Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
26.02.2026
16:29 Uhr

Europas Börsen auf Rekordhoch: Nvidia-Euphorie treibt die Kurse – doch wie lange noch?

Der europäische Leitindex STOXX 600 hat am Donnerstag ein neues Allzeithoch markiert und kletterte auf 634,60 Punkte. Getrieben von starken Unternehmensbilanzen und dem anhaltenden Hype um künstliche Intelligenz scheint die Rallye an den europäischen Aktienmärkten kein Ende zu nehmen. Doch wer genauer hinschaut, erkennt hinter der glänzenden Fassade durchaus beunruhigende Risse.

Nvidia liefert – und enttäuscht trotzdem

Der Chipgigant Nvidia, unangefochtener König der KI-Hardware, übertraf mit seinen Quartalszahlen und Umsatzprognosen zwar die Erwartungen der Analysten. Doch die Reaktion der Anleger fiel erstaunlich verhalten aus – gerade einmal ein Prozent Plus im vorbörslichen US-Handel. Ein Zeichen dafür, dass die Märkte mittlerweile derart aufgebläht sind, dass selbst herausragende Ergebnisse kaum noch für Begeisterungsstürme sorgen. Man könnte fast meinen, die Börse habe sich an Superlative gewöhnt wie der deutsche Steuerzahler an immer neue Belastungen.

Die europäischen Technologiewerte reagierten entsprechend zurückhaltend. Die Branche steht unter verschärfter Beobachtung, seit neuere KI-Modelle die Frage aufwerfen, ob traditionelle Geschäftsmodelle nicht schneller als gedacht obsolet werden könnten. Richard Flax, Investmentchef bei Moneyfarm, brachte es auf den Punkt: Auf der Hardware-Seite sei der Ausblick zwar konstruktiv, doch auf der Software-Seite gebe es erhebliche Fragezeichen hinsichtlich des Ausmaßes der bevorstehenden Disruption.

Rüstung und Energie als heimliche Gewinner

Bemerkenswert ist, dass der europäische Verteidigungssektor mit einem Plus von 1,2 Prozent zu den stärksten Branchen des Tages gehörte. Allen voran der spanische Rüstungs- und Technologiekonzern Indra, dessen Aktie um satte 18 Prozent nach oben schoss. Das Unternehmen meldete besser als erwartete Jahreszahlen, wobei sich der Auftragsbestand mehr als verdoppelte. In Zeiten geopolitischer Unsicherheit – vom andauernden Ukraine-Krieg bis zur jüngsten Eskalation im Nahen Osten – überrascht diese Entwicklung kaum. Dass Europas Verteidigungsindustrie boomt, ist letztlich nichts anderes als das Eingeständnis jahrzehntelanger sicherheitspolitischer Versäumnisse.

Auch der Energiesektor sorgte für Schlagzeilen. Der französische Versorger Engie legte um 7,2 Prozent zu, nachdem er die Übernahme von UK Power Networks für umgerechnet rund 14 Milliarden Dollar ankündigte. Damit sichert sich Engie erstmals ein eigenes Stromnetz in Europa – ein Schritt, der als transformativ für das Unternehmen gilt. Schneider Electric wiederum profitierte von der boomenden Nachfrage nach Rechenzentren und übertraf die Gewinnerwartungen deutlich, was die Aktie um 3,7 Prozent steigen ließ.

Lagarde beschwichtigt – doch die Sorgen bleiben

Inmitten der KI-Euphorie meldete sich EZB-Präsidentin Christine Lagarde zu Wort und versuchte, Ängste vor einer Massenarbeitslosigkeit durch künstliche Intelligenz zu zerstreuen. Eine Welle von KI-bedingten Entlassungen sei derzeit nicht zu beobachten, so Lagarde. Ob diese Beschwichtigung in einem Jahr noch Bestand haben wird, darf bezweifelt werden. Die Geschichte lehrt uns, dass technologische Umbrüche selten so sanft verlaufen, wie es Zentralbanker gerne darstellen.

Nicht alles glänzt an Europas Börsen

Denn während die Indizes Rekorde feiern, gibt es auch deutliche Verlierer. Der belgische Chemiekonzern Syensqo brach um erschreckende 21 Prozent ein, nachdem die Quartalsergebnisse die Erwartungen verfehlten – der Handel musste zeitweise ausgesetzt werden. Auch der britische Pharmahersteller Hikma verlor 14 Prozent nach einer enttäuschenden Umsatzprognose. Solche Einbrüche zeigen, wie fragil die aktuelle Rallye tatsächlich ist.

Positiv überraschte hingegen der deutsche Sportartikelhersteller Puma mit einem Plus von 6,3 Prozent, da die Jahresverluste geringer ausfielen als befürchtet. Ein schwacher Trost für ein Unternehmen, das einst als Aushängeschild deutscher Wirtschaftskraft galt und nun froh sein muss, weniger Geld verloren zu haben als erwartet.

Die große Frage: Wie nachhaltig ist dieser Boom?

Die Rekordjagd an Europas Börsen mag auf den ersten Blick berauschend wirken. Doch man sollte nicht vergessen, dass diese Kursgewinne vor dem Hintergrund massiver geopolitischer Risiken, einer fragilen Konjunktur und einer beispiellosen Verschuldungspolitik stattfinden. Allein in Deutschland plant die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das kommende Generationen mit Zinszahlungen belasten wird. Die Inflation dürfte dadurch weiter angeheizt werden – und mit ihr die Frage, was das eigene Ersparte in zehn oder zwanzig Jahren noch wert sein wird.

Wer in diesen turbulenten Zeiten nach einem verlässlichen Anker für sein Vermögen sucht, sollte den Blick über die Aktienmärkte hinaus richten. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als Schutzschild gegen Inflation und Währungsverfall bewährt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wertvollen Beitrag zur langfristigen Vermögenssicherung leisten – ganz ohne die Volatilität, die Aktionäre derzeit Nacht für Nacht um den Schlaf bringt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifel einen qualifizierten Finanzberater.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen