
Evonik macht den Rotstift zur Chefsache: 1.850 Stellen fallen dem Sparzwang zum Opfer
Die deutsche Industrie blutet weiter aus – und diesmal trifft es einen der traditionsreichsten Spezialchemiekonzerne des Landes. Der Essener Riese Evonik streicht bis Ende 2026 rund 1.850 Arbeitsplätze. Wieder einmal sind es die Beschäftigten, die für eine Krise zahlen, deren Ursachen nicht in den Werkshallen, sondern in den Ministerien der Berliner Republik zu suchen sind.
Der Niedergang eines Industrie-Schwergewichts
Vorstandschef Christian Kullmann gab auf der Hauptversammlung die Marschrichtung vor: Evonik solle „schlanker, schneller und schlagkräftiger" werden, wie er laut WAZ verlauten ließ. Schöne Worte, hinter denen sich eine harte Realität verbirgt. Allein im laufenden Jahr verschwinden rund 1.000 Stellen. Bereits im Vorjahr hatte der Konzern 850 Arbeitsplätze abgebaut. Dienstreisen, Fortbildungen, Messebesuche – überall wird gekürzt, wo gekürzt werden kann.
Dass der Abbau „sozialverträglich" und gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern erfolge, betont das Management. Betriebsbedingte Kündigungen seien bis 2032 ausgeschlossen. Das mag den Betroffenen ein schwacher Trost sein. Denn am Ende bleibt die bittere Wahrheit: In Deutschland werden Arbeitsplätze in der industriellen Wertschöpfung systematisch vernichtet.
Wenn der Standort zur Belastung wird
Man muss kein Chemieingenieur sein, um die wahren Gründe zu erkennen. Explodierende Energiekosten, eine ausufernde Bürokratie und eine Klimapolitik, die den industriellen Kern unseres Landes wie einen Klotz am Bein behandelt – das ist der Cocktail, der die deutsche Chemieindustrie an die Wand fährt. Während andere Nationen ihre Industrie hofieren, zwingt man hierzulande die Konzerne in die Knie.
„Ich glaube, dass wir in der Vergangenheit eine zu ausgeprägte Gesprächskultur hatten. Die Bereitschaft zum Dialog darf nicht verwechselt werden mit einer Sehnsucht nach Palaverei", so Kullmann.
Ein bemerkenswerter Satz. Vielleicht sollte sich auch die Politik diese Worte zu Herzen nehmen. Denn während in Berlin über Gendersternchen und 500-Milliarden-Sondervermögen palavert wird, verlieren tausende Familien ihre Existenzgrundlage.
Die Kosten des Kahlschlags
Der Umbau ist nicht zum Nulltarif zu haben: Personalvorstand Thomas Wessel bezifferte die Aufwendungen für Abfindungen und weitere Personalmaßnahmen im vergangenen Geschäftsjahr auf rund 97 Millionen Euro. Hinzu kommt eine gekürzte Dividende – auch die Aktionäre dürfen bluten. Das Programm „Tailor Made", mit dem die Verwaltung durchforstet wurde, soll laut Konzernspitze gegen unnötige Bürokratie helfen. Ironie der Geschichte: Die größte Bürokratie sitzt nicht im Konzern, sondern im Bundestag.
Ein Symptom, kein Einzelfall
Evonik, gegründet 2007 und mit weltweit rund 32.000 Mitarbeitern einer der führenden Spezialchemiekonzerne, ist kein Einzelfall. Der Konzern steht stellvertretend für eine ganze Branche, die unter der politischen Fehlsteuerung ächzt. Ein Großteil der Bürger spürt längst, dass etwas grundlegend schiefläuft. Deutschland braucht endlich wieder eine Politik, die für den Wirtschaftsstandort kämpft, statt ihn auf dem Altar ideologischer Träumereien zu opfern.
Warum Sachwerte jetzt an Bedeutung gewinnen
In Zeiten, in denen industrielle Substanz schwindet, die Inflation durch milliardenschwere Schuldenpakete weiter angeheizt wird und das Vertrauen in Papierwerte bröckelt, suchen kluge Anleger nach echtem, krisenfestem Vermögen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie ihren Wert auch dann bewahren, wenn ganze Industriezweige ins Wanken geraten. Als solide Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bieten sie einen Schutz, den keine Politik wegregulieren kann.
Hinweis: Die vorstehenden Ausführungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellen keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und gegebenenfalls fachkundigen Rat einzuholen. Für getroffene Anlageentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich.

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