
Freibad-Chaos in Baden-Württemberg: Wenn der Grenzverkehr zur Sicherheitsfrage wird
Der Sommer sollte eigentlich die Zeit unbeschwerter Freibadbesuche sein – ein Tag am Wasser, ein Sprung ins kühle Becken, Familien auf der Liegewiese. Doch in mehreren grenznahen Städten Baden-Württembergs verwandeln sich die kommunalen Schwimmbäder inzwischen in Bühnen für Polizeigroßeinsätze. Und wieder einmal ist es die deutsche Bevölkerung, die den Kopf hinhalten muss für ein Problem, das an den Grenzen unseres Landes offenbar keine Kontrolle mehr kennt.
Personalausweis fürs Planschbecken – willkommen in der Realität 2026
Was wie ein absurder Satire-Einfall klingt, ist längst Alltag geworden. In Kehl müssen Badegäste beim Kauf einer Tageskarte nun ihre Personalien angeben und einen Lichtbildausweis mitführen. Die Besucherkapazität wurde von 1.600 auf 1.400 Personen gedrosselt. Wer sich danebenbenimmt, dem droht ein Badeverbot bis zum Saisonende. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Der brave deutsche Bürger wird kontrolliert und reglementiert, damit er sein eigenes, mit Steuergeldern finanziertes Freibad überhaupt noch betreten kann.
Auslöser für diese drastischen Maßnahmen waren nach übereinstimmenden Medienberichten wiederkehrende Vorfälle mit Gruppen junger Männer, die als nordafrikanisch beschrieben wurden und aus dem benachbarten Frankreich anreisten. In Kehl kam es sogar zu einem Vorfall, bei dem eine ausländische Männergruppe das Freibad regelrecht stürmte – ein Ereignis, das einen polizeilichen Großeinsatz auslöste. Beamte aus Kehl und Achern mussten von der Bundespolizei unterstützt werden, um das gesamte Bad zu räumen.
Ein Muster, das sich durch das ganze Land zieht
Kehl ist kein Einzelfall. In Müllheim gelten seit rund zwei Wochen verschärfte Regeln: Taschenkontrollen am Einlass, Ausweispflicht, verstärktes Sicherheitspersonal. Die Stadtverwaltung nennt als Gründe für die Vorfälle unter anderem Diebstahl, Belästigung, das heimliche Fotografieren anderer Personen, Verstöße gegen das Drogenverbot und sogar sexuelle Handlungen. Laut einem Sprecher des Polizeipräsidiums Freiburg seien an diesen Straftaten Besucher aus Frankreich beteiligt gewesen.
Auch das Waldschwimmbad in Breisach musste in dieser Saison mehrfach die Polizei rufen – auch hier, so eine Stadtsprecherin, seien die Hauptverantwortlichen Badegäste aus Frankreich gewesen. In Offenburg spricht man diplomatisch von einem „erhöhten Betreuungs- und Kontrollaufwand“ durch „einzelne Gruppen junger Gäste aus dem grenznahen Raum“. Eine sprachliche Verrenkung, die geradezu exemplarisch zeigt, wie ungern man in Deutschland bestimmte Tatsachen beim Namen nennt.
Wenn Kommunen ihre Freibäder in Hochsicherheitszonen verwandeln müssen, damit Familien überhaupt noch baden gehen können, dann ist etwas grundlegend aus dem Ruder gelaufen.
Die eigentliche Frage: Warum wird das überhaupt geduldet?
Man könnte sich fragen, weshalb es überhaupt so weit kommen muss. Warum reisen problematische Gruppen ungehindert über die Grenze, um in deutschen Freibädern für Chaos zu sorgen? Und warum reagiert man hierzulande stets mit Maßnahmen, die vor allem den unbescholtenen Bürger treffen, statt an der Wurzel des Problems anzusetzen?
Die Schweiz, so bemerkte ein Kommentator treffend, verfolge einen deutlich pragmatischeren Ansatz. Doch in Deutschland scheint man lieber die eigene Bevölkerung mit Ausweiskontrollen zu drangsalieren, als klare Kante gegenüber jenen zu zeigen, die unsere Gastfreundschaft mit Füßen treten. Dass Baden-Württemberg nun immerhin dazu übergehen will, die Nationalität von Tatverdächtigen grundsätzlich zu nennen, ist ein kleiner Lichtblick – ein zaghaftes Eingeständnis, dass die jahrelange Vernebelungstaktik gescheitert ist.
Ein Symptom größerer Versäumnisse
Diese Vorfälle sind kein Zufall und kein bedauerlicher Einzelfall. Sie sind Symptom einer Politik, die über Jahre hinweg Grenzen als bloße Formalität betrachtete und die Sorgen der Bürger als überzogen abtat. Dass die Kriminalität in Deutschland ein Rekordniveau erreicht hat, ist längst keine Meinung mehr, sondern statistisch belegte Realität. Und ein großer Teil der Bevölkerung teilt die Auffassung, dass es so nicht weitergehen kann. Wir brauchen endlich wieder eine Politik, die die Sicherheit und die Interessen der eigenen Bürger in den Mittelpunkt stellt – und nicht deren Gängelung.
Bis dahin bleibt vielen Familien nur der resignierte Blick auf ein Freibad, das einst Ort der Erholung war und heute zum Symbol einer verfehlten Sicherheitspolitik geworden ist. Der Sommer 2026 hätte schöner sein können.
Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen wieder.
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