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Kettner Edelmetalle
20.03.2026
17:24 Uhr

Eskalation im Nahen Osten: Wenn der Ölpreis explodiert und Zentralbanken wegschauen

Was passiert, wenn ein regionaler Konflikt zur globalen Energiekrise mutiert? Die Antwort liefern die Ereignisse der vergangenen Stunden mit erschreckender Deutlichkeit. Israel hat – offenbar in Abstimmung mit den USA – Irans größtes Gasfeld angegriffen. Die Reaktion Teherans ließ nicht lange auf sich warten, und sie traf die Weltwirtschaft dort, wo es am meisten schmerzt: bei der Energieversorgung.

Katars LNG-Anlage schwer beschädigt – globale Versorgung in Gefahr

Katar meldet schwere Schäden an der weltweit größten LNG-Exportanlage in Ras Laffan, die rund 20 Prozent des globalen Angebots bereitstellt. Ein Fünftel der weltweiten Flüssiggas-Exporte – einfach so gefährdet. Brent-Öl notiert bei rund 112 Dollar, der europäische Gaspreis TTF bei 54 Euro. Doch damit nicht genug: Es kursieren unbestätigte Berichte, wonach auch die saudische Ersatz-Pipeline nach Yanbu am Roten Meer getroffen worden sein könnte. Sollte sich dies bewahrheiten, würden Millionen Barrel Öl täglich vom Markt verschwinden. Die Konsequenzen wären verheerend – nicht nur für die Märkte, sondern für jeden einzelnen Verbraucher, der an der Tankstelle oder beim Heizen die Rechnung bezahlt.

Golfstaaten rüsten zum Gegenschlag

Die diplomatischen Reaktionen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Katar hat Irans Militär- und Sicherheitsattachés des Landes verwiesen und mit weiteren Maßnahmen zum Schutz seiner Souveränität gedroht. Saudi-Arabien erklärte, der Golfkooperationsrat behalte sich militärische Aktionen gegen Iran vor, „falls dies als notwendig erachtet wird". Kuwait verhaftete zehn Hisbollah-Agenten wegen eines mutmaßlichen Anschlagsplans auf „lebenswichtige Einrichtungen". Die Region steht am Rand eines offenen Konflikts, der weit über bilaterale Scharmützel hinausgehen könnte.

Besonders brisant: Donald Trump selbst warf in einem seiner typischen Posts die Frage auf, was wohl geschähe, wenn man „den Rest des iranischen Terrorstaates erledigen" und die Verantwortung für die Straße von Hormus jenen Ländern überlassen würde, die tatsächlich auf sie angewiesen seien. Eine rhetorische Frage? Vielleicht. Aber eine, die in Washington offenbar ernsthaft diskutiert wird.

Ein geopolitisches Schachspiel um die maritime Vorherrschaft

Hinter den militärischen Manövern verbirgt sich möglicherweise ein weit größeres strategisches Kalkül. Schifffahrtsexperten argumentieren, die USA könnten die Krise nutzen, um die Kontrolle über die maritime Versicherungsindustrie von Großbritannien zu übernehmen und europäische Reedereien zu zwingen, ihre Handelsschiffe unter US-Flagge zu registrieren – im Tausch gegen Versicherungsschutz und physische Absicherung in der Straße von Hormus. De facto würde Washington so eine große Handelsflotte gewinnen, ohne auch nur ein einziges Schiff bauen zu müssen. Ein Geniestreich der Machtpolitik – oder ein weiterer Schritt in Richtung einer fragmentierten Weltwirtschaft.

Die Frachtraten schießen bereits in die Höhe. Große Reedereien informieren ihre Kunden, dass sie sich auf ein Gesetz aus dem 19. Jahrhundert berufen könnten, das ihnen erlaubt, Fracht am nächstgelegenen Hafen abzuladen und die Weiterbeförderung dem Importeur zu überlassen. Willkommen in der neuen Normalität des Welthandels.

US-Ölexportverbot als nächste Eskalationsstufe?

Als wäre die Lage nicht schon angespannt genug, kursieren Berichte über mögliche US-Exportzölle auf Rohöl oder gar ein vollständiges Exportverbot. Der Spread zwischen Brent und WTI ist bereits der größte seit über einem Jahrzehnt. Ein solches Verbot würde den US-Ölpreis drücken, während Brent in astronomische Höhen schießen dürfte – mit katastrophalen Folgen für Europa und Asien. Für den amerikanischen Verbraucher brächte es bei Diesel und raffinierten Produkten kaum Entlastung, doch die Signalwirkung wäre verheerend: Das Ende des „einen Preises" auf den globalen Energiemärkten.

Die Fed schaut zu – und zuckt mit den Schultern

Inmitten dieses geopolitischen Pulverfasses hat die US-Notenbank die Zinsen erwartungsgemäß unverändert gelassen. Ihre Einschätzung zur Lage im Nahen Osten? Die „Auswirkungen der Entwicklungen im Nahen Osten auf die US-Wirtschaft" seien „unsicher". Man möchte lachen, wenn es nicht so ernst wäre. Die neuen Wirtschaftsprojektionen der Fed prognostizieren eine Kerninflation von 2,7 Prozent für 2026, die dann brav auf 2,0 Prozent bis 2028 sinken soll. Als gäbe es keinen Krieg, keine Energiekrise, keine tektonischen Verschiebungen in der Weltordnung.

Analysten haben ihre Prognosen bereits angepasst und rechnen nur noch mit zwei Zinssenkungen in diesem Jahr – im September und Dezember. Je nach Kriegsverlauf könnte selbst das zu optimistisch sein. Die australische Zentralbank RBA veröffentlichte derweil einen Finanzstabilitätsbericht mit der beruhigenden Botschaft, Haushalte könnten „globale Schocks und Zinsschmerzen verkraften". Gleichzeitig brach die Vollzeitbeschäftigung in Australien ein, und die Arbeitslosigkeit stieg unerwartet auf 4,3 Prozent. Auch Neuseelands BIP-Wachstum enttäuschte mit mageren 0,2 Prozent.

Ein Jahrzehnt der Schocks – und niemand zieht Konsequenzen

Die bittere Wahrheit ist: Seit 2020 jagt ein „exogener Schock" den nächsten. Covid, der Ukraine-Krieg, die Huthi-Angriffe im Roten Meer, Trumps Zolloffensive, und nun ein ausgewachsener Nahostkrieg. Irgendwann muss man sich die Frage stellen, ob diese permanente Eskalation nicht längst zum systemischen Risiko geworden ist – eines, das Zentralbanken mit ihren antiquierten Modellen schlicht nicht erfassen können oder wollen.

Für Deutschland und Europa sind die Implikationen besonders gravierend. Eine Bundesregierung unter Friedrich Merz, die gerade erst ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg gebracht hat und damit die Verschuldung in schwindelerregende Höhen treibt, steht nun vor der zusätzlichen Herausforderung explodierender Energiekosten. Die Inflation, die man bereits durch die schuldenfinanzierte Ausgabenpolitik befeuert, dürfte durch steigende Öl- und Gaspreise noch weiter angeheizt werden. Der deutsche Bürger zahlt die Zeche – wie immer.

Gold als Fels in der Brandung

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der unschätzbare Wert physischer Edelmetalle. Während Papierwerte schwanken, Energiemärkte im Chaos versinken und Zentralbanken hilflos agieren, bleibt Gold das, was es seit Jahrtausenden ist: ein sicherer Hafen. Wer angesichts geopolitischer Verwerfungen, galoppierender Inflation und einer zunehmend fragilen Weltwirtschaft sein Vermögen schützen möchte, kommt an physischen Edelmetallen als Bestandteil eines breit diversifizierten Portfolios kaum vorbei.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Quellen. Jeder Anleger ist selbst dafür verantwortlich, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung einzuholen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Eine Haftung für etwaige finanzielle Verluste, die auf Grundlage der in diesem Artikel enthaltenen Informationen entstehen, wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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