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Kettner Edelmetalle
03.08.2026
16:02 Uhr
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„Einschnitte, die wehtun“: Wenn CDU-Politiker den Fleißigen die Rente kürzen wollen

Daniel Günther hat gesprochen. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident stellt sich hinter das Rentenpaket der schwarz-roten Koalition – inklusive der Streichung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren. Wer 45 Jahre lang malocht hat, soll künftig also draufzahlen. Und das Ganze verkauft man dem Bürger als Generationengerechtigkeit.

Es sind Sätze, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muß. Das Rentenpaket dürfe nicht noch einmal aufgeschnürt werden, erklärte der 53jährige gegenüber der „Welt“. Man müsse zügig umsetzen, was vereinbart worden sei. Natürlich seien das Einschnitte, die auch wehtun würden – aber man trage eben Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen. Ein bemerkenswerter Satz, ausgesprochen von einem Berufspolitiker, dessen eigene Altersversorgung von der Rentenreform ungefähr so stark betroffen sein dürfte wie ein Panzer von einem Nieselregen.

Die Ostdeutschen begehren auf – und haben recht

Widerstand kommt ausgerechnet aus den eigenen Reihen. Sven Schulze in Sachsen-Anhalt, Michael Kretschmer in Sachsen, Mario Voigt in Thüringen – sie alle fordern, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren zu erhalten. Ihr Argument ist so simpel wie zwingend: Im Osten sehen Erwerbsbiographien anders aus. Früher Berufseinstieg, lückenlose Beitragszahlung, oft körperlich harte Arbeit. Wer mit 16 in die Lehre ging und seither jeden Monat eingezahlt hat, der hat sich diese Rente nicht erschlichen, sondern erarbeitet.

Doch in Kiel scheint man das anders zu sehen. Das derzeitige System funktioniere auf Dauer nicht mehr, so Günther, man habe ohnehin schon zu viele Jahre verstreichen lassen. Da hat er sogar recht – nur zieht er die falschen Schlüsse.

Wer jahrzehntelang die Beitragszahler zur Kasse bittet, während gleichzeitig Milliarden versicherungsfremder Leistungen aus der Rentenkasse abfließen, darf sich nicht wundern, wenn das System kippt.

Das eigentliche Problem wird konsequent verschwiegen

Die entscheidende Frage stellt in Berlin niemand: Warum ist die Rentenkasse eigentlich leer? Nicht, weil der Facharbeiter aus Bitterfeld nach 45 Jahren mit 63 in den Ruhestand geht. Sondern weil ein umlagefinanziertes System eine schrumpfende Erwerbsbevölkerung nicht verkraftet, weil Beamte und Politiker in eigenen, deutlich komfortableren Systemen versorgt werden – und weil man die Sozialkassen jahrzehntelang als Selbstbedienungsladen für allerlei politische Wohltaten behandelt hat. Von den Kosten einer weitgehend ungesteuerten Zuwanderung in die Sozialsysteme ganz zu schweigen.

Statt dessen greift man dort zu, wo es am wenigsten Gegenwehr gibt: beim deutschen Durchschnittsarbeiter. Der zahlt, schweigt – und wählt irgendwann anders.

Wahlkampf in Ostdeutschland als Katalysator

Genau darum geht es. Im September wird in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Die AfD steht in beiden Ländern bemerkenswert stark da, und plötzlich entdecken CDU-Landesfürsten das soziale Herz. Auch Manuela Schwesig (SPD) meldete Kritik an, ihre Parteichefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas signalisierte im ZDF-Sommerinterview Gesprächsbereitschaft – sobald die Union sich selbst einig sei. Ein Satz, der die Zerrissenheit dieser Koalition präziser beschreibt als jede Analyse.

CSU-Chef Markus Söder warnte derweil in der ARD davor, die Debatte überhaupt neu zu eröffnen. Bundeskanzler Friedrich Merz und Bas hatten das Paket im Juni noch gemeinsam als unteilbares Ganzes präsentiert. Nun bröckelt es an allen Ecken.

Was bleibt dem Bürger?

Die bittere Erkenntnis lautet: Auf die staatliche Altersvorsorge ist immer weniger Verlaß. Was heute versprochen wird, kann morgen per Bundestagsbeschluß kassiert werden – wehtuende Einschnitte inklusive. Wer sich allein auf ein Umlagesystem stützt, das von Demographie und politischer Beliebigkeit gleichermaßen bedroht wird, geht ein erhebliches Risiko ein.

Wer Vermögen über Jahrzehnte sichern möchte, sollte sein Portefeuille breit aufstellen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte hinweg als Wertspeicher bewährt, der weder durch Reformkommissionen noch durch Koalitionsausschüsse per Federstrich entwertet werden kann. Als sinnvolle Beimischung zu einer soliden Vermögensstruktur bieten sie das, was Rentenversprechen zunehmend vermissen lassen: Substanz.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Die dargestellten Einschätzungen geben die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Bei rechtlichen oder steuerlichen Fragen wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Rechtsanwalt oder Steuerberater.

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