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Kettner Edelmetalle
05.03.2026
16:00 Uhr

Eskalation am Golf: Tankerangriffe und Ölpreisexplosion – Wie der US-Iran-Konflikt die Weltwirtschaft in den Abgrund reißt

Was sich derzeit in den Gewässern des Persischen Golfs abspielt, gleicht einem geopolitischen Pulverfass, das mit jeder Stunde weiter an Sprengkraft gewinnt. Seit dem Ausbruch offener Feindseligkeiten zwischen den USA, Israel und dem Iran am vergangenen Samstag wurden bereits neun Schiffe angegriffen – und ein Ende der Eskalation ist nicht in Sicht. Die Straße von Hormus, jene maritime Lebensader, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggasangebots fließt, droht zum Nadelöhr einer globalen Energiekrise zu werden.

Explosionen, Drohnen und ein Meer voller gestrandeter Tanker

Am Donnerstag wurde ein unter der Flagge der Bahamas fahrender Rohöltanker nahe dem irakischen Hafen Khor al Zubair von einem iranischen ferngesteuerten Sprengstoffboot attackiert. Ein zweiter Tanker vor der Küste Kuwaits erlitt eine schwere Explosion an der Backbordseite – Wasser drang ein, Öl trat aus. Bilder, die an die dunkelsten Kapitel der Tankerkriege der 1980er Jahre erinnern.

Doch damit nicht genug: Iran feuerte eine Welle von Raketen auf Israel ab und entsandte Drohnen in den aserbaidschanischen Luftraum, wobei vier Menschen verletzt wurden. Die Krise greift damit weit über den ursprünglichen Konfliktherd hinaus und bedroht weitere Ölproduzenten in der Region. Rund 200 Schiffe – darunter Öl- und Gastanker sowie Frachtschiffe – liegen laut Schiffsverfolgungsdaten vor den Küsten der großen Golfstaaten vor Anker, unfähig, ihre Häfen anzulaufen. Hunderte weitere Schiffe stauen sich vor der Straße von Hormus.

Ölpreise im Höhenflug – Europa unter Druck

Die Märkte reagieren, wie sie es in solchen Momenten stets tun: mit Panik. Die Rohölsorte Brent legte am Donnerstag um drei Prozent zu, WTI sogar um vier Prozent. Seit Beginn der Kampfhandlungen am Samstag sind beide Benchmarks um satte 16 Prozent gestiegen. Der europäische Gaspreis explodierte in dieser Woche um nahezu 60 Prozent. Zahlen, die jedem Verbraucher und jedem Industrieunternehmen den Schweiß auf die Stirn treiben dürften.

Als wäre die Lage nicht schon prekär genug, goss Russlands Präsident Wladimir Putin zusätzlich Öl ins Feuer – im wahrsten Sinne des Wortes. Er erwäge, die Gaslieferungen nach Europa sofort einzustellen, ließ er verlauten. Eine Drohung, die angesichts der ohnehin angespannten Versorgungslage wie ein Damoklesschwert über dem Kontinent hängt. Katar, das 20 Prozent des weltweiten LNG-Angebots bereitstellt, hat seine Gasproduktion bereits zu Wochenbeginn eingestellt. Andere große Produzenten wie die USA und Australien verfügen laut Branchenanalysten kaum über freie Kapazitäten, um diesen Ausfall zu kompensieren.

BP flüchtet aus dem Irak – Raffinerien drosseln Produktion

Der britische Energieriese BP evakuierte sein ausländisches Personal vom irakischen Ölfeld Rumaila, nachdem zwei nicht identifizierte Drohnen auf dem Gelände gelandet waren. Der Irak selbst hat seine Ölproduktion um fast 1,5 Millionen Barrel pro Tag gedrosselt – schlicht weil die Lagerkapazitäten erschöpft sind und keine Tanker mehr beladen werden können. In Kuwait wurde eine Raffinerie komplett stillgelegt, eine weitere reduzierte ihre Verarbeitungsrate. Auch in Bahrain fuhr eine Raffinerie ihre Produktion herunter.

Trumps Antwort: Marineeskorten und Versicherungsgarantien

US-Präsident Donald Trump bot Marineeskorten und Versicherungsgarantien an, um den Schiffsverkehr wieder in Gang zu bringen und die Energiepreise einzudämmen. Der Versicherungsmarkt Lloyd's of London erklärte, man stehe mit der US-Regierung in Kontakt, um einen entsprechenden Plan auszuarbeiten. Ob diese Maßnahmen ausreichen werden, um das Vertrauen der Reedereien wiederherzustellen, bleibt indes höchst fraglich. Denn solange iranische Sprengboote und Drohnen die Gewässer unsicher machen, dürfte kaum ein Kapitän freiwillig die Straße von Hormus passieren wollen.

Asien in der Klemme – China reagiert drastisch

Die Auswirkungen reichen längst bis nach Fernost. Asiatische Importeure geraten durch die Lieferunterbrechungen aus dem Nahen Osten zunehmend unter Druck. China hat seine Raffinerien angewiesen, keine neuen Exportverträge für Treibstoff mehr abzuschließen und bereits zugesagte Lieferungen nach Möglichkeit zu stornieren. Ein bemerkenswerter Schritt, der die Dimension dieser Krise eindrücklich verdeutlicht.

Was bedeutet das für Deutschland und Europa?

Für Deutschland und Europa könnte die Lage kaum ungünstiger sein. Die EU steht vor der Herausforderung, ihre Gasspeicher in den kommenden Monaten wieder aufzufüllen – ein Unterfangen, das durch den Iran-Konflikt und die gestörten LNG-Lieferungen erheblich riskanter und teurer geworden ist. Europa importiert nach wie vor Gas aus Russland und plant, die Pipeline-Lieferungen erst Ende 2027 vollständig einzustellen. Neue kurzfristige LNG-Verträge mit Russland sollen ab Ende April 2026 verboten werden. Doch was nützen langfristige Pläne, wenn die Gegenwart brennt?

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht damit vor einer weiteren gewaltigen Bewährungsprobe. Während man in Berlin mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die marode Infrastruktur sanieren will und gleichzeitig die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz verankert hat, drohen explodierende Energiepreise die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft weiter in die Knie zu zwingen. Die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten, die man durch eine ideologiegetriebene Energiewende eigentlich hätte reduzieren wollen, rächt sich nun bitter. Statt auf eine pragmatische, technologieoffene Energiepolitik zu setzen, hat man jahrelang Kernkraftwerke abgeschaltet und sich in eine fatale Abhängigkeit manövriert.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, wie fragil die globalen Lieferketten sind und wie schnell geopolitische Konflikte den Wohlstand ganzer Nationen bedrohen können. Wer sein Vermögen in solch unsicheren Zeiten schützen möchte, sollte über eine breite Diversifikation nachdenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher in Krisenzeiten bewährt und können als sinnvolle Ergänzung eines breit aufgestellten Portfolios dienen, um der schleichenden Entwertung durch Inflation und geopolitische Verwerfungen entgegenzuwirken.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, vor Investitionsentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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