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Kettner Edelmetalle
10.03.2026
16:12 Uhr

Flugbranche vor dem Absturz: US-Airlines völlig ungeschützt gegen Energiepreisschock

Was sich derzeit über der amerikanischen Luftfahrtindustrie zusammenbraut, hat das Zeug zu einem veritablen Branchenbeben. Nach der Deutschen Bank schlägt nun auch die Schweizer Großbank UBS Alarm: Die US-Fluggesellschaften seien „nahezu zu 100 Prozent ungesichert" gegen steigende Kerosinpreise – und steuern damit sehenden Auges in eine Krise, die nicht nur Aktionäre, sondern auch Millionen von Reisenden hart treffen dürfte.

Ein Branchenrisiko, das an Existenzbedrohung grenzt

Bereits vergangene Woche hatte Deutsche-Bank-Analyst Michael Linenberg die explodierenden Treibstoffkosten als „existenzielle Bedrohung" für die Branche bezeichnet. Nun legt UBS-Analyst Atul Maheswari nach und zeichnet ein Bild, das selbst hartgesottene Investoren nervös machen sollte. Bei einem Kerosinpreis von über vier Dollar pro Gallone – einem Niveau, das bereits in greifbare Nähe gerückt ist – werde der Gewinneinbruch „erheblich und flächendeckend" ausfallen, so der Analyst in einer am Montag veröffentlichten Analyse.

Einzig Delta Airlines verfüge durch eine eigene Raffinerie über einen partiellen Schutz gegen steigende Crack-Spreads bei Kerosin. Alle anderen großen und kleinen Carrier fliegen praktisch ohne Sicherheitsnetz. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Eine Branche, die existenziell von Energiepreisen abhängt, hat es versäumt, sich gegen genau dieses Risiko abzusichern. Das ist, als würde ein Bauer seine gesamte Ernte unversichert auf dem Feld stehen lassen – mitten in der Hagelsaison.

Dramatische Gewinneinbrüche im zweiten Quartal erwartet

Die Auswirkungen auf das erste Quartal seien zwar spürbar, aber noch gedämpft, da der Energiepreisschock erst spät im Quartal einsetzte und die Airlines typischerweise einen Kerosinvorrat von etwa zwei Wochen vorhalten. Die eigentliche Katastrophe drohe jedoch im zweiten Quartal.

Die Zahlen, die UBS vorlegt, sind erschütternd: Sollten die Treibstoffpreise auf dem aktuellen Niveau verharren, könnte Deltas Gewinn je Aktie im zweiten Quartal um 55 Prozent auf 1,13 Dollar einbrechen – gegenüber der bisherigen Schätzung von 2,49 Dollar. Bei United Airlines droht gar ein Einbruch um 80 Prozent auf nur noch 0,96 Dollar je Aktie, verglichen mit der ursprünglichen Prognose von 4,78 Dollar. Southwest würde von geschätzten 1,81 Dollar auf magere 0,57 Dollar abstürzen.

Noch düsterer sieht es für American Airlines aus: Statt des prognostizierten Gewinns von 1,39 Dollar je Aktie droht ein Verlust von 0,31 Dollar. Kleinere Fluggesellschaften wie JetBlue, Allegiant und Frontier steuern laut UBS auf erhebliche Verluste zu.

Worst-Case-Szenario: Ein ganzes Jahr im Krisenmodus

Sollten die Kerosinpreise – was UBS selbst als unwahrscheinliches Szenario einstuft – auch in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf diesem Niveau verharren, wären die Konsequenzen verheerend. Deltas Jahresgewinn würde von geschätzten 7,17 Dollar auf rund 3 Dollar je Aktie zusammenschmelzen. United Airlines käme statt auf 13,56 Dollar nur noch auf 2,35 Dollar. American Airlines und weitere kleinere Carrier würden das gesamte Geschäftsjahr mit Verlusten abschließen.

Kapazitätskürzungen und steigende Ticketpreise als Folge

Die unvermeidliche Konsequenz dieses Energieschocks wird laut UBS eine rasche Kapazitätsreduzierung sein. Die Airlines werden gezwungen sein, Flüge zu streichen und Strecken einzustellen. Die Deutsche Bank warnte bereits, dass die „finanziell schwächsten Carrier den Betrieb einstellen könnten". Für Reisende bedeutet das nichts Gutes: Weniger Angebot bei gleichbleibender oder steigender Nachfrage führt unweigerlich zu höheren Ticketpreisen.

Der S&P 500 Airlines Index hat bereits einen Großteil der Kursgewinne von November bis Februar wieder abgegeben – ein deutliches Signal, dass die Märkte die Bedrohung ernst nehmen.

Ein Lehrstück über fehlende Vorsorge

Diese Entwicklung ist auch ein Lehrstück darüber, was passiert, wenn Unternehmen – oder auch Staaten – es versäumen, sich gegen vorhersehbare Risiken abzusichern. In einer Welt, in der geopolitische Spannungen vom Ukraine-Krieg bis zur Eskalation im Nahen Osten die Energiemärkte jederzeit erschüttern können, grenzt es an Fahrlässigkeit, völlig ungesichert zu operieren. Die Parallelen zur deutschen Energiepolitik der vergangenen Jahre, als man sich in blinder Abhängigkeit von russischem Gas wiegte, sind frappierend.

Für Anleger, die in Airline-Aktien investiert sind, könnte diese Entwicklung zum Weckruf werden. Einmal mehr zeigt sich, dass vermeintlich sichere Branchen-Investments über Nacht zu Verlustbringern werden können. In Zeiten derartiger Unsicherheit erweisen sich physische Edelmetalle als verlässlicher Anker im Portfolio – sie sind weder von Kerosinpreisen noch von geopolitischen Schocks in ihrer fundamentalen Wertbeständigkeit bedroht und bieten seit Jahrtausenden bewährten Schutz gegen wirtschaftliche Turbulenzen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie bei Bedarf einen qualifizierten Finanzberater.

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