
Erdrutsch im Norden: AfD erreicht historisches Umfragehoch in Mecklenburg-Vorpommern

Was sich seit Monaten abzeichnete, nimmt nun geradezu tektonische Ausmaße an: Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern hat in einer aktuellen Forsa-Umfrage einen Wert erreicht, der die politische Landschaft des Bundeslandes grundlegend erschüttern dürfte. 37 Prozent – so stark wurde die Partei von Spitzenkandidat Leif-Erik Holm in diesem Bundesland noch nie gemessen. Ein Ergebnis, das die etablierten Parteien in Schwerin in kollektive Schockstarre versetzen dürfte.
Die rot-rote Koalition: Ein Auslaufmodell
Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Noch vor einem Jahr lag die AfD bei 29 Prozent – ein Zuwachs von acht Prozentpunkten innerhalb von zwölf Monaten ist selbst für Demoskopen bemerkenswert. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und ihre SPD folgen mit 23 Prozent auf dem zweiten Platz, abgeschlagen um satte 14 Punkte. Der Koalitionspartner Die Linke kommt auf magere elf Prozent. Man muss kein Mathematikgenie sein, um zu erkennen: Selbst zusammengerechnet kämen beide Regierungsparteien nur auf 34 Prozent – drei Punkte weniger als die AfD allein.
Es ist ein vernichtendes Urteil der Bürger über die amtierende Landesregierung. Und es ist zugleich ein Spiegelbild dessen, was sich in ganz Deutschland vollzieht: Die Menschen haben genug. Genug von einer Politik, die ihre Sorgen ignoriert, genug von ideologiegetriebenen Entscheidungen, genug von einer Regierung, die lieber moralisiert als regiert.
Holm träumt von der Alleinregierung – zu Recht?
AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm ließ sich angesichts dieser Zahlen zu einer bemerkenswerten Aussage hinreißen: „Es geht in Richtung Alleinregierung." Nun mag man das als überschwänglichen Optimismus abtun. Doch wer die Dynamik der vergangenen Monate betrachtet, wer sieht, wie die Zustimmungswerte kontinuierlich steigen, während die Konkurrenz stagniert oder gar verliert, der wird zugeben müssen: Ganz abwegig ist dieser Gedanke nicht mehr.
Die CDU, einst stolze Volkspartei auch im Nordosten, dümpelt bei kläglichen 13 Prozent – knapp vor den Linken. Das Bündnis Sahra Wagenknecht steht bei fünf Prozent an der Sperrklausel. Grüne und FDP würden mit vier beziehungsweise zwei Prozent den Einzug in den Schweriner Landtag krachend verfehlen. Am 20. September wird gewählt, und die Frage ist längst nicht mehr, ob die AfD stärkste Kraft wird, sondern wie groß ihr Vorsprung ausfallen wird.
Das Dilemma der CDU
Für die CDU in Mecklenburg-Vorpommern ergibt sich eine geradezu groteske Situation. Will sie nicht mit der AfD koalieren – und die Brandmauer steht bekanntlich noch, wenn auch zunehmend rissig –, bliebe ihr rechnerisch nur ein Dreierbündnis mit SPD und Linken. Ausgerechnet. Die CDU als Juniorpartner einer linken Koalition – Friedrich Merz dürfte bei diesem Gedanken die Zornesröte ins Gesicht steigen. Doch genau das wäre die logische Konsequenz einer Politik, die sich lieber an ideologischen Abgrenzungen festklammert, als den Wählerwillen ernst zu nehmen.
Was wir in Mecklenburg-Vorpommern beobachten, ist nichts weniger als eine demokratische Revolution an der Wahlurne. Die Bürger haben verstanden, dass sich nur dann etwas ändert, wenn sie selbst den Wandel erzwingen. Die zunehmende Kriminalität, die unkontrollierte Migration, der wirtschaftliche Niedergang ganzer Regionen – all das treibt die Menschen in Scharen zu einer Partei, die zumindest verspricht, diese Probleme beim Namen zu nennen. Ob die etablierte Politik daraus endlich die richtigen Schlüsse zieht, darf bezweifelt werden. Die Wähler in Mecklenburg-Vorpommern haben ihre Antwort jedenfalls bereits gegeben.
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