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Erdogans Triumph in Syrien: Das Ende des kurdischen Traums und der Beginn einer neuen Machtordnung

Erdogans Triumph in Syrien: Das Ende des kurdischen Traums und der Beginn einer neuen Machtordnung

Was sich über Monate abgezeichnet hatte, ist nun bittere Realität geworden. Die Vereinigten Staaten haben ihre schützende Hand von den kurdisch kontrollierten Gebieten in Syrien zurückgezogen, und die Folgen sind verheerend. Die von der Türkei unterstützte Regierung in Damaskus beendet die kurdische Autonomie – und Deutschland? Schweigt. Keine Maschinengewehre, keine Unterstützung, keine Solidarität mit jenen, die einst als Bollwerk gegen den IS gefeiert wurden.

Der schnelle Zusammenbruch einer Illusion

Die „Syrischen Demokratischen Kräfte" (SDF), jener Zusammenschluss kurdischer Milizen unter Führung der YPG, brachen in sich zusammen wie ein Kartenhaus im Sturm. Als sich die arabischen Stämme abwandten und dem impliziten Ruf Erdogans folgten, war das Schicksal des geopolitischen Projekts eines kurdischen Staates besiegelt. Eine Gemeinschaft, die angeblich nach sozialistisch-liberalen Ideen funktionieren sollte, scheiterte an der harten Realität machtpolitischer Interessen.

Die Ironie der Geschichte könnte kaum bitterer sein: Die Kurden hatten auf die USA gesetzt, auf jene Macht, die niemals ein echtes Interesse an einem demokratisch-konföderalistischen Experiment nach den Ideen des PKK-Gründers Abdullah Öcalan hatte. Washington nutzte die Kurden als regionales Spaltinstrument, als Werkzeug zur Kontrolle fruchtbarer Böden und strategisch wichtiger Ölquellen. Doch als Donald Trump das Interesse an Syrien verlor, fielen die Kurden wie eine heiße Kartoffel.

Die Naivität westlicher Außenpolitik

Wie oft waren die Kurden gewarnt worden? Ohne den Dreifrontenkrieg, den Assad führen musste, ohne das Vorenthalten wichtiger Ressourcen durch die von den USA unterstützten Kräfte, hätte der säkulare syrische Staat mit einer begrenzten Autonomie für die Kurden dem Druck der Türkei im Norden und Israels im Süden widerstehen können. Die Kurden hätten davon profitiert – stattdessen stehen sie nun mit leeren Händen da.

Der neue selbsternannte syrische Präsident Ahmed Sharaa erließ zwar ein Dekret, das den Kurden Sprachrechte und Staatsbürgerschaft gewährt. Doch das ist ein schwacher Trost für jene, die für politisch-territoriale Autonomie ihr Leben gaben. Ein Stück Papier ersetzt keine echte Selbstbestimmung.

Erdogans strategischer Triumph

Für den türkischen Präsidenten Erdogan ist die Entwicklung ein geostrategischer Volltreffer. Er hat die militärisch-territoriale Bedrohung durch die mit der PKK verbündeten kurdischen Kräfte beseitigt, sein Ziel der Unterwerfung Syriens vorangebracht und kann sich nun verstärkt auf die Ausweitung seines Einflusses nach Osten konzentrieren – bis nach Zentralasien.

Die Frage, die sich nun stellt: Interpretiert Erdogan diesen Erfolg als Sieg über die USA oder als freundliches Entgegenkommen Washingtons? Von dieser Einschätzung dürfte sein weiteres Handeln abhängen, insbesondere in Hinsicht auf eine mögliche BRICS-Mitgliedschaft der Türkei.

Die entstehende „islamische NATO"

Geopolitische Analysten warnen bereits vor den weitreichenden Konsequenzen. Eine Verschärfung der israelisch-türkischen Rivalität in Syrien ist für Tel Aviv besorgniserregend genug. Doch wenn Ankara dies durch eine mögliche Mitgliedschaft in einem pakistanisch-saudischen Bündnis ausnutzt, könnte eine Art „islamische NATO" entstehen – bestärkt durch die jüngsten Siege im Südjemen und in Syrien.

Diese entstehende Allianz könnte die militärische Zusammenarbeit in der Levante und möglicherweise eines Tages auch in Zentralasien ausweiten. Die USA scheinen dies stillschweigend zu billigen, vermutlich in der Hoffnung, einen entscheidenden Keil zu schaffen, um die östliche Hemisphäre weiterhin zu spalten.

Eine alternative Perspektive: BRICS als Hoffnungsschimmer?

Es gibt jedoch auch eine optimistischere Lesart der Ereignisse. Wenn das BRICS-Forum attraktiv genug ist, um die Türkei einzubinden, könnte sich in dessen Einflussbereich eine weitere Säule entwickeln, die dem Iran nicht feindlich gegenübersteht, sondern kooperativ. Das würde Druck auf Saudi-Arabien und Ägypten ausüben, ebenfalls beizutreten.

Das Potenzial der Region ist enorm: Die Ingenieure und Wissenschaftler des Iran, das Heer der Arbeitskräfte Ägyptens, die militärische Macht der Türkei, das Kapital Saudi-Arabiens. Eine solche Konstellation bereitet sowohl den Planern in Washington als auch in Brüssel schlaflose Nächte.

Was bleibt: Lehren für die deutsche Außenpolitik

Die Ereignisse in Syrien sollten auch der deutschen Politik eine Mahnung sein. Jahrelang wurde die Unterstützung der Kurden als moralisch geboten dargestellt, doch als es darauf ankam, blieb die Hilfe aus. Diese Doppelmoral ist symptomatisch für eine Außenpolitik, die mehr von Symbolik als von strategischem Denken geprägt ist.

Während sich die geopolitischen Gewichte verschieben und neue Machtblöcke entstehen, scheint Deutschland einmal mehr zum Zuschauer degradiert. Die Wiege der modernen Zivilisation, wie Syrien oft genannt wird, steht nun unter türkischer Kontrolle – und Europa hat dem nichts entgegenzusetzen als betretenes Schweigen.

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