
Edelmetalle trotzen dem schwachen Dollar und durchbrechen wichtige Preismarken
Während die Weltwirtschaft weiterhin von Unsicherheiten geplagt wird und der US-Dollar an Stärke verliert, zeigen sich die Edelmetalle einmal mehr als das, was sie seit Jahrtausenden sind: ein verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten. Sowohl Gold als auch Silber haben sich zuletzt wieder über entscheidende Preismarken bewegt – angetrieben von einem schwächelnden Greenback und einer geopolitischen Gemengelage, die Anleger weltweit in Atem hält.
Der Dollar schwächelt – und Gold profitiert
Die inverse Beziehung zwischen dem US-Dollar und den Edelmetallpreisen ist altbekannt, doch selten war sie so deutlich spürbar wie in diesen Tagen. Der Dollar, einst als unangefochtene Leitwährung gefeiert, zeigt zunehmend Ermüdungserscheinungen. Die aggressive Zollpolitik der Trump-Administration – mit 20 Prozent auf EU-Importe und satten 34 Prozent auf chinesische Waren – mag kurzfristig protektionistische Ziele verfolgen, doch die Nebenwirkungen auf die eigene Währung sind nicht zu übersehen. Investoren flüchten in sichere Häfen, und Gold steht dabei ganz oben auf der Liste.
Die jüngsten Arbeitsmarktdaten aus den USA, die sogenannten Nonfarm Payrolls, hätten eigentlich für Beruhigung sorgen können. Doch das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Die Märkte interpretieren die Zahlen offenbar als weiteres Indiz dafür, dass die amerikanische Wirtschaft auf wackeligem Fundament steht. Und was passiert, wenn das Vertrauen in Papierwährungen schwindet? Richtig – die Menschen besinnen sich auf das, was seit Jahrhunderten seinen Wert bewahrt hat.
Geopolitische Spannungen als Brandbeschleuniger
Als wäre der schwache Dollar nicht schon Grund genug für steigende Edelmetallpreise, kommt eine geopolitische Lage hinzu, die man nur als explosiv bezeichnen kann. Der andauernde Ukraine-Krieg, die dramatische Eskalation im Nahen Osten zwischen Israel und dem Iran – all das schürt eine Nervosität an den Märkten, die sich direkt in den Goldpreis übersetzt. Analysten sprechen bereits von einem neuen Hochvolatilitäts-Regime bei Gold und Silber. Die Schwankungen mögen manchen Anleger verunsichern, doch die grundsätzliche Überzeugung in die Stärke der Edelmetalle bleibt ungebrochen.
Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass selbst große Minenkonzerne Rekordzahlen vermelden. Rekord-Cashflows und steigende Dividenden sprechen eine deutliche Sprache: Die Branche boomt, und das nicht ohne Grund.
Was bedeutet das für deutsche Anleger?
Für den deutschen Sparer, der ohnehin schon unter einer schleichenden Geldentwertung leidet, sollten diese Entwicklungen ein Weckruf sein. Das von der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz beschlossene 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur mag politisch gewollt sein – doch die Rechnung zahlen am Ende die Bürger. Mehr Schulden bedeuten mehr Inflation, und mehr Inflation bedeutet weniger Kaufkraft. Wer sein Vermögen nicht aktiv schützt, wird zusehen müssen, wie es dahinschmilzt.
Einige Strategen halten langfristig sogar Goldpreise von 25.000 bis 55.000 Dollar für möglich, sollten sich historische Muster wiederholen. Ob solche Prognosen tatsächlich eintreten, steht freilich in den Sternen. Doch eines ist klar: Physische Edelmetalle als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio waren selten so sinnvoll wie heute. Gold und Silber sind keine Spekulation – sie sind eine Versicherung gegen den Wahnsinn einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen unabhängigen Finanzberater.

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