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Kettner Edelmetalle
09.03.2026
05:27 Uhr

Existenzbedrohung für Airlines: Energieschock durch Nahost-Eskalation könnte ganze Flotten am Boden halten

Existenzbedrohung für Airlines: Energieschock durch Nahost-Eskalation könnte ganze Flotten am Boden halten

Was sich seit Wochen als düstere Vorahnung am Horizont abzeichnete, nimmt nun konkrete Gestalt an: Die militärische Eskalation im Nahen Osten – die sogenannte „Operation Epic Fury" gegen den Iran – entfaltet ihre verheerenden Sekundäreffekte weit über das unmittelbare Kriegsgebiet hinaus. Mehr als 14.000 Flugstörungen wurden allein bis Ende vergangener Woche registriert. Und während Politiker in Berlin und Brüssel noch über Klimaneutralität und Sondervermögen debattieren, steht eine ganze Branche vor dem Abgrund.

Deutsche Bank schlägt Alarm: Treibstoffpreise explodieren

Analysten der Deutschen Bank um Michael Linenberg haben in einer aufsehenerregenden Analyse gewarnt, dass die explodierenden Kerosinpreise für die finanziell schwächsten Fluggesellschaften das Ende bedeuten könnten. Die Zahlen sind erschreckend: Brent-Rohöl ist seit Jahresbeginn um rund 52 Prozent gestiegen, während sich die Kerosinpreise verdoppelt bis mehr als verdoppelt haben – ein Anstieg von 100 bis 125 Prozent. Wer diese Zahlen nüchtern betrachtet, dem wird schnell klar: Hier braut sich ein perfekter Sturm zusammen.

Linenberg formulierte es in seiner Analyse unmissverständlich: Ohne eine baldige Entspannung könnten Airlines weltweit gezwungen sein, Tausende Flugzeuge am Boden zu lassen, während die finanziell angeschlagensten Carrier ihren Betrieb vollständig einstellen müssten. Das ist keine Panikmache – das ist kalte Mathematik.

Crack Spreads auf historischem Niveau

Besonders alarmierend ist die Entwicklung der sogenannten Crack Spreads – also der Differenz zwischen dem Rohölpreis und dem Preis für Kerosin. Diese bewegen sich derzeit zwischen 85 und 95 Dollar pro Barrel und liegen damit auf oder sogar über dem Preis des Rohöls selbst. Ein solches Phänomen wurde zuletzt 2005 beobachtet, als die Hurrikane Katrina und Rita die amerikanische Golfküste verwüsteten. Damals gingen mit Delta und Northwest zwei der größten US-Airlines in die Insolvenz. Die Geschichte, so scheint es, wiederholt sich – nur diesmal mit geopolitischem statt meteorologischem Auslöser.

Zehn Länder sperren ihren Luftraum

Zehn Länder haben seit Beginn der Operation ihren Luftraum ganz oder teilweise geschlossen. Die Drehkreuze am Persischen Golf – Dubai, Abu Dhabi, Riad – nahmen zwar Mitte der Woche teilweise den Betrieb wieder auf, doch Berichte über einen direkten Treffer auf den Flughafen Dubai am Samstag zeigen, wie fragil diese Normalisierung ist. Solange die IRGC-Drohnen- und Raketenangriffe auf Golfstaaten andauern – teilweise auf zivile Infrastruktur wie Flughäfen gerichtet –, bleibt die Lage hochexplosiv. Das US-Zentralkommando CENTCOM erklärte in der Nacht, die Operation werde sogar noch beschleunigt.

Ein Gegenwind von über 20 Milliarden Dollar

Die Dimension des finanziellen Schadens ist kaum zu fassen. Innerhalb eines Monats sind die Kerosinpreise um zwei Dollar pro Gallone gestiegen – von 2,24 Dollar auf 4,30 Dollar an der US-Golfküste. Bei einem prognostizierten Verbrauch der US-Luftfahrtindustrie von 20 Milliarden Gallonen im Jahr 2026 ergibt sich ein Gegenwind im zweistelligen Milliardenbereich. Zum Vergleich: Die gesamte operative Gewinnprognose der Branche liegt bei etwa 20 Milliarden Dollar. Der Treibstoffschock frisst also den kompletten Gewinn auf – und mehr.

Natürlich werden Airlines reagieren. Linenberg schätzt, dass eine pauschale Preiserhöhung von zehn Dollar pro Ticket auf Jahresbasis sieben bis acht Milliarden Dollar zusätzlichen Umsatz generieren könnte. Doch höhere Ticketpreise treffen vor allem preissensible Verbraucher – und in einer ohnehin angeschlagenen Wirtschaft dürfte die Nachfrage nach Flugreisen spürbar sinken. Ein klassischer Teufelskreis.

Börsen reagieren mit Panikverkäufen

Die Finanzmärkte haben die Botschaft längst verstanden. Der S&P 500 Passenger Airlines Index brach in der vergangenen Woche um 12,6 Prozent ein – der stärkste Wochenverlust seit dem 18-prozentigen Absturz Anfang April 2025, als Trumps Zollpolitik die Märkte erschütterte. Die Turbulenz setzte praktisch zeitgleich mit dem Beginn der Militäroperation ein.

Wer in Airline-Aktien investiert war, dürfte sich dieser Tage die Haare raufen. Einmal mehr zeigt sich, wie verwundbar börsennotierte Unternehmen gegenüber geopolitischen Schocks sind. Während Aktienkurse innerhalb von Stunden in den Keller rauschen können, bieten physische Edelmetalle in solchen Krisenzeiten traditionell einen sicheren Hafen. Gold und Silber kennen keine Luftraumsperrungen und keine Crack Spreads – sie bewähren sich seit Jahrtausenden als Vermögensschutz in genau solchen Momenten, in denen das Kartenhaus der modernen Finanzwelt ins Wanken gerät.

Die geopolitische Dimension: Europa in der Zwickmühle

Für Deutschland und Europa hat diese Entwicklung weitreichende Konsequenzen. Die Abhängigkeit von Energieimporten aus dem Nahen Osten rächt sich einmal mehr bitter. Während die Bundesregierung unter Friedrich Merz mit einem 500-Milliarden-Sondervermögen die marode Infrastruktur flicken will, droht ein Energiepreisschock, der die ohnehin galoppierende Inflation weiter anfachen könnte. Die Zeche zahlt – wie immer – der deutsche Steuerzahler und Verbraucher.

Die nächste Welle von Flugstörungen, so warnen die Analysten, könnte nicht mehr von gesperrten Lufträumen am Golf ausgehen, sondern vom Energieschock selbst, der die schwächsten Fluggesellschaften in die Knie zwingt. Für Reisende, Unternehmen und die gesamte globale Lieferkette wäre das ein Szenario mit kaum absehbaren Folgen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, vor Investitionsentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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