
Energiewende-Chaos: Wenn selbst die eigene Klientel gegen die grüne Traumfabrik rebelliert

Es ist ein Schauspiel, das an Absurdität kaum zu überbieten ist: Da legt das Bundeswirtschaftsministerium unter der Führung von Katherina Reiche (CDU) ihre Referentenentwürfe für das sogenannte Netzpaket und die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vor – und prompt bricht ein Sturm der Entrüstung los. Doch dieser Sturm kommt nicht etwa von jenen, die die kostspielige Energiewende schon immer kritisch beäugt haben. Nein, es sind ausgerechnet die Profiteure der grünen Subventionsmaschinerie, die nun lautstark aufbegehren.
Ein Milliardengrab, das nach immer mehr Geld verlangt
Der Bundesverband Solarwirtschaft warnte am Wochenende vor Jobverlusten und wegbrechenden Investitionen. Der Bundesverband Erneuerbare Energie sprach gar von „erheblichen Verschlechterungen". Man fragt sich unweigerlich: Wie viel Steuergeld muss eigentlich noch in dieses Fass ohne Boden fließen, damit endlich einmal Ruhe einkehrt?
Die Zahlen, die dabei durch den Raum geworfen werden, sind schwindelerregend. Von einer Branche mit über 436.000 Arbeitsplätzen und einem jährlichen Investitionsvolumen von rund 37 Milliarden Euro ist die Rede. Doch verschwiegen wird geflissentlich, wie viel davon eigentlich auf staatlichen Subventionen fußt – also letztlich auf dem hart erarbeiteten Geld des deutschen Steuerzahlers.
Was genau wurde geändert?
Betrachten wir die Fakten nüchtern. Nach den neuen Entwürfen sollen neue Erneuerbare-Energie-Anlagen bei Netzengpässen künftig nicht mehr gänzlich ohne Entschädigung heruntergefahren werden dürfen. Die Zahlungen würden zwar reduziert, aber nicht komplett gestrichen. Das Netzpaket solle insbesondere den Zubau von Windanlagen und großen Photovoltaik-Anlagen so steuern, dass es gar nicht erst zu gefährlichen Netzengpässen komme.
Bei der EEG-Reform ist weiterhin vorgesehen, dass auch Betreiber kleiner Anlagen ihren produzierten Strom selbst vermarkten müssten – statt sich auf eine bequeme, staatlich garantierte Vergütung verlassen zu können. Eine „befristete Übergangszahlung" soll dabei den Übergang abfedern, sehr kleine neue Anlagen könnten bis 2029 davon profitieren.
„Die Pläne sind gänzlich aus der Zeit gefallen", beklagte Verbandschef Carsten Körnig und sprach von „wirkungslosen Trostpflastern".
Wenn Grüne und Linke sich einig sind, sollte man hellhörig werden
Besonders aufschlussreich ist der Blick auf die politische Opposition. Die Grünen sprachen von einem „Netzpaket für Netzbetreiber" und beklagten, die geplanten Abregelungen von bis zu 20 Prozent konterkarierten den Ausbau der Erneuerbaren. Der Grünen-Energieexperte Michael Kellner klagte, die „Verlierer" seien die Dachsolaranlagen. Und selbst die SPD, immerhin Regierungspartner, ließ verlauten, die Entwürfe reichten noch nicht aus.
Die Linken-Politikerin Janine Wissler wiederum monierte, es würden keinerlei Anreize für Balkonkraftwerke geschaffen. Ein bemerkenswerter Schulterschluss zwischen Grünen und Linken – man könnte fast meinen, hier gehe es weniger um vernünftige Energiepolitik als vielmehr um die Verteidigung eines ideologischen Prestigeprojekts.
Die Realität hinter der Ideologie
Was in der aufgeregten Debatte gerne übersehen wird: Deutschland hat sich mit seiner überstürzten Energiewende in eine gefährliche Abhängigkeit manövriert. Statt auf verlässliche und bezahlbare Energieversorgung zu setzen, hat man ganze Landschaften mit Windrädern verspargelt und Milliarden in ein Netz gepumpt, das mit dem chaotischen Zubau schlicht nicht Schritt halten kann. Die nun geplanten Abregelungen sind letztlich das Eingeständnis eines Systemversagens: Man baut Anlagen, deren Strom man phasenweise gar nicht abtransportieren kann.
Dass die Länder und Verbände nun lediglich bis Mittwoch Zeit zur Stellungnahme erhalten sollen, ist tatsächlich ein Ärgernis – hier hat die Kritik ausnahmsweise ihre Berechtigung. Bei derart weitreichenden Regelungen ist ein solches Hauruck-Verfahren eines demokratischen Rechtsstaates unwürdig.
Was der kluge Anleger daraus lernen sollte
Die Energiepolitik der vergangenen Jahre zeigt eindrucksvoll, wie schnell politisch getriebene Investitionen ins Wanken geraten können. Wer sein Vermögen von den Launen wechselnder Regierungen, ideologischer Programme und unsicherer Subventionszusagen abhängig macht, spielt ein riskantes Spiel. Genau deshalb setzen kluge Sparer seit jeher auf Beständigkeit. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind seit Jahrtausenden ein bewährter Anker der Vermögenssicherung – unabhängig von politischen Moden und staatlichen Förderprogrammen, die heute großzügig fließen und morgen gestrichen werden. Als solide Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bieten sie das, was der grüne Subventionsdschungel niemals leisten kann: echte Werthaltigkeit.
Haftungsausschluss: Die in diesem Artikel dargestellten Inhalte geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Sie stellen keine Anlageberatung dar. Wir betreiben ausdrücklich keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig umfassend zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Investitionsentscheidungen selbst. Ziehen Sie im Zweifel einen unabhängigen Fachberater hinzu.

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