
Flammeninferno am Golf: Irans verzweifelte Strategie treibt den Ölpreis in schwindelerregende Höhen
Während US-Präsident Donald Trump gewohnt vollmundig ein baldiges Ende des Konflikts mit dem Iran verkündet, brennen am Persischen Golf die Treibstofflager. Die Realität am Boden – oder besser gesagt: auf dem Wasser – zeichnet ein Bild, das so gar nicht zu den optimistischen Worten aus Washington passen will. Der Iran, militärisch den vereinten Kräften der USA und Israels hoffnungslos unterlegen, hat eine Strategie gewählt, die so alt ist wie der Krieg selbst: Wenn du den Feind nicht besiegen kannst, mach es ihm so teuer wie möglich.
Die Straße von Hormus: Nadelöhr der Weltwirtschaft unter Beschuss
Die Schifffahrt durch die Straße von Hormus – jene schmale Meerenge, durch die täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt – ist nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Iranische Raketen und Drohnen haben die Handelsschifffahrt in der Region seit Kriegsbeginn vor anderthalb Wochen praktisch lahmgelegt. Die Konsequenz? Der Ölpreis ist auf den höchsten Stand seit Sommer 2022 geschossen. Eine Entwicklung, die nicht nur Börsianer nervös macht, sondern jeden einzelnen Bürger an der Tankstelle und bei der Heizkostenabrechnung treffen wird.
Ein unter thailändischer Flagge fahrender Frachter, die „Mayuree Naree", wurde nahe der Meerenge von iranischen Raketen getroffen. Zwei Geschosse schlugen oberhalb der Wasserlinie ein, lösten Brände am Heck und im Maschinenraum aus. Von 23 thailändischen Besatzungsmitgliedern konnten 20 durch die omanische Marine gerettet werden – drei Seeleute seien zunächst im Maschinenraum eingeschlossen geblieben. Solche Meldungen sind längst keine Einzelfälle mehr, sondern trauriger Alltag in einer Region, die zum Pulverfass geworden ist.
Bahrain, Oman, Irak: Kein Golfstaat bleibt verschont
Die iranischen Angriffe beschränken sich keineswegs auf militärische Ziele der USA oder Israels. Teheran nimmt systematisch die Energie-Infrastruktur der gesamten Golfregion ins Visier – und trifft damit ausgerechnet jene Staaten, die eigentlich als Verbündete oder zumindest als neutrale Nachbarn gelten wollten.
In Bahrain griffen iranische Streitkräfte Treibstofflager in unmittelbarer Nähe des internationalen Flughafens an. Ob es sich um die Kerosindepots des Flughafens am Rande der Hauptstadt Manama oder eine andere Einrichtung handelte, blieb zunächst unklar. Das Innenministerium forderte die Bewohner auf, in ihren Häusern zu bleiben und die Fenster geschlossen zu halten. Ein Szenario, das an die dunkelsten Kapitel der Golfkriege erinnert.
Im Oman trafen Drohnen Treibstofftanks im Hafen von Salala. Bilder des arabischen Senders Al Jazeera zeigten gewaltige Feuerbälle über den getroffenen Tanks. Pikant dabei: Ein Sprecher der iranischen Militärführung wies jede Verantwortung zurück und bezeichnete den Vorfall im „befreundeten, benachbarten und brüderlichen Land Oman" als „verdächtig". Man respektiere die Souveränität Omans, hieß es aus Teheran. Eine Aussage, die angesichts der Faktenlage geradezu zynisch anmutet.
Im Irak kam bei einem Angriff auf zwei Öltanker in irakischen Hoheitsgewässern mindestens ein Mensch ums Leben. 38 Besatzungsmitglieder wurden geborgen. Die irakische Hafenverwaltung stellte daraufhin den Betrieb sämtlicher Ölterminals bis auf Weiteres ein – ein Schlag ins Herz der irakischen Wirtschaft, die ohnehin seit Jahrzehnten am Tropf ihrer Ölexporte hängt.
Emirate und Saudi-Arabien im Fadenkreuz
Auch die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien blieben nicht verschont. Die emiratische Luftabwehr bekämpfte in den frühen Morgenstunden eine Bedrohung durch Raketen. In Dubai stürzte eine Drohne auf ein Wohngebäude – der Brand konnte zwar unter Kontrolle gebracht werden, verletzt wurde niemand, doch die psychologische Wirkung auf die Bevölkerung eines Landes, das sich als sicherer Hafen des Wohlstands inszeniert, dürfte verheerend sein. Saudi-Arabien meldete den Abschuss von 18 Drohnen im Osten des Landes. Kuwait fing ebenfalls feindliche Drohnen ab, die in den nördlichen Luftraum eingedrungen waren.
Vor der Küste der Emirate wurde zudem ein Containerschiff von einem unbekannten Geschoss getroffen. Ein kleines Feuer brach aus, verletzt wurde nach Angaben der britischen Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt niemand. Doch jeder dieser Vorfälle sendet eine unmissverständliche Botschaft an die Versicherungswirtschaft und die Reedereien dieser Welt: Die Durchfahrt durch den Persischen Golf ist ein Russisches Roulette geworden.
Trumps Optimismus trifft auf Israels Entschlossenheit
US-Präsident Trump erklärte in einem Telefoninterview, der Krieg könne „bald" enden. Es gebe „praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte", wurde er vom Nachrichtenportal Axios zitiert. Eine Einschätzung, die das israelische Militär offenbar nicht teilt: Man verfüge noch über eine „umfangreiche Liste an Zielen" im Iran, hieß es aus Jerusalem. Diese Diskrepanz zwischen amerikanischem Zweckoptimismus und israelischer Entschlossenheit offenbart einmal mehr die Bruchlinien innerhalb der Koalition gegen Teheran.
Derweil zerstörten die israelischen Streitkräfte bei einer massiven Angriffswelle auf den Libanon Dutzende Stellungen der proiranischen Hisbollah. Innerhalb von nur 30 Minuten griff die Luftwaffe in den Vororten Beiruts zehn Ziele an – darunter das Hauptquartier des Hisbollah-Geheimdienstes, die Zentrale der Eliteeinheit Radwan und weitere Kommandozentralen. Zuvor hatte die Hisbollah den Norden Israels mit Raketen beschossen. Ein Kreislauf der Gewalt, der kein Ende zu nehmen scheint.
Die Schweiz zieht die Reißleine
Ein diplomatisches Signal, das die Dramatik der Lage unterstreicht: Die Schweiz schloss ihre Botschaft in Teheran wegen eines „steigenden Sicherheitsrisikos" vorübergehend. Das ist mehr als eine bürokratische Vorsichtsmaßnahme. Die Eidgenossen vertreten im Iran seit dem Abbruch der amerikanisch-iranischen Beziehungen die Interessen Washingtons – sie übermitteln Botschaften zwischen beiden Ländern und betreuen amerikanische Staatsbürger. Wenn selbst dieser letzte diplomatische Kanal versiegt, wird es einsam um die Möglichkeiten einer Verhandlungslösung.
Was bedeutet das für Deutschland und Europa?
Die Eskalation am Golf trifft Europa und Deutschland mit voller Wucht. Steigende Ölpreise bedeuten steigende Energiekosten – und das in einer Phase, in der die deutsche Wirtschaft ohnehin unter massivem Druck steht. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen bereits die Weichen für eine weitere Schuldenexplosion gestellt. Kommt nun noch ein externer Energiepreisschock hinzu, dürfte die Inflation erneut anziehen und die ohnehin gebeutelten Bürger weiter belasten.
Es rächt sich bitter, dass Deutschland unter der Vorgängerregierung seine Energieversorgung ideologiegetrieben umgebaut und sich in fatale Abhängigkeiten begeben hat. Wer Kernkraftwerke abschaltet, Gaslieferungen aus Russland kappt und gleichzeitig auf volatile erneuerbare Energien setzt, der steht bei geopolitischen Verwerfungen wie diesen mit leeren Händen da. Die Zeche zahlt – wie immer – der deutsche Steuerzahler und Verbraucher.
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der Wert krisenfester Anlagen. Während Aktienmärkte bei geopolitischen Schocks regelmäßig einbrechen und Währungen unter Druck geraten, haben sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher in unsicheren Zeiten bewährt. Wer sein Vermögen breit streut und einen Teil in physischen Edelmetallen hält, schützt sich gegen genau jene Verwerfungen, die wir derzeit am Persischen Golf beobachten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Konsultation eines qualifizierten Finanzberaters getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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