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Kettner Edelmetalle
05.03.2026
06:29 Uhr

Eskalation am Persischen Golf: Wie der Iran-Konflikt Deutschlands Energieversorgung in den Abgrund reißen könnte

Es ist ein Déjà-vu der schlimmsten Sorte. Gerade erst hatte sich Deutschland mühsam von den Verwerfungen der Energiekrise 2022 erholt, da droht der nächste geopolitische Schock die ohnehin angeschlagene Wirtschaft erneut in die Knie zu zwingen. Die militärische Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran hat die globalen Energiemärkte in Aufruhr versetzt – und Deutschland steht einmal mehr als verwundbarer Zuschauer am Spielfeldrand.

Gaspreise explodieren – und das ist erst der Anfang

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Innerhalb weniger Tage sei der Erdgaspreis um über sieben Prozent gestiegen – von 2,83 auf 3,05 US-Dollar pro Million British Thermal Units. Was auf den ersten Blick moderat klingen mag, ist in Wahrheit nur das leise Grollen vor dem Donner. Denn laut Berechnungen der US-Investmentbank Goldman Sachs könnte eine einmonatige Unterbrechung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus die europäischen Gaspreise um bis zu 130 Prozent in die Höhe katapultieren. Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen: Hundertdreißig Prozent.

Und genau dieses Horrorszenario ist seit dem 2. März bittere Realität geworden. Der Iran hat die Straße von Hormus offiziell gesperrt. Der Chef der iranischen Revolutionsgarde drohe, jedes Schiff unter Beschuss zu nehmen, das die Meerenge zu passieren versuche. Eine Drohung, die man angesichts der aktuellen Lage durchaus ernst nehmen sollte.

Die Straße von Hormus: Nadelöhr der Weltwirtschaft

Wer verstehen will, warum diese Entwicklung so brisant ist, muss einen Blick auf die Geographie werfen. Die Straße von Hormus – kaum 50 Kilometer breit, an der engsten Stelle noch weniger – verbindet den Persischen Golf mit dem offenen Meer. Nur zwei schmale Fahrrinnen von jeweils rund drei Kilometern Breite stehen der internationalen Schifffahrt zur Verfügung. Durch dieses Nadelöhr fließt ein gewaltiger Anteil der weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte.

Katar, der drittgrößte LNG-Produzent der Welt und zweitgrößter Lieferant Europas, verschifft nahezu sein gesamtes Flüssiggas über diese Route. Das Land plant sogar, seine LNG-Produktion bis 2030 um 85 Prozent auf 142 Millionen Tonnen zu steigern. All diese Pläne stehen nun auf dem Spiel. Eine Blockade trifft nicht nur die Golfstaaten – sie trifft Europa, sie trifft Deutschland.

Versicherungsprämien schießen in die Höhe

Selbst wenn die Blockade nur von kurzer Dauer sein sollte, sind die wirtschaftlichen Folgen bereits spürbar. Versicherer hätten den Schiffseignern mitgeteilt, dass die Prämien für Schiffe, die den Persischen Golf und die Straße von Hormus passieren, um bis zu 50 Prozent steigen würden. Für ein Schiff im Wert von 100 Millionen Dollar bedeute das Mehrkosten von 125.000 Dollar pro Reise. Kosten, die am Ende der Verbraucher tragen wird.

Deutschlands strukturelle Verwundbarkeit – ein hausgemachtes Problem

Man erinnere sich: Bereits 2022, als Russlands Angriff auf die Ukraine den deutschen Gasmarkt in eine historische Ausnahmesituation versetzte, lag der Preis für einmonatige Gas-Futures zeitweise zwölfmal so hoch wie noch 2019. Eine Studie der Deutschen Bundesbank vom November 2024 kam zu dem Ergebnis, dass ohne die damaligen negativen Angebotsschocks der reale Gaspreis im Sommer 2022 rund 30 Prozent niedriger gewesen wäre.

Die damalige Ampelregierung reagierte mit milliardenschweren Entlastungspaketen und Preisbremsen – finanziert natürlich vom Steuerzahler. Und was hat sich seither strukturell geändert? Wenig. Viel zu wenig. Deutschland hat es versäumt, seine Energieversorgung auf ein solides Fundament zu stellen. Statt auf heimische Ressourcen zu setzen, statt die Kernenergie als verlässlichen Pfeiler der Stromversorgung zu erhalten, hat man sich in ideologische Sackgassen manövriert. Die Quittung dafür könnte nun erneut auf dem Tisch liegen.

Industrie am Scheideweg

Besonders energieintensive Branchen stehen vor einer existenziellen Herausforderung. Chemieindustrie, Stahlwerke, Glashersteller, Papierfabriken – sie alle sind auf bezahlbare Energie angewiesen. Ihre Gewinnmargen sind im internationalen Wettbewerb ohnehin dünn wie Papier. Ein erneuter Energieschock könnte das Fass zum Überlaufen bringen.

BDI-Präsident Peter Leibinger hatte noch im Januar bei der Jahresauftaktpressekonferenz gewarnt: Die Stimmung in der Industrie bleibe fragil, die Industrie werde 2026 voraussichtlich schwächer wachsen als die Gesamtwirtschaft. Nur wenn man der Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum hohe Priorität einräume, könne der Abwärtstrend der Industrieproduktion gestoppt werden. Das war eine gute Woche vor Beginn der Militärschläge auf den Iran. Seitdem hat sich die Lage dramatisch verschärft.

Die Standortdebatte, die durch Subventionen der schwarz-roten Bundesregierung unter Friedrich Merz zuletzt etwas abgeebbt war, gewinnt nun wieder an Schärfe. Und man fragt sich unwillkürlich: Wie lange können es sich deutsche Unternehmen noch leisten, in einem Land zu produzieren, das seine Energieversorgung dem Wohlwollen geopolitischer Kräfte überlässt?

Verbraucher werden die Zeche zahlen

Noch sind die gestiegenen Großhandelspreise nicht vollständig bei den Haushalten angekommen. Viele profitieren von längerfristigen Lieferverträgen oder stabilen Tarifen. Doch das ist nur eine Frage der Zeit. Steigen die Preise am Markt dauerhaft, folgen mit Verzögerung die Preisanpassungen bei den Energieversorgern. Steigende Heizkosten, höhere Abschläge im kommenden Winter, teurere Lebensmittel und Konsumgüter – die Kaskade ist vorhersehbar.

Denn Gas und Strom sind nicht nur direkte Kostenfaktoren für Heizungen und Industrieanlagen. Sie stecken in praktisch jedem Produkt: in Stahl, Chemikalien, Kunststoffen, in den Transportkosten für Lkw-Logistik und Schifffahrt. Verteuert sich Energie, verteuert sich die gesamte Wertschöpfungskette. Am Ende zahlt der Bürger – wie immer.

Trumps Marine als Rettungsanker?

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, den bedrohten Schiffsverkehr in der Straße von Hormus militärisch abzusichern. Die US-Marine solle „so bald wie möglich" damit beginnen, Tanker durch die Meerenge zu eskortieren. Unter allen Umständen würden die USA den freien Fluss von Energie für den Rest der Welt sicherstellen, so Trump auf Truth Social. Immerhin – während Europa noch Krisenstäbe einsetzt und Sondersitzungen abhält, handelt Washington.

Die Europäische Kommission hat ihrerseits nach einer Sondersitzung in Brüssel die Einsetzung eines Krisenstabs beschlossen. Man wolle Reaktionen auf die rasant steigenden Energiepreise planen. Planen. Nicht handeln. Der Unterschied könnte für Millionen europäischer Bürger und Unternehmen teuer werden.

Gold als sicherer Hafen in stürmischen Zeiten

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle als Vermögenssicherung unverzichtbar sind. Während Gaspreise explodieren, Aktienmärkte nervös reagieren und die Inflation erneut anzuziehen droht, bewährt sich Gold seit Jahrtausenden als Krisenwährung. Wer sein Vermögen breit streuen und gegen geopolitische Schocks absichern möchte, sollte physische Edelmetalle als festen Bestandteil seines Portfolios in Betracht ziehen. Denn eines lehrt die Geschichte mit erschreckender Regelmäßigkeit: Papierwerte können über Nacht verfallen – Gold und Silber überdauern.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jeder Anleger ist selbst dafür verantwortlich, sich umfassend zu informieren und eigenständige Anlageentscheidungen zu treffen. Eine Haftung für etwaige finanzielle Verluste, die auf Grundlage der in diesem Artikel enthaltenen Informationen entstehen, wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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