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Kettner Edelmetalle
24.02.2026
16:54 Uhr

Epstein-Skandal erreicht Skandinavien: Norwegens Ex-Premier Jagland nach Suizidversuch in kritischem Zustand

Die Schockwellen des Epstein-Skandals reißen nicht ab – und sie erreichen nun die höchsten politischen Kreise Nordeuropas. Der ehemalige norwegische Ministerpräsident Thorbjørn Jagland, einst einer der mächtigsten Männer der europäischen Politik, liegt nach einem Suizidversuch im Krankenhaus. Sein Zustand sei nach wie vor kritisch. Was diese Geschichte jedoch besonders brisant macht: Die norwegische Presse verschwieg den Vorfall eine geschlagene Woche lang.

Eine Woche des Schweigens

Jagland wurde bereits am 17. Februar ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er versucht hatte, sich das Leben zu nehmen. Dass die Öffentlichkeit davon erst Tage später erfuhr, verdankt sie nicht etwa den etablierten Medien, sondern der norwegischen Online-Zeitung iNyheter. Denn zwischen dem norwegischen Redakteursverband und Jaglands Anwalt soll es eine informelle Vereinbarung gegeben haben, die eine Berichterstattung zunächst unterband. Eine E-Mail des Anwalts an „ausgewählte Redakteure" vom 17. Februar belege dies. In dem Schreiben heiße es, die jüngsten Ereignisse hätten Jagland „stark belastet" und es bestehe „eine ernsthafte Gefahr für sein Leben oder seine Gesundheit".

Die Generalsekretärin des Redakteursverbandes, Reidun Kjelling Nybø, widersprach dieser Darstellung und erklärte, es habe keine entsprechende Vereinbarung gegeben. Den Redaktionen seien lediglich „nicht zitierfähige Hintergrundinformationen" zur Verfügung gestellt worden. Man darf sich an dieser Stelle durchaus fragen: Was genau sind „nicht zitierfähige Hintergrundinformationen", wenn nicht der elegante Euphemismus für eine koordinierte Nachrichtensperre? Einmal mehr zeigt sich, wie eng die Verflechtungen zwischen politischer Macht und medialer Berichterstattung sein können – nicht nur in Deutschland, sondern offenbar auch im vermeintlichen Musterland der Pressefreiheit Norwegen.

Die Epstein-Verbindung: Mehr als nur ein Hotelzimmer

Der Suizidversuch fällt keineswegs in ein Vakuum. Am 11. Februar 2026 hatte der Europarat die Immunität seines früheren Generalsekretärs aufgehoben – ein beispielloser Vorgang in der Geschichte dieser Institution. Nur einen Tag später erhob die norwegische Staatsanwaltschaft Anklage wegen schwerer Korruption, und Jaglands Wohnungen wurden durchsucht. Noch zu diesem Zeitpunkt gab sich der 74-Jährige kämpferisch und erklärte gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Sender NRK, er sei „sehr froh, dass die Angelegenheit aufgeklärt wird". Wenige Tage später lag er im Krankenhaus.

Die konkreten Vorwürfe gegen Jagland wiegen schwer: Er soll von dem mittlerweile verstorbenen Sexualstraftäter und Milliardär Jeffrey Epstein erhebliche Vorteile angenommen haben. Dazu zählen Übernachtungen für Jagland und seine Familienangehörigen in Epsteins Luxusimmobilien in Paris und New York sowie Aufenthalte in dessen berüchtigter Villa in Palm Beach. Darüber hinaus soll Epstein in mindestens einem Fall die Reisekosten für sechs Erwachsene übernommen und für eine weitere Urlaubsreise in die Karibik deren Finanzierung zugesagt haben.

Ein Mann an den Schalthebeln der Macht

Um die Tragweite dieser Enthüllungen zu begreifen, muss man sich Jaglands beeindruckende Karriere vor Augen führen. Ab 1992 führte er zehn Jahre lang die norwegische Arbeiterpartei. 1996 wurde er zum Staatsminister ernannt – dem norwegischen Regierungschef – und übte dieses Amt ein Jahr lang aus. Später diente er anderthalb Jahre als Außenminister seines Landes. Von 2009 bis 2019 bekleidete er das Amt des Generalsekretärs des Europarates, jener Organisation, der zum damaligen Zeitpunkt praktisch alle europäischen Staaten einschließlich Russlands angehörten.

Besonders pikant: Jagland war von 2009 bis 2015 zugleich Vorsitzender des Norwegischen Nobelkomitees, das den Friedensnobelpreis verleiht. In dieser Funktion zeichnete er verantwortlich für die höchst umstrittene Vergabe des Friedensnobelpreises an den damals frisch gewählten US-Präsidenten Barack Obama – eine Entscheidung, die schon damals weltweit Kopfschütteln auslöste, da Obama zum Zeitpunkt der Auszeichnung noch keinerlei außenpolitische Erfolge vorzuweisen hatte. Bis 2020 blieb Jagland einfaches Mitglied des Gremiums.

Die Dominosteine fallen – aber wie weit?

Der Fall Jagland reiht sich ein in eine wachsende Liste prominenter Persönlichkeiten, die durch die schrittweise Veröffentlichung der Epstein-Akten unter massiven Druck geraten. In Großbritannien wurde erst kürzlich der ehemalige britische Botschafter in den USA, Peter Mandelson, ein enger Vertrauter von Premierminister Keir Starmer, im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre festgenommen. Die Ermittlungen wegen Machtmissbrauchs laufen.

Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um zu erkennen, dass hier ein System sichtbar wird: Ein Netzwerk aus Macht, Geld und moralischer Verkommenheit, das sich über Jahrzehnte hinweg durch die höchsten Etagen der westlichen Politik zog. Jeffrey Epstein, der 2019 unter höchst zweifelhaften Umständen in seiner Gefängniszelle ums Leben kam – offiziell durch Suizid, was bis heute von vielen Experten angezweifelt wird –, war offenbar weit mehr als ein exzentrischer Milliardär mit fragwürdigen Vorlieben. Er war ein Knotenpunkt in einem Geflecht aus Abhängigkeiten und Kompromittierung.

Und Deutschland? Hierzulande herrscht in der Bundesregierung unter Friedrich Merz eine geradezu ohrenbetäubende Stille, wenn es um die Epstein-Akten geht. Keine Forderung nach Aufklärung, keine parlamentarische Initiative, kein erkennbares Interesse daran, ob auch deutsche Politiker oder Wirtschaftsgrößen in Epsteins Netzwerk verstrickt gewesen sein könnten. Diese Passivität ist bemerkenswert – und sie nährt Misstrauen. Denn wer nichts zu verbergen hat, der hat auch nichts zu befürchten von vollständiger Transparenz.

Die Rolle der Medien: Wächter oder Wachhunde der Mächtigen?

Besonders verstörend ist die Rolle der etablierten Medien in diesem Skandal. Dass in Norwegen eine koordinierte Nachrichtensperre – ob man sie nun so nennen will oder nicht – über den Suizidversuch eines ehemaligen Regierungschefs verhängt werden konnte, wirft fundamentale Fragen auf. Wenn Anwälte von Beschuldigten „ausgewählte Redakteure" anschreiben und diese daraufhin schweigen, dann funktioniert die vierte Gewalt nicht mehr als Kontrollorgan, sondern als Schutzschild der Mächtigen.

Es ist bezeichnend, dass es eine kleine Online-Zeitung war, die das Schweigekartell durchbrach. Ein Muster, das wir auch in Deutschland nur allzu gut kennen: Während die großen Medienhäuser bei unbequemen Wahrheiten zögern, lavieren und relativieren, sind es oft die unabhängigen, kleineren Publikationen, die den Mut aufbringen, die richtigen Fragen zu stellen.

Die Epstein-Affäre ist längst kein amerikanischer Skandal mehr. Sie ist ein europäischer, ein globaler Skandal – und die Frage ist nicht mehr, ob weitere prominente Namen fallen werden, sondern wann. Die Büchse der Pandora ist geöffnet. Und kein noch so geschickt eingefädeltes Medienmanagement wird sie wieder schließen können.

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