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Kettner Edelmetalle
17.02.2026
06:56 Uhr

Frankreich setzt auf Kernkraft und demontiert die Windrad-Träume – ein Vorbild für Deutschland?

Während Deutschland seine letzten Kernkraftwerke im April 2023 in einem Akt ideologischer Verblendung vom Netz nahm, geht Frankreich den exakt entgegengesetzten Weg. Paris hat per Dekret einen energiepolitischen Kurswechsel vollzogen, der es in sich hat: Die Zielwerte für Wind- und Solarenergie werden drastisch zusammengestrichen, die Atomkraft hingegen zum unangefochtenen Rückgrat des französischen Stromsystems erklärt. Sechs neue Reaktoren sollen gebaut werden. Man reibt sich die Augen – und fragt sich unweigerlich, ob jenseits des Rheins vielleicht doch die klügeren Köpfe am Werk sind.

Paris räumt mit alten Stilllegungsplänen auf

Finanzminister Roland Lescure brachte die neue Linie auf den Punkt: Man müsse aufhören, interne Familienstreitigkeiten auszutragen, und brauche sowohl Atomkraft als auch erneuerbare Energien. Was diplomatisch klingt, ist in Wahrheit eine unmissverständliche Ansage. Denn das neue Gesetz kippt eine frühere Vorgabe, wonach 14 Reaktoren stillgelegt werden sollten – ein Versprechen, das Präsident Macron einst im Wahlkampf 2017 gegeben hatte, um grüne Wähler zu umgarnen. Nun hat die Realität die Ideologie eingeholt.

Die 57 bestehenden Reaktoren des Staatskonzerns EDF sollen künftig nicht nur am Netz bleiben, sondern stärker ausgelastet werden. Bis 2035 peilt Paris ein Produktionsziel von 420 Terawattstunden aus Kernenergie an – rund fünf Prozent mehr als bisher geplant. Ein erster neuer Reaktor soll 2038 in Betrieb gehen. EDF-Chef Bernard Fontana begrüßte den Entwurf, weil er dem Konzern endlich die Planungssicherheit gebe, die jahrelang gefehlt habe.

Wind und Solar: Die Ernüchterung kommt per Dekret

Besonders bemerkenswert ist, was mit den erneuerbaren Energien geschieht – oder besser gesagt: nicht geschieht. Die Ausbaukorridore für Wind und Solar werden erheblich zusammengestutzt. Für beide Technologien zusammen nennt der neue Zehnjahresplan PPE bis 2035 nur noch 105 bis 135 Gigawatt installierte Leistung. Frühere Entwürfe hatten noch 133 bis 163 Gigawatt vorgesehen. Das ist keine kosmetische Korrektur, das ist ein fundamentaler Richtungswechsel.

Bei Offshore-Wind fällt das Ziel von 18 auf 15 Gigawatt. Onshore-Wind wird von 45 auf maximal 40 Gigawatt gekappt. Und auch die Solarenergie muss Federn lassen: Statt 75 bis 100 Gigawatt sind nur noch 55 bis 80 Gigawatt vorgesehen. In der Branche gelten diese Kürzungen als klares Negativsignal. Investoren dürften sich zweimal überlegen, ob sie ihr Geld in französische Windparks stecken.

Greenpeace tobt – doch die Regierung bleibt standhaft

Erwartungsgemäß ließ die Kritik der üblichen Verdächtigen nicht lange auf sich warten. Greenpeace France wetterte, der Plan sei „in seiner Vision einer Energiewende mindestens ein Jahrzehnt zurück". Man könnte freilich auch argumentieren, dass Frankreich schlicht ein Jahrzehnt voraus ist – nämlich in der Erkenntnis, dass eine verlässliche Stromversorgung für eine Industrienation nicht auf dem launischen Spiel von Wind und Wetter basieren kann.

Frankreich will bis 2030 rund 60 Prozent seines Energieverbrauchs aus dekarbonisiertem Strom decken. Derzeit stammen noch etwa 60 Prozent aus fossilen Quellen. Bis 2035 soll der Anteil sogar auf 70 Prozent steigen. Der entscheidende Unterschied zu Deutschland: Paris setzt dabei auf eine Technologie, die rund um die Uhr zuverlässig Strom liefert, unabhängig davon, ob gerade der Wind weht oder die Sonne scheint.

Ein Lehrstück für die deutsche Energiepolitik

Man muss kein Energieexperte sein, um die Ironie der Geschichte zu erkennen. Während Frankreich seine Kernkraftwerke ausbaut und damit Versorgungssicherheit, Preisstabilität und CO₂-arme Stromerzeugung in einem Aufwasch sichert, hat sich Deutschland unter der Ampelregierung in ein energiepolitisches Abenteuer gestürzt, dessen Kosten die Bürger noch Jahrzehnte spüren werden. Die Strompreise hierzulande gehören zu den höchsten in Europa, energieintensive Industrien wandern ab, und die Abhängigkeit von Gasimporten bleibt bedrückend hoch.

Dass die neue Große Koalition unter Friedrich Merz bislang keine Anstalten macht, die Kernkraft-Frage ernsthaft neu aufzurollen, ist eine verpasste Chance historischen Ausmaßes. Frankreich demonstriert gerade, wie eine pragmatische, an den Realitäten orientierte Energiepolitik aussehen kann. Es wäre an der Zeit, dass auch in Berlin die ideologischen Scheuklappen fallen – bevor der Industriestandort Deutschland endgültig den Anschluss verliert.

Natürlich bleibt auch in Frankreich nicht alles eitel Sonnenschein. Die Finanzierung der neuen Reaktoren ist angesichts der hohen Staatsverschuldung politisch heikel. Und Experten wie Emeric de Vigan von der Beratungsfirma 42 Advisors warnen, dass die Endkundenpreise trotz des Atomausbaus nicht spürbar sinken dürften. Doch eines steht fest: Paris hat sich entschieden, die Energieversorgung seiner Bürger und seiner Industrie auf ein solides Fundament zu stellen. Das verdient Respekt – und sollte in Deutschland endlich eine ehrliche Debatte über die eigene Energiezukunft anstoßen.

In Zeiten solcher energiepolitischer Umwälzungen und der damit verbundenen wirtschaftlichen Unsicherheiten erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Wer sein Portfolio breit aufstellen und gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend unberechenbaren Energiepolitik absichern möchte, tut gut daran, Edelmetalle als festen Bestandteil seiner Anlagestrategie in Betracht zu ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keine Haftung.

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