Telefonisch Mo–Fr 8–20 Uhr erreichbar
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
13.08.2026
08:21 Uhr
KI-generiert

Foto mit AfD-Kandidat: BĂŒrgermeister droht Feuerwehrleuten mit Rauswurf

Foto mit AfD-Kandidat: BĂŒrgermeister droht Feuerwehrleuten mit Rauswurf
Symbolbild: KI-generiert

Ein Handschlag, ein Gruppenfoto – und plötzlich steht die Existenz eines Ehrenamts im Feuer. In der 3.000-Einwohner-Stadt Egeln im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt haben mehrere Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr am vergangenen Freitag einen AfD-Infostand auf dem Marktplatz besucht. Jetzt droht ihnen Medienberichten zufolge der Ausschluss aus der Wehr.

Nach dem Einsatz zum Infostand – in Montur

Die Szene ist auf Video dokumentiert und wurde von einem reichweitenstarken YouTube-Kanal verbreitet: Ein Einsatzfahrzeug hĂ€lt am Marktplatz, mehrere MĂ€nner in Einsatzkleidung steigen aus und gehen auf Ulrich Siegmund zu, den Spitzenkandidaten der AfD fĂŒr die Landtagswahl. Berichten zufolge kamen die Kameraden gerade von einem Einsatz.

Die BegrĂŒĂŸung fiel demnach betont kumpelhaft aus. Siegmund habe den MĂ€nnern die Hand gegeben und gesagt:

„Jungs, macht Feierabend, habt ihr euch verdient. Danke fĂŒr euren Einsatz.“

Auf die Frage, ob er noch etwas fĂŒr sie tun könne, habe einer der FeuerwehrmĂ€nner geantwortet, man habe sich einfach einmal persönlich treffen wollen. Danach posierte die Gruppe vor dem Dienstfahrzeug.

„Fassungslos“: Der Dienstherr macht den Fall selbst öffentlich

Was folgte, dĂŒrfte den Kameraden die Feierabendlaune grĂŒndlich verdorben haben. VerbandsgemeindebĂŒrgermeister Michael Stöhr (UnabhĂ€ngige WĂ€hlergemeinschaft Egeln), seit 16 Jahren im Amt, machte den Vorgang in einem langen Facebook-Beitrag selbst öffentlich. Er sei „fassungslos“, hieß es dort.

Wer in Einsatzkleidung und mit Einsatzfahrzeug erkennbar sei, habe sich politisch neutral zu verhalten – privat dĂŒrfe hingegen jeder die Partei unterstĂŒtzen, die er wolle, so Stöhr sinngemĂ€ĂŸ. Er kĂŒndigte an, die Sache intern auszuwerten und „entsprechende Konsequenzen“ zu ziehen. Dem Ehrenamt sei ein enormer Schaden entstanden.

Besonders ein Satz sorgt fĂŒr ZĂŒndstoff. Die Bevölkerung mĂŒsse sich darauf verlassen können, dass die Feuerwehr unabhĂ€ngig von politischer Einstellung, Religion oder Herkunft helfe. Und weiter:

„Sollte das von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr auch nur ansatzweise in Zweifel gezogen werden, dann haben diejenigen nichts mehr in der Feuerwehr zu suchen.“

Der Shitstorm trifft nicht die Feuerwehr

Die Rechnung ging offenbar nicht auf. Unter dem Beitrag sammelten sich tausende Kommentare – und die Mehrzahl der Nutzer richtete sich Berichten zufolge nicht gegen die Kameraden, sondern gegen den BĂŒrgermeister. Der Vorwurf: öffentliche Vorverurteilung und die Unterstellung, politische Sympathien könnten Einfluss darauf haben, wem geholfen werde. Einige forderten seinen RĂŒcktritt.

Aus Sicht unserer Redaktion liegt der wunde Punkt genau hier: Freiwillige Feuerwehren sind das RĂŒckgrat des Katastrophenschutzes in der FlĂ€che – unbezahlt, oft chronisch unterbesetzt, immer erreichbar. Wer Ehrenamtliche wegen eines Fotos an den Pranger stellt, riskiert, dass irgendwann niemand mehr piepst, wenn der Melder geht.

Wahlkampf im Hochsommer

Der Vorfall fĂ€llt in eine hochgeladene Phase: Sachsen-Anhalt wĂ€hlt am 6. September 2026 einen neuen Landtag. In einer Umfrage von Infratest dimap kam die AfD im Mai auf 41 Prozent – rund das Doppelte ihres Ergebnisses von 2021 (20,8 Prozent).

Ob es tatsĂ€chlich zu Konsequenzen fĂŒr die vier MĂ€nner kommt, ist bislang offen. Klar ist nur: Ein Foto auf dem Marktplatz hat gezeigt, wie dĂŒnn das Eis geworden ist, auf dem politische NeutralitĂ€tsdebatten in Deutschland ausgetragen werden.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schĂŒtzen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmĂ€ĂŸig ĂŒber Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier fĂŒr den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende EinwilligungserklĂ€rung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail ĂŒber Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von GrĂŒnden mit Wirkung fĂŒr die Zukunft widerrufen. Die RechtmĂ€ĂŸigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberĂŒhrt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen