schreibt.
Weichreite wandte sich daraufhin mehrfach an die anwesende Polizei und forderte die Aufnahme einer Anzeige wegen Drohung und Nötigung. Doch was geschah? Offenbar nichts Erkennbares gegen die Bedränger. Stattdessen geriet der Dokumentierende selbst ins Visier der Beamten.
Ein Platzverweis, der keiner war – und dann doch einer
Was dann folgte, spottet jeder rechtsstaatlichen Logik. Polizeibeamte stoppten Weichreite an Absperrungen, verwiesen ihn aus bestimmten Bereichen und erklärten ihm, wo er sich aufhalten dürfe und wo nicht. Ein Platzverweis sei ausgesprochen worden, hieß es zunächst. Kehre er zurück, drohe Gewahrsam. Weichreite hielt dagegen: Er sei Presse, habe niemanden provoziert, und eine Demonstration könne sich ihre Berichterstatter nicht aussuchen.
Dann die Kehrtwende. Plötzlich hieß es, ein Platzverweis bestehe offenbar gar nicht. Kurz darauf wurde ihm sogar mitgeteilt, weder die Versammlungsleitung noch die Polizeiführung hätten etwas gegen seine Anwesenheit einzuwenden. Er könne sich frei bewegen. Erst raus, dann rein, dann wieder raus – wer soll das noch ernst nehmen? Dieser groteske Widerspruch offenbart ein erschreckendes Maß an Willkür, das man in einem funktionierenden Rechtsstaat nicht für möglich halten sollte.
Regenschirme als Waffen gegen die Berichterstattung
Nach der zwischenzeitlichen Freigabe seiner Bewegungsfreiheit schilderte Weichreite, wie Gegendemonstranten mit Regenschirmen gezielt Wege und Sichtachsen blockierten. Die Schirme hätten sich systematisch immer genau dort aufgebaut, wo er entlanggehen wollte. Schließlich sei er von einem Mann mit buntem Regenschirm weggeschubst worden. Erneut forderte er die Polizei zum Einschreiten auf. Erneut vergeblich.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Wenn Demonstranten bei einer Antifa-Gegendemo gezielt Kameras abschirmen, Wege zustellen und einen Berichterstatter physisch attackieren, dann ist das ein direkter Angriff auf die freie Dokumentation im öffentlichen Raum. Wenn die Polizei in einer solchen Situation nicht die Behinderung der Pressearbeit unterbindet, sondern den Dokumentierenden selbst unter Druck setzt, dann hat dieser Vorgang eine politische Dimension, die weit über Fulda hinausreicht.
Festnahme des Falschen – Polizei und Anwalt widersprechen sich
Am Ende kam es zum Zugriff. Doch nicht gegen die aggressiven Bedränger, nicht gegen die Schirmblockierer, nicht gegen diejenigen, die „Ich krieg dich" gerufen hatten. Nein – gegen den Livestreamer selbst. Der Anwalt Markus Haintz erklärte, Weichreite sei von hinten von der Polizei angegriffen worden. Nun werde ihm Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen.
Die Polizei Osthessen stellte den Sachverhalt naturgemäß anders dar: Eine männliche Person habe im Bereich der Bühne die Ordnung der laufenden Versammlung erheblich gestört, sei durch den Versammlungsleiter ausgeschlossen worden und habe bei der Durchsetzung Widerstand geleistet. Ein Beamter sei dabei leicht verletzt worden.
Diese Darstellung kollidiert jedoch frontal mit dem vorliegenden Videomaterial. Dort wird zwischenzeitlich ausdrücklich gesagt, dass die Versammlungsleitung nichts gegen Weichreites Anwesenheit einzuwenden habe. Dort wird ebenso ausdrücklich erklärt, dass ein Platzverweis nicht bestehe. Damit steht nicht nur die Grundlage des späteren Zugriffs massiv in Frage – es drängt sich der Verdacht auf, dass ein missliebiger Berichterstatter gezielt aus dem Geschehen gedrängt werden sollte.
Steuerfinanzierte Gegendemo mit fragwürdigem Hintergrund
Besonders pikant ist der Blick auf die Zusammensetzung der Gegendemo. Neben Antifa und linksextremen Gruppierungen marschierten auch steuerfinanzierte Organisationen wie DGB, ver.di und GEW mit. Ebenso dabei: der Verein „Fulda stellt sich quer", gegen den schwerwiegende Vorwürfe im Raum stehen. Nach Akteneinsicht zu den Jahren 2019 bis 2023 soll der Verein mindestens 73.123,60 Euro aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben" zu Unrecht erhalten haben. Die Rede sei von Fristversäumnissen, fehlenden Belegen, Mehrfachabrechnungen, nicht erbrachten Leistungen, unzulässigen Honorarverträgen mit eigenen Mitgliedern und engen personellen Verflechtungen mit der zuständigen Kontrollstelle.
Wer unter dem Banner von „Vielfalt und Demokratie" aufmarschiert, gleichzeitig aber im Verdacht steht, Steuergelder erschlichen zu haben, entlarvt die Doppelmoral dieses Milieus in geradezu exemplarischer Weise. Der brave Steuerzahler finanziert also nicht nur die Gegendemo, sondern möglicherweise auch noch den Betrug, der dahintersteht. Willkommen in Deutschland im Jahr 2026.
Ein Symptom des Verfalls
Was in Fulda geschah, ist kein Einzelfall. Es reiht sich ein in eine beunruhigende Serie von Vorfällen, bei denen unabhängige Berichterstatter bei politischen Veranstaltungen behindert, bedrängt und am Ende von der Polizei behandelt werden wie Störer – während die tatsächlichen Aggressoren unbehelligt bleiben. Es verfestigt sich der Eindruck, dass bei der Antifa-Gegendemo am 28. März 2026 nicht die Behinderung der Pressefreiheit beendet wurde, sondern durch die Polizei fortgesetzt – und derjenige entfernt wurde, der sie sichtbar machte.
Man fragt sich unweigerlich: In welchem Land leben wir eigentlich, wenn ein Journalist festgenommen wird, weil er filmt, was andere lieber im Verborgenen halten möchten? Wenn Regenschirme zu Zensurwerkzeugen werden und die Polizei nicht den Zensor, sondern den Beobachter in Gewahrsam nimmt? Die Pressefreiheit, einst ein Grundpfeiler unserer Demokratie, scheint in Deutschland zunehmend nur noch für jene zu gelten, die das Richtige berichten – also das, was dem herrschenden Narrativ entspricht. Wer unbequeme Wahrheiten dokumentiert, lebt gefährlich. Das sollte jeden Bürger dieses Landes zutiefst beunruhigen.

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