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Kettner Edelmetalle
27.02.2026
07:52 Uhr

Epstein-Skandal: Bill Clinton erstmals seit über 40 Jahren als Ex-Präsident vor dem Kongress

Was sich in Washington abspielt, hat historische Dimensionen – und einen faulen Beigeschmack, der bis in die höchsten Machtzirkel der amerikanischen Politik reicht. Zum ersten Mal seit 1983 muss ein ehemaliger US-Präsident vor dem Kongress aussagen. Der Mann auf dem heißen Stuhl: Bill Clinton, 79 Jahre alt, Demokrat, 42. Präsident der Vereinigten Staaten – und langjähriger Bekannter des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein.

Ein Novum mit explosiver Brisanz

Das letzte Mal, dass ein ehemaliger Bewohner des Weißen Hauses vor dem US-Parlament erschien, war vor über vier Jahrzehnten: Gerald Ford sagte 1983 zu den Feierlichkeiten rund um das 200-jährige Bestehen der amerikanischen Verfassung aus. Ein harmloser Anlass, ein protokollarischer Akt. Was nun geschieht, könnte unterschiedlicher kaum sein. Es geht um einen der größten Missbrauchsskandale der jüngeren Geschichte, um Menschenhandel, um ein Netzwerk aus Macht, Geld und Schweigen.

Jeffrey Epstein, der sich 2019 in seiner Gefängniszelle das Leben genommen haben soll – wobei die Umstände seines Todes bis heute Fragen aufwerfen –, hatte über Jahre hinweg einen perfide organisierten Missbrauchsring betrieben. Prominente, Milliardäre, Politiker: Sie alle verkehrten in seinen Kreisen. Und mittendrin, das belegen Dokumente und Fotografien, befand sich Bill Clinton.

Die Verbindung Clinton-Epstein: Mehr als nur flüchtige Bekanntschaft

Clintons Verstrickung mit dem Finanzier reicht weit zurück. Bereits Anfang der 1990er-Jahre soll es Fotos der beiden zusammen geben. Epstein spendete 1992 nachweislich für Clintons Präsidentschaftswahlkampf – zu einer Zeit, als von dessen Verbrechen noch nichts an die Öffentlichkeit gedrungen war. Doch der Kontakt riss danach keineswegs ab. Ganz im Gegenteil.

Zwischen 2002 und 2003 unternahm Clinton nach Angaben seines eigenen Sprechers mindestens vier Reisen mit Epsteins berüchtigtem Privatjet – jenem Flugzeug, das im Volksmund den makabren Spitznamen „Lolita Express" trägt. In den mittlerweile teilweise veröffentlichten Epstein-Akten taucht der Name des Ex-Präsidenten mehrfach auf. Ein Foto zeigt ihn beim Schwimmen in einem Pool gemeinsam mit Ghislaine Maxwell, Epsteins engster Vertrauter und verurteilter Komplizin. Clinton bestreitet jegliches Fehlverhalten. Natürlich.

Hillary Clinton: „Mein Mann wusste von nichts"

Bereits einen Tag vor ihrem Ehemann wurde die ehemalige Außenministerin und gescheiterte Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton vom Kontrollausschuss des Kongresses befragt – stundenlang, hinter verschlossenen Türen. Sie wies jede Kenntnis von Epsteins Straftaten zurück und beteuerte, den Finanzier persönlich nie getroffen zu haben. Maxwell habe sie lediglich flüchtig gekannt.

Auf die Frage, ob sie sicher sei, dass ihr Mann nichts von Epsteins Verbrechen gewusst habe, antwortete sie knapp: „Das bin ich." Die Verbindung ihres Mannes zu Epstein habe geendet, lange bevor dessen kriminelle Machenschaften ans Licht gekommen seien. Man darf sich fragen, wie glaubwürdig diese Beteuerungen sind, wenn man bedenkt, wie eng die Kontakte über Jahre hinweg offenbar waren.

Auch Trumps Handelsminister im Visier

Bemerkenswert ist, dass die Aufarbeitung des Epstein-Skandals nicht nur Demokraten betrifft. Auch der amtierende US-Handelsminister Howard Lutnick soll möglicherweise vor dem Ausschuss aussagen müssen. Aus den Epstein-Akten gehe hervor, dass er deutlich länger Kontakt zu dem Finanzier gehabt habe, als er zunächst eingeräumt hatte. Der republikanische Ausschussvorsitzende Comer betonte allerdings, dass den Clintons derzeit kein konkretes Fehlverhalten vorgeworfen werde. Ziel der Befragungen sei es vielmehr, zu klären, wie Epstein zu seinem enormen Einfluss und Reichtum gelangt sei und welche Netzwerke ihn über Jahrzehnte geschützt hätten.

Genau hier liegt der eigentliche Sprengstoff. Denn die Frage, die Millionen Amerikaner umtreibt, lautet nicht, ob Clinton ein nettes Schwimmbad-Foto mit Maxwell hat. Die Frage lautet: Wie konnte ein Mann wie Epstein so lange unbehelligt agieren? Wer hat weggeschaut? Wer hat profitiert? Und wer hat aktiv dazu beigetragen, dass die Opfer – junge Frauen und Mädchen – jahrelang kein Gehör fanden?

Ein System des Schweigens

Der Epstein-Skandal ist weit mehr als ein Kriminalfall. Er ist ein Symptom für die Verkommenheit einer politischen und wirtschaftlichen Elite, die sich für unantastbar hält. Jahrzehntelang bewegte sich Epstein in den exklusivsten Zirkeln der Macht – von New York über Washington bis nach London. Sein Netzwerk umfasste Politiker beider Parteien, Wirtschaftsführer, Wissenschaftler und sogar Mitglieder des britischen Königshauses. Dass dieses System erst nach seinem Tod – und auch dann nur scheibchenweise – aufgearbeitet wird, spricht Bände über den Zustand westlicher Demokratien.

Für die amerikanische Öffentlichkeit dürfte die Aussage Bill Clintons vor dem Kongress ein Moment sein, der das Vertrauen in die politische Klasse entweder wiederherstellen oder endgültig zerstören könnte. Die Wahrheit, so viel steht fest, hat in diesem Fall viele mächtige Feinde. Ob sie sich dennoch durchsetzt, wird nicht zuletzt davon abhängen, ob der politische Wille zur vollständigen Aufklärung tatsächlich vorhanden ist – oder ob am Ende wieder nur die kleinen Fische im Netz hängen bleiben, während die großen längst entkommen sind.

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