
Französische Marine stoppt russischen Öltanker im Mittelmeer

In einer bemerkenswerten Operation hat die französische Marine am Donnerstag einen mit Russland in Verbindung stehenden Öltanker im Mittelmeer aufgebracht. Das Schiff gehört zur sogenannten Schattenflotte, mit der Moskau internationale Sanktionen umgeht. Derartige Vorfälle häufen sich in jüngster Zeit, was auf eine verstärkte europäische Entschlossenheit hindeutet, gegen diese Praktiken vorzugehen.
Macron demonstriert Härte
Der französische Präsident Emmanuel Macron verkündete die Operation persönlich über soziale Medien. Die französische Marine habe einen russischen Öltanker geentert und durchsucht, der internationalen Sanktionen unterliege und unter falscher Flagge fahre. Die Aktion sei auf hoher See im Mittelmeer durchgeführt worden, mit Unterstützung mehrerer Verbündeter.
„Wir werden nichts durchlassen"
Mit diesen Worten unterstrich Macron die Entschlossenheit Frankreichs. Der Zeitpunkt der Ankündigung erscheint nicht zufällig gewählt, denn zeitgleich kritisierte der ukrainische Präsident Selenskyj auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos die europäische Untätigkeit.
Details zur Operation
Bei dem aufgebrachten Schiff handelt es sich um die „Grinch", die in der Meerenge zwischen Spanien und Marokko abgefangen wurde. Das Schiff fuhr unter falscher komorischer Flagge, obwohl es eine indische Besatzung an Bord hatte. Die Begegnung mit den französischen Behörden erfolgte nahe der südspanischen Hafenstadt Almería.
Besonders bemerkenswert ist die internationale Zusammenarbeit bei dieser Aktion. Großbritannien lieferte entscheidende Geheimdienstinformationen, die das Abfangen des Tankers erst ermöglichten. Das Schiff wird derzeit unter Eskorte in einen Hafen gebracht.
Strategische Bedeutung des Standorts
Dass die Operation im Mittelmeer stattfand, ist durchaus ungewöhnlich. Bislang wurden solche Abfangaktionen überwiegend in nordeuropäischen Gewässern durchgeführt. Dies könnte darauf hindeuten, dass europäische Staaten ihre Überwachungsaktivitäten geografisch ausweiten.
Kein Einzelfall
Die aktuelle Aktion reiht sich in eine Serie ähnlicher Vorfälle ein. Bereits im September vergangenen Jahres hatte die französische Marine einen anderen Öltanker vor der französischen Atlantikküste aufgebracht. Jenes Schiff, das unter den Namen „Pushpa" oder „Boracay" bekannt war und mehrfach umbenannt wurde, hatte den russischen Ölhafen Primorsk nahe St. Petersburg verlassen und fuhr unter beninischer Flagge.
Die Schattenflotte Russlands umfasst nach Schätzungen von Experten mehrere hundert Schiffe, die unter verschiedenen Flaggen operieren und häufig ihre Identität wechseln. Diese Flotte ermöglicht es Moskau, trotz westlicher Sanktionen weiterhin Öl auf dem Weltmarkt zu verkaufen und damit Einnahmen zu generieren, die nach Einschätzung westlicher Regierungen zur Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine verwendet werden.
Es bleibt abzuwarten, ob diese verstärkten Kontrollmaßnahmen tatsächlich einen spürbaren Effekt auf die russischen Ölexporte haben werden oder ob Moskau alternative Routen und Methoden findet, um die Sanktionen weiterhin zu umgehen.
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